Toilettendeckel,- des Kaisers Thron.
Wer sich einen neuen Toilettendeckel zulegen will, wird förmlich erschlagen vom Angebot des Handels. Hier gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen und Unterschiede aufzuzeigen.
Beispiel Toilettensitz-WC-Sitz
Allgemein
Auf den ersten Blick mag ein Ratgeber über Toilettendeckel bzw. WC/Klodeckel unnütz erscheinen. Bedenkt man aber, dass wir tagtäglich mehrmals dieses Utensil benutzen, sollte man ruhig mal intensiver hinterfragen, auf was wir uns da hinsetzen. Bereits für wenige Euros bekommt man schon einfache WC-Deckel, nur wird man hier dauerhaft wenig Freude haben. Schnell unansehnlich und instabil machen sich diese Fabrikate wenig Freunde und ein erneuter Austausch steht bevor. Hier könnten höherwertige Toilettendeckel für Abhilfe sorgen. Nur was soll es werden bei der riesigen Auswahl?
Technik
Verschiedene Materialien können aus einem schnöden Klodeckel einen „königlichen Thron“ zaubern. Als Materialien sind im Einzelnen zu nennen,-
l Thermoplast
Thermoplast,- ist ein weicher und elastischer Kunststoff. Er gilt als sehr
Bruchsicher und lässt sich einfach reinigen.
l Duroplast
Duroplast ist dagegen ein sehr harter, stabiler und hochwertiger Kunststoff.
Dieser Kunststoff lässt sich ebenfalls einfach reinigen.
l Holz WC-Sitze
Hier gibt es eine Reihe Untergruppen wie folgt:
a) Massivholz die Oberfläche werden oft lackiert für Glanz und Haltbarkeit
b) MDF Holz lackiert (MDF=mitteldichte Faserplatte)
c) Formgepresstes Holz. Hier wird Sägemehl mit Kleber heiß verpresst.
d) Holzkern mit Folie. Hierbei können die abstraktesten Designs vorkommen.
e) Holzkern mit Furnier. Die edelste Art auf dem WC-Echtholz zu präsentieren.
l Polyresin
Polyresin ist ein sehr stabiles Kunstharz, bruchsicher, einfach zu reinigen.
l Holzkern Polyester
Ein Holzkern wird mit massivem Polyester ummantelt. Der Oberklasse-Sitz unter den angebotenen Materialien.
l Gepolsterter WC-Sitz
Hier können Kunststoffsitze oder Holzkernsitze zum Einsatz kommen. Diese werden dann mit Schaumstoffeinlagen/Auflagen versehen und sorgen so für weiches und bequemes Sitzen.
Daneben werden auch verschiedene Scharniere angeboten wie z.B. Edelstahlscharniere oder aus Messing verchromte Scharniere. Die Befestigung erfolgt über die Scharniere direkt in das WC-Becken, welches dazu zwei Löcher bereithält. Durch diese werden die Stabschrauben des Scharniers gesteckt und mit einer Konterverschraubung befestigt. Der Sitz selbst wird durch Gummi/Kunststoffstopper abgefedert, damit die Keramik keinen Schaden nimmt oder der Sitz hin und her rutscht.
Komfort
Neben den gepolsterten WC-Sitzen, die besonders auch für Kranke, ältere Menschen und Kindern Vorteile bieten, gibt es auch WC-Sitzerhöhungen um das Aufstehen oder Setzen zu erleichtern. Hier können Höhenunterschiede bis zu 14 cm überwunden werden. Die Tragfähigkeit der Sitze variiert gemäß den verwendeten Materialien und liegt bei hochwertigen WC-Sitzen um die 200 Kg. Eine Absenkautomatik wird auch schon bei den preiswerten Modellen angeboten und lässt nächtliches „Klodeckelknallen“ der Vergangenheit angehören. Wer es „space-ig“ mag, für den gibt es LED-Beleuchtung im Deckel,- mannigfaltige Designs inklusive Stacheldraht oder Fische. Elektrische Betätigung gibt es genauso wie Musikbeschallung beim Öffnen des WC-Sitzes.
Sicherheit
Hier sollte vom Hersteller Splitterschutz garantiert werden und bei den lackierten WC-Sitzen auch Umweltverträglichkeit eingefordert werden.
Fazit
Machen Sie im Fachhandel ruhig mal eine Sitzprobe um sein passendes Model zu finden, denn nichts ist so persönlich wie ein Toilettensitz. Billige Plastik-Sitze sollten von Ihrem Einkaufszettel verschwinden denn ab 30 Euro gibt es schon brauchbare Toilettensitze. Die hochwertigen können da schon mal bis zu 250 Euro kosten,- sind dann meist aber Designprodukte und passend zu bestimmten Keramik-WCs,- Ihr tommes51
Die Absenkautomatik
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