Mein erstes Aquarium - wertvolle Tipps
Oft gibt es eine Menge Schnäppchen und Sonderangebote an kleinen "Einsteiger"-Aquarien. Anbei ein paar Tipps, die hilfreich sein können.
Ganz wichtig: Nicht mit zu kleinem Becken anfangen!
Vor ca. 7 Jahren entstand der Wunsch sich mit der Aquarisrik zu beschäftigen. Eine ganze Zeit lang überlegten wir uns, wo wir das Aquarium aufstellen sollen und wie groß es sein soll.
Da ein großes Becken natürlich einiges kostet, wollten wir zunächst dieses Hobby mit einem kleinen Becken beginnen. Im Internet fanden wir ein Angebot der Firma Tetra, das es immer noch gibt: Tetra AquaArt Aquarium 60 l für ca. 89€
Der Hersteller schreibt:
TETRA, Die Tetra AquaArt® Aquarien sind nicht nur ein optischer Blickfang in jedem Raum, sie bieten auch praktische Detaillösungen. Von der Kabelführung über den einfachen Zugang zur Technik, bis hin zur modernen EasyCrystal® Filter Technologie – alle Detaillösungen haben ein Ziel – die Bedienung des Aquariums für Sie so komfortabel wie möglich zu machen. Der enthaltene Tetratec® EasyCrystal® Filter sorgt durch seine intensive mechanische, biologische und chemische Filterung für kristallklares, gesundes Aquariumwasser, in dem sich Ihre Fische wohl fühlen. Ein Angebot für alle, die Spaß an der faszinierenden Welt unter Wasser haben. Aquarium 60 Liter: 60 l Tetra AquaArt® Aquarium. Langlebige Leuchtstoffröhre. EasyCrystal® Filter mit 2 EasyCrystal® Ersatz-Filterkartuschen. TetraWafer Mix Futter für alle Bodenfische und Krebse, 3g – »Artgerecht und formstabil für klares Wasser«. Informative Tetra-Broschüre »Einrichtung eines Krebs- und Garnelenaquariums«.
Dieses Komplett Set beinhaltet also gleich fast alles was man benötigt:
60l Glasbecken,
eine passende Abdeckung mit Licht,
einen Innenfilter,
eine Heizung,
eine kleine Dose Futter und
eine kleine Anleitung zur Handhabung des Beckens.
Doch man benötigt für so ein Becken noch einiges mehr nämlich:
Kies oder Sand, empfehlen würde ich Sand, da kann man zum einen günstig Quarzsand aus dem Baumarkt (kein Sandkisten Sand, sondern echten Quarzsand), zum anderen gibt es Fische, die Sand benötigen, wie z.B. Panzerwelse, die meistens in einem Anfängerbecken ihren Platz finden.
Pflanzen braucht das Becken ebenfalls, hier sollte man möglichst 3-5 unterschiedliche Pflanzen nehmen.
Tipp: auf Fischbörsen gibt, wo viele Aquarianer ihre Ableger günstig anbieten, aber auch über das Internet, kann man sehr schöne günstige Pflanzen finden.
Fische sollte man nicht sofort kaufen, denn das Becken sollte erst in Ruhe eingerichtet werden, und eigentlich auch einlaufen. Alternativ kann man spezielle Bakterien kaufen, die das ganze beschleunigen. Die Bakterien werden dem Wasser und dem Filter zugefügt. Doch es ist auch interessant und sehr lehrreich ein Becken in Ruhe einlaufen zu lassen und die Fortschritte zu beobachten. Mind. 2-3 Wochen das Becken einfach ohne Fische laufen lassen und dann erst nach und nach den Besatz hineingeben.
Die Erfahrungen mit dem 60l Becken:
Für mich war das damals natürlich alles super spannend, den Preis fand ich vergleichsweise angemessen, dann viele größere Becken sind auch entsprechend teuer. Ein größeres Becken mit ca.120l sollte knapp das doppelte kosten, dennoch habe ich schnell bereut, das Becken nicht gleich gekauft zu haben, denn es hat an Wassermenge in das Doppelte und kann somit mehr Fischen ein zu Hause bieten.
Die Einrichtung und das Einlaufen mit dem kleinen Becken waren wirklich kinderleicht, die beiliegende Gebrauchsanleitung war sehr einfach zu verstehen, und das Becken leicht zu bedienen und bepflanzen. Durch einfaches öffnender Abdeckung konnte man einfach die Fische füttern, die Pflanzen pflegen und auch den Wasserwechsel vornehmen. Ich habe täglich Wasser aus dem kleinen Becken genommen und damit meine Pflanzen im Haus gegossen, so fand ein regelmäßiger Wasserwechsel von ca. 10 % statt, was den Fischen offensichtlich auch gut getan hat.
Der enthaltende Filter ist leicht zu reinigen. Die Heizung habe ich kaumt gebraucht, denn bei uns im Haus ist immer recht warm. Das angeklebte Thermometer zeigte immer die für die enthaltenden Fische notwendige Temperatur an.
Natürlich kaufe ich mir die üblichen Anfängerfische, nämlich Guppys. Wie man mir riet, im Verhältnis 2 Weibchen ein Männchen, von unseren Nachbarn kamen noch Platys dazu, die sie nicht mehr haben wollten.Sehr schnell kamen die ersten Zuchterfolge bereits wenige Tage nach dem Kauf, denn 2 Guppyweibchen waren trächtig. So schwamm der erste Nachwuchs im Becken. Die Fische vermehrten sich ohne Ende, und das Becken wurde schnell zu klein.
Ein Größeres musste her! Jedoch war ich aber schon etwas schlauer, denn ich ärgerte mich schon etwas, nicht gleich ein größeres Becken gekauft zu haben.
Nach ein paar Tagen habe ich im lokalen Anzeigenmarkt mein jetziges 360l Becken gefunden.
Hier können die Fische sich nun gut vermehren und der natürliche Kreislauf findet richtig statt. Das Becken ist nicht so überbesetzt, so wie es sehr schnell bei dem 60l Becken der Fall war.
Fazit:
Ich kann das 60l Becken im Grunde empfehlen, aber nicht nur für Anfänger, denn als Anfänger ist man stolz, wenn die Fische sich vermehren.Oder man legt sich von vornherein fest, das man das 60l Becken rein als Garnelenbecken mit ein paar Fischen wie Zwergkärpflinge zusammen vergesellschaftet einsetzt. Dann reicht es von vornherein aus. Die Qualität des Beckens ist hervorragend und es macht riesigen Spaß es einzurichten und in Betrieb zu nehmen.
Empfehlung: Kaufen!
Einsteiger Komplett Aquarien
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