Senseo - Guter Kaffee auf Knopfdruck
Binnen der letzten Jahre hat sich der Markt für Kaffeemaschinen deutlich verändert. Gab es früher eigentlich nur Maschinen für Filterkaffee, hat sich die Pad- und Kapseltechnik inzwischen weithin durchgesetzt. In diesem Ratgeber gehen ich der Kaffeepadmaschine “Senseo” auf den Grund und beschäftige mich mit der Frage ob und wann sich ein Kauf lohnt.
Senseo-Maschinen
Der Geschmack
In diesem Abschnitt möchte ich das zentrale Qualitätsmerkmal einer Kaffeemaschine beleuchten: Der Geschmack des gebrühten Kaffees. Ich werde diesen mit herkömmlichem Filterkaffee sowie mit konkurrierenden Systemen (Nespresso) vergleichen.
Nachdem ich eingangs skeptisch war, muss ich sagen, daß der Kaffee aus dem Pad überraschend gut schmeckt - ich habe ihn bislang aus einer Philips Senseo sowie aus einer WMF One Cup getrunken und konnte keinen Unterschied feststellen. Bei beiden Maschinen war das Aroma kräftig und überzeugend. Meiner Ansicht nach ist der Pad-Kaffee deutlich besser und aromatischer als herkömmlicher Filterkaffee. Dies verhält sich allerdings deutlich anders, wenn man zu generischen Pads von der Konkurrenz greift (also nicht den “Offiziellen”). Kaffee, der aus diesen gebrüht war schmeckte bei zwei Versuchen muffig und war nur mit einem großen Schuss Milch zu ertragen. Das Pad scheint also mehr Auswirkung auf den Kaffee zu haben als die Maschine. Im Vergleich zum konkurrierenden Nespresso-System muss man aber bei der Senseo leichte Abstriche machen. Der Geschmack kommt nicht an den der versiegelten Kapseln heran.
Die Handhabung
Die Handhabung der Maschine ist kinderleicht. Die Senseo verfügt nur über drei Knöpfe (An, 1 Tasse, 2 Tassen), die One Cup von WMF sogar nur über einen. Kaffeepads können insbesondere bei der Senseo sehr einfach ausgetauscht werden: Der Einsatz lässt sich an einem Griff herausnehmen und das gebrauchte Pad kann berührungslos in den Müss gekippt werden. Auch die Reinigung ist einfach: Alle schmutzanfälligen Teile können herausgenommen und gesondert gereinigt werden.
Nachteile
Die Pad-Kaffeemaschinen haben im Grunde genommen nur zwei Nachteile, die sie beide für bestimmte Nutzer unattraktiv machen. Erstens kann mit ihnen nur eine begrenzte Menge Kaffee gebrüht werden und dabei nur eine Tasse am Stück. Wer gerne den Vormittag bei einer Kanne Kaffee verbringt ist hier fehl am Platze. Außerdem ist der Preis einer Tasse Kaffee unverhältnismäßig viel höher als bei einer traditionellen Kaffeemaschine - was dem Geschäftsmodell entspricht, das Kaffeemaschinen subventioniert um Profite mit teuererem Kaffee zu machen. Auch das macht die Pad-Maschine für Vieltrinker unattraktiv. Im Gegensatz zur noch teureren Nespresso ist der Preis allerdings noch im Rahmen.
Fazit
Kaffeepadmaschinen wie Senseo und WMF One Cup entstammen dem Trend zu kleineren und Single-Haushalten und sind deren Bedürfnissen gewachsen. Mit wenigen Handgriffen und geringem Zeiteinsatz kann hier eine wohlschmeckende Tasse Kaffee gebrüht werden. Weiterer Vorteil ist der relativ niedrige Preis: Eine Standardmaschine gibt es schon für unter 50 €. Dad Pad System nimmt also quasi eine Zwischenstellung zwischen herkömmlichen Kaffeemaschinen und Nespresso ein, wobei es teurer, aber auch praktischer und wohlschmeckender als normaler Kaffee ist, aber weniger teuer, edel und wohlschmeckend als das elitäre Nespresso System.
Eine Kaufempfehlung kann ich daher für Gelegenheitstrinker aussprechen, die Wert auf Aroma legen und keine große Investition in eine Kaffeemaschine tätigen wollen.
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Aufgenommen:Jul 31, 2010
Fast fertig mit dem Studium, immer ein Auge auf nuetzliche und interessante Produkte!
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