Modulare PC Netzteile - Was ist wichtig für den Kauf?
Warum sollte man mehrere hundert Euro für ein Gerät ausgeben, dass man auch für 30€ bekommt? Modulare (Strom)Netzteile sollten eigentlich immer in Betracht gezogen werden, wenn es um Eigenbau-PC's geht, oder man eine langfristige Nutzbarkeit mit Upgrades der Hardware kombinieren will. Wie mit allen Komponenten gilt auch hier: Preise vergleichen. In den meistens Standard PC’s wird meinem Wissen nach ein „normales“ Netzteil schlummern. Allein um den Stromverbrauch zu reduzieren, lohnt sich also ein Check. So könnte so ein Netzteil durch aus 5 Jahre und mehr überleben, die Standard Netzteile machen nach 2-3 Jahren meistens keinen Sinn mehr oder sind aufgrund billiger Komponenten schon sehr laut geworden.
Modulare Netzteile - Beispiele
Was ist modular?
Wenn man mindestens die Hälfte aller Anschluss-Stecker des Netzteiles abkippen kann und nur die Kabel verwendet, die man wirklich benötigt, ohne dass die nicht genutzten nutzlos im Gehäuse rumbummeln und nur die Luftzirkulation stören. Denn wenn die erzeugte Wärme nicht richtig abgeleitet werden kann, und sich um Gehäuse staut, müssen die Lüfter der Komponenten schneller drehen, was mehr Strom verbaut.
Meistens ist ein Kabelstrang fest eingebaut, der zum Mainboard (weil ein Mainboard braucht man ja immer). Der Einbau ist wie man es kennt, Schrauben rein und fertig. Je nach Modell gibt es dann noch farbige Lüfter oder LEDs.
Aufpassen bei den Effizienzklassen
Die gibt es von Bronze, über Silber, Gold bis Platinum. Je nach Klasse wird der Preis natürlich höher. Letztendlich kommt es auf den Geldbeutel an, ob man den Aufpreis von 86% Stromeffizienz auf 90% und mehr Stromeffizienz bezahlen möchte. Definitiv ist die kleinste Klasse aber schon einem gewaltigen Sprung nach oben gegenüber einem Netzteil ohne Effizienzklasse. Wozu das? Strom sparen! Je höher die Klasse, desto mehr Eingangsstrom wird auch an das Endgerät umgewandelt, der Rest ist heiße Luft (Elektrotechniker sagen auch gerne: Wirkungsgrad). Es gibt hier einen schönen Artikel bei Wikipedia, für die Interessierten unter euch. Netzteile mit hoher Wattanzahl haben meistens eine höhere Effizenzklasse als die „kleine“ Variante, der Mehrverbrauch will ja auch entsprechend besser optimiert werden.
Wie viel Watt soll's sein?
Abhängig davon, was ihr alles mit Strom versorgen wollt. Mainboard, Grafikkarte(n), DVD/BlueRay Laufwerk, Festplatte(n)...alles frisst Strom. So mancher Hersteller hat einen Kalkulator auf der Webseite zum ungefähren Verbrauchswert. Ihr solltet immer ein paar Watt mehr einkalkulieren. Aber wie so oft: Zu viel ist nur protzen. Wer ein 1000 Watt Netzteil wirklich benötigt, der hat auch vor einer hohen Stromrechnung keine Angst :). Die wenigsten brauchen mehr als 600 Watt bei der Nutzung einer modernen Grafikkarte und 1-2 Festplatten (jedenfalls nach meiner Erfahrung). Natürlich verbraucht das Netzteil nur die Wattmenge, die die Verbraucher anfordern. Der Leerlauf ist aber bei einem 1000 Watt Netzteil höher, als bei einem 600 Watt Netzteil. Andererseits, wenn ihr mehrere Grafikkarten benutzt, können diese Netzteile auch 1200 Watt bereitstellen oder ihr baut je nach Gehäuse 2 dieser Netzteile ein und habt trotzdem wenige Kabel im Gehäuse unterzubringen.
Was noch?
Die meisten modularen Netzteile haben auch genug Adapter für Intel oder AMD Mainboards, sowie PCI-Express Grafikkarten mit mehr als einem Stromanschluss. Aber wie immer: Datenblatt lesen, mit Anforderungen vergleichen. Meistens sind sogar noch SATA auf IDE Adapter dabei, um alte Komponenten zu unterstützen.
Und noch einige Netzteile in der Produktgalerie...
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