Shredder,- der Papiertiger in der guten Stube.
Einst für Großbüros konzipiert haben die „Papierreißwölfe“ den Weg in das Heim geschafft.
Beispiel Shredder
OTTO Office OS-300 Reißwolf
Allgemein
Wer auf Nummer sicher gehen will und seine Bankbelege oder Finanzunterlagen nicht beim Nachbarn oder gar im Internet sehen will, hat bislang seine Papiere fein mit der Hand zerrissen und cleverer Weise in unterschiedlichen Mülltüten entsorgt. Ein mulmiges Gefühl blieb dennoch. Hier kommen nun die Shredder oder auch Papierschneider oder auch Aktenvernichter ins Spiel.
Technik
Zweck eines Shredders ist die Zerstörung wichtiger Papierdaten und deren Unkenntlichmachung. Zugleich soll Platz geschafft werden in der Mülltonne. Je nach Zerstörungsgrad werden die Shredder in Sicherheitsstufen eingeteilt. Dabei zählt die Stufe 1 für einfache Sicherheit und Stufe 6 ist mit höchster Geheimhaltungsstufe. Für den Heimbereich haben sich Shredder bis zur Stufe 3 für vertrauliches Schriftgut etabliert. Alle Sicherheitsstufen sind in der DIN 32757 zusammengefasst.
Zwei Schneidverfahren haben sich durchgesetzt und werden als Streifenschnitt, auch Straight Cut genannt, oder als Partikelschnitt (Cross-Cut) bzw. Kreuzschnitt benannt.
Beim einfachen Streifenschnitt schneidet eine Welle mit Schneidrädern das Papier in Streifen. Abhängig von der Anzahl und der Breite des Shreddereinlasses sind die Streifen unterschiedlich breit. Je mehr Räder auf der Welle montiert sind verkleinert sich die Stärke des Papierstreifens, was eine wieder Zusammensetzung zusätzlich erschwert.
Beim Kreuzschnitt/ Partikelschnitt funktioniert das erstmal genauso. Hier ist aber noch zusätzlich eine scharfe Schnittkante montiert, die die Aufgabe hat, die Streifen in kleine Partikel (quer) zu schneiden. Vorteil hier ganz klar,- kaum wieder herzustellen und wenn, nur mit sehr großem Aufwand. Daher haben diese Shredder auch eine höhere Sicherheitsstufe von Haus aus. Bei dieser Shredderart ist das Papiervolumen geringer als bei den Streifen-Shredder.
Komfort
Einige Hersteller statten ihre Geräte noch mit Zusatznutzen aus. So gibt es Geräte, die nicht nur Kreditkarten zerreißen sondern auch CDs/DVDs zerstören können.
Beleuchtete Anzeigen sind immer gern gesehen und ein Rücklauf für verstopfte Walzen sollte ein MUSS-Kriterium darstellen.
Sicherheit
Die Antriebe sind immer elektrisch und variieren als einfacher Spindelmotor mit aufgesetzter Welle. Für den Heimbereich reichen diese Geräte meist. Sollen aber oft Datenträger zerstört werden, sollte Ausschau nach einem Shredder mit Kettenantrieb gehalten werden. Zwar etwas teurer, dafür aber auch sehr robust. Die meisten Shredder, die mit den Sicherheitslabeln ausgestattet sind, haben fast keine gefährlichen Eigenschaften mehr. Abgekapselte Systeme lassen hier keine Finger drin verschwinden,- Hund und Hamster sind auch sicher. Anschaltsperren mit Sensor sorgen dafür, dass das Gerät erst anspringt, wenn sich Papier im Schacht befindet und der Autostopp sorgt dafür, dass am Ende des Schneidvorganges das Gerät anhält. Einige Hersteller spendieren ihren Geräten für diese Aufgabe auch Lichtschranken. Lediglich Langhaar-Damen & Herren sollten sich in Acht nehmen, damit das Haar nicht eingezogen werden kann. Daneben sollten lange Ketten, Schals etc. bei dieser Tätigkeit nichts verloren haben.
Ein Thermoschalter lässt bei kleinen Geräten eine Zwangspause einlegen, da diese nicht für den Dauerbetrieb geeignet sind.
Laut sind beide Varianten,- der Streifenschneider etwas weniger und er kann mehr Blätter auf einmal verarbeiten.
Fazit
Wer seine Unterlagen dem Reißwolf anvertrauen möchte, sollte auf sehr feinen Streifenschnitt achten oder gleich zum Partikelschneider greifen. Kostengünstigere und sicherste Papiervernichtung gibt es kaum und darum sollte so ein Shredder bei Ihnen im Haushalt auch nicht fehlen,- Ihr tommes51
Funktionsweise eines Shredders
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