Akkuschrauber,- kabellos durch Wände schrauben.
Wer schon mal in die Verlegenheit kam, viele Schrauben Ein/Ausdrehen zu müssen und diese Aufgabe auch noch per Hand erledigt hat, weiß, das diese Tätigkeit schon recht schweißtreibend sein kann. Hier helfen die Akkuschrauber weiter.
Beispiel Akkuschrauber
Metabo 12-Volt-Akku-Bohrschr auber BS 12 NiCd
Allgemein
Akkuschrauber sind für eine bestimmte Tätigkeit konzipiert worden,- Schrauben Ein- und Auszudrehen. Für Lochbohrungen in Mauerwerke sind diese Geräte nicht geeignet. Hier sollte zu Akkubohrern gegriffen werden bzw. gleich zu einer richtigen Bohrmaschine/Bohrhammer. Dennoch können mit einem Akkubohrer in leichte Wände wie Rigips oder Holzverschalungen Löcher gebohrt werden. Auch Löcher in Bleche oder dünne Stahlverbinder stellen kein allzu großes Problem dar. Als reiner Bohrmaschinenersatz sind sie aber ungeeignet.
Technik
Im Wesentlichem lassen sich die Akkuschrauber in Kompaktschrauber, Minischrauber und Stabschrauber einteilen, wobei Untergruppen noch zu berücksichtigen sind. So gibt es Kompaktschrauber mit einem drehbarem Doppelfutter,- so braucht man zwischen Bohren und Schrauben nicht ständig wechseln und bei den Stabbohrern gibt es noch den Abknickmechanismus für unzugängliche Stellen,- wie z.B. in Schränken.
Ein weiteres Kriterium ist die Kraft die zu Verfügung stehen soll. Ein gutes Merkmal sind da die Angaben von Volt und NM (Newtonmeter) und für die Ausdauer sind die Angaben vom Akku in AH,- Ampereleistung und Akkutyp ausschlaggebend.
Akku
Sogenannte Ni-Cd Akkus (Nickel-Cadmium-Akkumulator) sind nur noch in Billigprodukten / Auslaufprodukten zu finden. Bereits seit 2004 durch die EU verboten sind für Elektrowerkzeuge noch Ausnahmegenehmigungen in Kraft. Langfristig sind diese Akkus aber bereits „tot“ und Geräte dieser Gattung sollten auch nicht mehr gekauft werden. Im Alltag mit diesen Geräten werden Sie feststellen, dass sie nicht so ein Durchhaltevermögen haben und recht schnell am Ende mit ihrer Kraft sind. Entscheidend dafür ist auch eine sogenannte Tiefenentladung und daraus resultierend lange Aufladezyklen. Da aber noch Geräte angeboten werden und sie sich doch zu einem Kauf entscheiden wollen achten sie hier auf möglichst hohe Volt-Angaben wie 12Volt oder besser 18Volt. Ampereangaben von mindestens 1,2ah und darüber sollten es da ebenfalls sein. Zur Berücksichtigung sei noch erwähnt, dass diese Akkus Cadmium beinhalten und als giftiger Sondermüll zur Entsorgung gebracht werden muss.
Der Nachfolger des Ni-Cd Akkus ist ein NiMH- und Lithium-basierter Akkumulator. Vorteil hier,- fehlen vom giftigen Cadmium und höhere Energiedichte,- Selbstentladung liegt bei 15% pro Jahr. Auf Grund der bauweise auch höhere Amperezahlen erreichbar was mehr Kraft bedeutet. Mittlerweile sind diese Akkus überall zu finden,- ob in Zahnbürsten, Rasierapparaten, Telefonen oder eben in Akkuschraubern.
Nachfolger hiervon ist der Li-Ionen-Akku. Dieser zeichnet sich durch hohe Energiedichte aus und unterliegt keinem Memory-Effekt (Kapazitätsverlust).
KomfortZu den Komfortmerkmalen ist natürlich erstmal die Kraftentfaltung zu nennen. Frei einstellbaren Drehmoment sollte das Gerät aufweisen um Schrauben nicht zu überdrehen das diese dann abreißen. Je feiner man diesen Drehmoment einstellen kann umso besser. Das Schnellspannbohrfutter sollte 1,5 – 13 mm Bohrer und Bits aufnehmen können und eine LED Arbeitsplatzbeleuchtung erleichtert ungemein das Arbeiten in dunklen Ecken. Ein Soft-Touch Handgriff lässt Schwielen an den Händen vergessen und mit mindestens 2 Gängen sollte das Gerät ausgestattet sein. Rechts/Links-Lauf ist selbstverständlich,- eine LCD-Anzeige für Umdrehung/ Gangrichtung und Drehmoment sowie der Akkurestlaufanzeige sind angenehme Zusatzbeigaben.
Sicherheit
Einige Hersteller spendieren dem Akkuschrauber einen Pistolengriff, wodurch die Hand nochmals geschützt wird. Moderne Ladegeräte sind Ventilatorgekühlt und werden dadurch nicht mehr so heiß beim Ladevorgang. Eine Anzeige für den Ladezustand sowie dem Ladevorgang sollte vorhanden sein,- ebenso ein Überhitzungsschutz. Dass hier die Sicherheitslabels von CE/TÜV etc. vorhanden sein müssen versteht sich wohl von selbst.
Fazit
Ob sie nun einen Mini-Schrauber mit 3,6 Volt bevorzugen oder die High-End-Maschine mit 18Volt Li-Ionen-Akku hängt von den Tätigkeiten ab die Sie bewerkstelligen wollen. Kleine „Hausaufgaben“ werden von den Mini-Geräten zuverlässig erledigt,- wollen Sie aber Umbauen oder richtig (Heim)-werken, sollte Ihr Augenmerk in Richtung Akkuschrauber gehen. Nehmen sie gleich den modernen Li-Ionen-Akku-Schrauber,- Ausdauer und Langlebigkeit zeichnen diese Geräte aus,- Ihr tommes51
Akkuschraubertest
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