Allesschneider,- die Alleskönner.
Allesschneider sind ja etwas aus der Mode gekommen, seit es sogar Cremekäse schon in Scheiben zu kaufen gibt. Wie ich finde, fristet dieser Alleskönner, vollkommen unberechtigt, ein Schattendasein.
Beispiele Allesschneider
Allgemein
Bereits seit den 60er Jahren werden in Deutschland Allesschneider vertrieben. Marktführer Krups,- jetzt SEB,- hatte diese Maschinen als Erster im Angebot und von seiner Funktionsweise, damals bis heute, hat sich nicht allzu viel geändert. Die Allesschneider, volksmündlich auch Brotmaschinen genannt, waren oft „ungeliebte“ Hochzeitsgeschenke in den 70er und erleben heute wieder eine kleine Renaissance. Was für den Einzelhandel an der Wursttheke selbstverständlich ist, kann im Kleinen auch für die heimische Küche eingesetzt werden. Kosten Profigeräte, je nach Ausstattung, um die 10.000 Euro, sind gute Hausgeräte bereits ab 25 Euro, z.B. die Siemens MS42001, zu haben. Aber auch hier gilt,- es geht immer teurer und besser.
Technik
Zwei Aufstellvarianten haben sich etabliert,- das reine Standgerät und der zusammenklappbare Allesschneider. Bei Letzterem wird der Auflagetisch/ Produkthalter (Schlitten) für das Schnittgut einfach hochgeklappt und die Maschine kann bequem verstaut werden. Standgeräte haben diese Funktion nicht und bleiben demnach immer da, wo man sie platziert.
Als Antrieb werden Elektromotoren eingesetzt, die das runde Schneidemesser in Gang setzen. Ein Einstellrad, meist direkt am Gehäuse des Messers zu finden, stellt die Schnittbreite ein. Hier können 40mm durchaus erreicht werden, andere erreichen hier nur 1,5 – 2 cm Breiten. Als Messer dient den meisten Maschinen ein sogenanntes Universalmesser aus Edelstahl, welches eigentlich ein Wellenschliffmesser ist. Für den Hausgebrauch sind diese Messer vollkommen in Ordnung. Glatte Messer (Schinken- und Aufschnittmesser ungezahnt) sind zwar für Aufschnitt perfekt, aber Brote schneiden überfordert diese Messer und man darf dann wieder wechseln. Die Wellenschnittmesser beherrschen dagegen Beides.
Komfort
Sie sollten sich keine Maschine kaufen deren Gehäuse aus Kunststoff besteht. Diese werden mit der Zeit unansehnlich weil sie die Verfärbungen von diversen Schnittgut nicht mehr entfernen können. Kaufen Sie Vollmetall-Maschinen. Die sind zwar etwas teurer haben aber den Vorteil besser gereinigt zu werden und sind robuster in der Handhabung.
Achten Sie ebenfalls auf eine stufenlos einstellbare Schnittstärkeregelung,- einige Maschinen kommen mit voreingestellten Breiten daher. Der Auflagentisch (Schlitten) sollte ca. 10° schräggestellt und freitragend sein. Das vereinfacht das Schneiden, weil das Schnittgut immer auf die Schneidefläche rutscht und Sie das Brot z.B. nicht unnötig andrücken müssen. Eine Spezial-Käsetaste für elektronisch reduzierte Schnittgeschwindigkeit bieten nur wenige Maschinen an,- hier wird die Schneide abgebremst damit der Käse durch die Schnittreibung nicht zu weich wird und zerfleddert. So etwas bietet z.B. der Allesschneider von Bosch (Bosch MAS 9501). Aber auch integrierte Waagen sind kein Problem mehr, gut für Kalorienbewusste Ernährung,- siehe Video.
Sicherheit
Alles was schneidet und mit Strom betrieben wird bedarf unserer ungeteilten Aufmerksamkeit. Das Gerät sollte über eine Vollmesserabdeckung verfügen und über Saug-Gummifüße für den sicheren Stand. Der Transportschlitten muss mit einem Fingerschutz versehen sein, als auch mit einem Restehalter,- der verhindern soll, dass Ihre Finger in die Schneide gelangen. Die Bedienungsschalter müssen über eine Momentschaltung (dabei wird der Schalter nicht eingerastet als Dauerläufer,- er schaltet ab, wenn der Finger vom Schalter geht.) und eine Einschaltsicherung verfügen, der ebenfalls mit einer Kindersicherung versehen ist. Natürlich erwarten wir hier auch unsere allseits beliebten Sicherheitslabels von CE/VDE/GS und TÜV.
Die Kabelaufbewahrung sollte ebenfalls sichergestellt sein,- besser gleich eine automatische Kabelaufwicklung. Einige Hersteller bieten als sinnvolles Zubehör auch eine Messerzange mit an. Allerdings nur, wenn mehrere Schneidemesser im Angebot sind. Diese machen das Entnehmen des Messers zum Reinigen oder Wechseln verletzungssicher.
Fazit
Es gibt eigentlich keinen Grund keinen Allesschneider besitzen zu wollen,- insbesondere, wenn es sich um einen 4 Personenhaushalt oder mehr handelt. Vom Krautsalat schnippeln, Zwiebeln schneiden über Aufschnitt, Käse und Brot bis hin zu schönen Orangenscheiben für den Cocktail,- alles ist möglich. Wer den Platz hat sollte ein Standgerät bevorzugen,- denn einmal weggestellt, verbleibt die Maschine häufig dort,- denn der Mensch ist ja etwas bequem,- Ihr tommes51
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