Tafelservice,- die Visitenkarte für nette Gäste.
Ein schönes Tafelservice kann auch mal ein nicht so perfektes Menü gut aussehen lassen. Was alles zu einem guten Service gehören sollte, klärt dieser Ratgeber.
Beispiel Tafelservice
Allgemein
Wer kennt nicht Oma/Mutters gutes Sonntagsgeschirr. Es wurde stets nur zu besonderen Anlässen eingedeckt und meist wurde es mit wichtiger Miene und beschwörender Schenkungszeremonie an die nächste Generation weiter gegeben. Leider ist dieser „Generationsvertrag“ am Aussterben, obwohl ein gutes Geschirr zur Esskultur gehören sollte und somit leider gute und wertvolle Geschirre im Trödel verschwinden. Wer dennoch Interesse an Tradition und Esskultur hat, dem wird hier eine Entscheidungshilfe geboten.
Technik
Als Material sind heute Porzellan, Steinzeug, Steingut, Kunststoff und Glas üblich. Als gutes Geschirr wird aber meist hochwertiges Porzellan genommen. Alte und seltene Services wurden aber früher teils handgefertigt/bemalt und entstanden in Porzellanmanufakturen edelster Namensgebung. Selten nach zubekommen und daher immer wieder sehenswert auf einem geschmückten Tisch. Aber auch gradlinige Designs sind immer wieder schick und im trendigen Weiß eine Augenweide.
Komfort
Was alles zu einem Service gehören sollte, entscheidet letztendlich jeder für sich selbst. Allgemein hat sich folgende Bestandsliste durchgesetzt,- Fleischteller, Suppenteller, Dessertteller. Suppenteller können auch mit Suppentassen ausgetauscht werden, abhängig von der Suppe, die serviert werden soll. Dabei gilt, Cremesuppen aus Suppenteller,- klare Suppen und Brühen aus Suppentassen. Gleiches Austauschritual kann auch bei Desserttellern gemacht werden,- wobei hier Dessertschälchen zum Einsatz kommen. Hier sollten Puddings und Kompottfrüchte in Schälchen serviert werden und Mousse und Stürze auf Teller dekorativ angerichtet werden. Zusätzlich können noch Vorspeisenteller eingesetzt werden oder Fischteller,- meist oval oder eckig,- eingedeckt werden. Ob man eine Sauciere, Butternäpfchen oder Salatteller/Schälchen ebenfalls einsetzt, hängt vom festlichen Anlass ab oder der Wichtigkeit der Gäste. Aber bitte bedenken Sie, dass manche Gäste mit zu viel Geschirr schlicht überfordert sind.
Passendes Serviergeschirr sollte auch zu Ihren Überlegungen zählen. Für Beilagen wie Kartoffel/Nudeln etc. sind Schalen die richtige Wahl, Pommes auf flache mit Serviette ausgeschlagene Teller reichen, damit diese nicht pappig werden und ausgetretenes Fett von der Serviette aufgesogen wird. Fisch gehört nicht auf Silberplatten (Oxidation) ebenso wenig wie Eiergerichte, sondern auf Porzellan, während Fleisch gerne auf einer Silberplatte seinen Platz findet. Als ungefähre Richtwerte der Größen kann man folgende Tabelle nehmen: (in cm)
- Vorspeisenteller Ø 13-18
- Essteller Ø 25-28
- Suppenteller Ø 19,5 x 3,5-4 (Tiefe)
- Salatteller Ø 14-19 (mit Rand)
- Dessertteller Ø 13,5-15
- Suppentasse Ø 10,5 x 6 (Tiefe)
- Dessertschüssel Ø 10-11,5 x 4-5
Diese Liste hat allerdings nur Gültigkeit bei runden Formen. Exoten wie Wellendesign oder Rechteckform haben andere Maße.
Saucieren sollten nicht zu groß gewählt werden, damit kein Verschütten provoziert wird und Fleischplatten sollten bei 40 cm enden, damit man sie noch heben kann. Ob man nun noch Platzteller haben muss, ist reine Geschmacksache,- eigentlich werden sie heutzutage kaum noch eingedeckt. Beilagenschüsseln sollten ebenfalls nicht zu groß dimensioniert sein, damit man sich keinen Bruch holt.
Fazit
Will man einen festlichen Abend gestalten kommt man am guten Geschirr kaum vorbei. Erst hier spiegelt sich das Niveau und Ambiente der Gastgeber wieder und wenn alles stimmig arrangiert ist, kommt der bewundernde AHA-Effekt der Gäste von ganz alleine,- Ihr tommes51.
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