Winkelschleifer,- für alles was glatt und getrennt werden will.
Wer schleifen, trennen und polieren will, musste bislang unterschiedliche Geräte zum Einsatz bringen. Multifunktionsgeräte, wie der Winkelschleifer, beherrschen diese Aufgaben bestens. Dieser Ratgeber beschäftigt sich mit diesen Geräten.
Beispiel Winkelschleifer
Einhell Germany Winkelschleifer BT-AG 2350
Metabo WINKELSCHLEIFER W 680
Allgemein
Ob man nun Flex, Trennschleifer, oder Trennjäger sagt,- gemeint ist immer ein Winkelschleifer,- obwohl sich allgemein der Name Flex durchgesetzt hat. Diese Geräte wurden erstmals 1954 in Deutschland vorgestellt und eingesetzt. Die Geräte werden für den Heimwerkermarkt ausschließlich elektrisch betrieben angeboten und sind in unterschiedlichen Größen lieferbar. Ob als sogenannte Einhand-Winkelschleifer oder ein Zweihandbetrieb notwendig ist, hängt maßgeblich von den Materialien ab, die damit bearbeitet werden sollen. Deshalb sind auch unterschiedlich große Scheiben im Einsatz und nicht alle Größen und Geräte eignen sich für alle Aufgaben, was vor dem Kauf bedacht werden sollte. Zweihandgeräte sind meist für den Profieinsatz gedacht.
Technik
Salopp ausgedrückt handelt es sich bei einem Winkelschleifer um ein elektrisch betriebenes Handgerät mit einer schnell rotierenden Schleifscheibe, die auf einem Winkelgetriebe sitzt. Die enorme Rotationsgeschwindigkeit, die bei einigen Maschinen bis zu 14.000 Umdrehungen pro Minute betragen können, setzt gewisse Schutzmechanismen voraus. Die Trenn/Schleifscheibe wird bei preiswerten Maschinen mit einer Kontermutter am Getriebe befestigt,- gute Maschinen besitzen eine Spindelarretierung die einen schnellen Wechsel ungemein vereinfacht, da für den Wechsel kein Werkzeug benötigt wird. Damit die rotierende Scheibe keine Verletzungen verursacht ist der obere Teil mit einer Stahlkappe verdeckt, sodass die Scheibe nur halbseitig unten aus dem Gerät zu sehen ist. Die Einhand-Geräte sind meist mit einer Drehzahlregelung ausgestattet, um auch unterschiedliche Materialien zu bearbeiten. Zweihandgeräte werden oft nur mit einer Drehzahl ausgestattet. Die Scheiben gibt es in unterschiedlicher Ausführung und Größen, die bei 115mm anfangen und bis zu 300mm reichen. Die Beschichtung und Aufgabengebiete unterscheiden sich ebenfalls. So sind Scheiben mit Korundbeschichtungen, Diamantbeschichtungen oder Schleifkörnungen zu bekommen,- wobei einige nur zum Trennen oder nur zum Schleifen geeignet sind,- Polierscheiben gibt es ebenfalls. So lassen sich Stein, Beton, Holz, Metall und Kunststoffe mit der jeweiligen Scheibe und Umdrehungszahl bearbeiten.
Komfort
Preisunterschiede sind hauptsächlich in der Leistung, Handhabung und dem Zubehör zu finden. Alleine die Diamantscheibe schlägt schon mit etlichen Euros zu Buche und selbst da sind noch Unterschiede in der Beschichtung möglich, die den Preis locker in Richtung 50 Euro das Stück heben (MARCRIST DIAMANT-TRENNSCHEIBE). Die Leistung eines Winkelschleifers wird im Übrigen nicht an der Motorwattzahl gemessen, (das wäre dann der Stromverbrauch) sondern an der Leerlaufdrehzahl. Ab 10.000 U/min. geht es schon richtig zur Sache, und wenn das auch noch stufenlos regelbar ist, umso besser. Noch besser geht’s mit den Akku-Geräten. Diese arbeiten meist mit etwas weniger Drehzahl,- ab 6500 U/min., - und die Akku-Leistung liegt bei 18Volt. Dafür entfällt das Stromkabel und man ist in der Handhabung flexibel.
Sicherheit
Hier wäre schon mal das Gerätegewicht zu nennen. Mit einem Leichtgewicht lässt es sich einfacher und länger arbeiten. So sind Geräte mit über 5 Kg Arbeitsgewicht kaum noch einhändig zu bedienen. Linkshänder sollten auf das Versetzen des Handgriffes achten. Eine Schutzhaubenschnellverstellung sollte das Gerät ebenfalls besitzen, um sich der jeweiligen Arbeitssituation anzupassen. Schnellbremse und Sicherheitsschalter sind ebenfalls ein muss und Stromkabel unter 2,50 Meter ein „No Go“. Zum reinen Personenschutz dient unbedingt die Schutzbrille, damit entstehender Funkenflug nicht die Augen verletzt. Sicherheitsschuhe sind zwar sinnvoll, aber nicht zwingend notwendig,- dagegen Sicherheitshandschuhe sehr wohl. Da die Geräte sehr „geräuschvoll“ sind,- sprich, extrem laut aufgrund der hohen Umdrehungen,- ist ein Gehörschutz bei längeren Arbeiten Pflicht. Daneben ist das Gerät grundsätzlich mit beiden Händen zu halten und die TÜV/CE/VDE und GS-Labels sind immer gern gesehen.
Fazit
Alles was getrennt, geschliffen oder poliert werden soll, ist mit dem Winkelschleifer gut zu bewältigen. Etwas Einarbeit sollte man sich aber gönnen oder mal bei den gängigen Baumärkten an einer Markenvorführung teilnehmen, denn so einfach lässt es sich dann doch nicht damit arbeiten,- Ihr tommes51.
Wie arbeite ich mit einem Winkelschleifer ?
BOSCH Winkelschleifer
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