Äxte,- ersparen oft den Zimmermann.
Wer glaubt, sein Kaminholz mit einer einfachen Baumarkt-Axt schnell erledigen zu können, irrt gewaltig. Zu verschieden sind die unterschiedlichsten Äxte, die alle für eine bestimmte Aufgabe konzipiert sind. Hier sollen nun die Unterschiede herausgearbeitet werden.
Beispiel Äxte und Beile
Allgemein
Bereits seit der Jungsteinzeit sind Äxte bekannt und haben sich kaum verändert. Durch Schliff, dem Griff, der Größe und Schwere unterscheiden sich die Äxte und sind dadurch für ganz bestimmte Aufgaben vorgesehen. So gibt es Äxte, die für das Entasten vorgesehen sind und recht kurze Stiele haben und eigentlich ein Beil sind. Andere haben einen langen Stiel und recht schwere Schneidköpfe und sind mehr zum Spalten geeignet. Diese werden auch meist zweihändig geführt und gehören dann zu den Äxten. Wo nun genau der Unterschied zwischen einer Axt und einem Beil ist, kann selbst Wikipedia nicht genau definieren, außer den oben geführten Angaben.
Technik
Das eine Axt aus 10 Bezeichnungsteilen besteht, wissen die wenigsten, kann aber HIER nachvollzogen werden. Eine Axt dient hauptsächlich dazu Holzfasern zu durchtrennen. Alle Schneiden werden heute aus Stahl gefertigt, während die Schäfte bzw. Stiele aus Eschenholz oder gar aus Fiberglas sind und verhindern durch ihre Härte das Absplittern beim Zuschlagen. Sollen Bäume gefällt werden, benötigen Sie eine Axt mit beidseitiger Schärfung der Klinge,- möglichst schlank,- damit diese in das Holz leicht eindringen kann. Wollen Sie dagegen Kaminholz spalten, benötigen Sie eine Klinge mit stumpfem Schneidenwinkel für eine hohe Spaltwirkung, die ebenfalls beidseitig angeschliffen ist. Diese sind auch schwerer als andere und bringen schon mal bis zu 3 Kg. Gewicht auf die Waage. Entastungsbeile, Äxte zum Glätten hören meist bei 1500 Gramm auf. Höhere Gewichte sind einhändig kaum beherrschbar.
Komfort
Einige Äxte sind am Kopf mit einer Kerbe versehen, die als Nagelzieher genutzt werden kann, andere sind am Ende als platter Hammerkopf ausgeformt. Softgriffe am Stiel verhindern unangenehme Vibrationen beim Zuschlagen. Sogenannte schwedische Breitäxte eignen sich besonders zum Entasten und glätten, da ihr Klingenkopf wie ein Halbmond gebogen ist und der Griff aus amerikanischem Hickory-Holz sehr widerstandsfähig ist. Ein Qualitätsmerkmal des verwendeten Stahls ist die Klassifizierung des Härtegrades nach Rockwell mit mindestens 58-59 Grad.
Sicherheit
Besondere Aufmerksamkeit sollte der Befestigung des Stiels gewidmet werden, damit sich die Klinge beim Zuschlagen nicht verselbstständigen kann. Einige Hersteller sichern die Klinge mit Verschraubungen oder einer abschließenden Stahlkappe, andere sichern die Klinge mit einem integrierten Überwurf,- wie z.B. bei den Fiskars-Äxten. Der Stiel sollte lackiert sein, um Holzabsplitterungen von den Händen fernzuhalten.
Im Übrigen werden hochwertige Äxte in Deutschland seit 1932 mit einem besonderen Gütezeichen ausgezeichnet,- dem „Dreipilz“. Darüber hinaus sollten Äxte/Beile GS und TÜV geprüft und der DIN 5129, 5131, 7287 oder nach 7294 zertifiziert sein.
Eine Schutzkappe für die Klinge sollte Ihrer Axt ebenfalls beigefügt sein, um sie gefahrlos wegstellen zu können.
Für Ihren persönlichen Schutz gehört eine Schutzbrille, damit herumfliegende Holzsplitter Sie nicht verletzen können.
Fazit
Eine Allerweltsaxt gibt es nicht und eine falsche Axt treibt Sie nur zur „Weißglut“. Beratung im Fachhandel schützt Sie da vor unnötigen Geldausgaben. Dennoch sollten Sie nicht an der verkehrten Stelle sparen und Preise ab 30 Euro aufwärts einplanen,- Ihr tommes51
Beispiel Äxte
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