Elektrohobel,- wo gehobelt wird, fallen auch Späne.
Wer mal eine klemmende Tür richten wollte und mit Schmirgelpapier das erledigen muss, weiß, was 1mm x 90 cm Türlänge bedeuten können. Da bietet sich so ein Elektrohobel förmlich an.
Beispiel Elektrohobel
Einhell Germany Elektrohobel BT-PL 750
Allgemein
Erste menschliche Begegnungen mit einem Hobel werden mit 1200 v. Chr. datiert und damit gehört dieses Werkzeug wohl mit zu den ältesten auf der Welt. Die Arbeitsweise hat sich bis heute kaum verändert,- allerdings das Gerät an sich schon.
Ein schräggestelltes Messer wird in einer Vorrichtung über ein Holzstück geschoben und schält dabei,- je nach Einstellung des Messers,- das Holzwerkstück um bis zu 3 mm ab. Dieser Vorgang kann beliebig wiederholt werden, bis man die gewünschte Abschälung erreicht hat. Der Abfall wird als Holzspäne bezeichnet.
Moderne Hand-Hobel werden elektrisch betrieben,- auch Akkugeräte gibt es im Handel,- z.B. der AEG - Akku Hobel BHO18.
Technik
Das Innenleben einen Elektrohobels besteht hauptsächlich aus der Hobelwelle die meist aus Aluminium gefertigt ist. Darin sind einstellbare Halterungen die das auswechselbare Messer aus HSS-Stahl tragen. Die Hobelwelle ist zumeist beidseitig gelagert und wird durch einen Riemen vom Elektromotor angetrieben. Hier werden Drehzahlen von 16.000 Umdrehungen und mehr erreicht, was auch dementsprechend hochfrequentierten Lärm erzeugt. Da werden schon Lautstärken jenseits der 100db erzeugt und erinnern doch stark an Düsenjets.
Der einfache Elektrohobel hat meist eine Hobelbreite von 82mm und erreicht eine Tiefe von bis zu 3mm. Der Spanauswurf kann bei einigen Geräten umgeschaltet werden, so dass die Späne nicht auf das Werkstück fallen und die Sicht versperren.
Komfort
Hier unterscheiden sich die einzelnen Geräte enorm und kann nur durch die persönlichen Vorlieben und Anforderungen entschieden werden.
Die Bodenplatte sollte aus Aluminium oder Druckguss für lange Lebensdauer ausgelegt sein. Messer aus HSS-Stahl müssen immer mal wieder geschärft werden da die Klinge nur einseitig ist. HSS Messer hinterlassen auch eine deutlich glattere Oberfläche am Holz,- allerdings abhängig von der verwendeten Holzsorte. HM-Messer sind zweischneidig, teurer und liefern nicht immer bessere Ergebnisse. Zu den Komfortmerkmalen gehört natürlich auch die Aufnahme eines Auffangsackes oder/ und der Anschluss eines Staubsaugers um die Späne zu entsorgen. V-Nut zum Kantenbrechen ist unabdingbar und ein automatischer Kickstand zum Schutz von Oberflächen, der bei Hochnahme des Gerätes aufklappt, schützt das Werkstück. Die stufenlose Spantiefeneinstellung im MM-Bereich und eine Parallelführung erleichtern das Arbeiten mit dem Gerät. Einige Geräte kommen sogar mit einer Laservorrichtung daher um den Richtungslauf vorzugeben.
Daneben gibt es noch Elektrohobel die für spezielle Aufgaben besser geeignet sind. So gibt es Falzhobel für unbegrenzt tiefe Fälze, den Balkenhobel für den Zimmermann, der damit das Rauhspundholz glättet oder auch verschiedene Messer.
Sicherheit
Der Zusatzhandgriff für komfortables, beidhändiges Arbeiten für Rechts- und Linkshänder gewährleistet auch Sicherheit für Ihre Hände und der Sicherheitsschalter mit Einschaltsperre ist ein weiteres Sicherheitsmerkmal,- wenn er dann auch noch beleuchtet ist umso besser. Mindestens 3 Meter Kabel erweitern das Einsatzgebiet und unsere Sicherheitslabel wie TÜV/CE etc. sind immer wieder gern gesehen. Ein Ohrenschutz und eine Sicherheitsbrille gegen Holzspanflug schützt sie vor unnötigen Verletzungen.
Fazit
Für den Heimwerker wird es wohl eher der Flachhobel werden, der mit seinen Möglichkeiten eigentlich alles abdeckt, was man so braucht. Akkugeräte sind da flexibler als die „Kabelgesellen“ stehen denen aber in nichts nach. Wenn also Kosten nicht so wichtig sind kann es gerne der Akkubetrieben Hobel werden,- Ihr tommes51
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