Handys- Vertrag oder Prepaid
Eine sehr lästige Sache beim Handykauf ist stets die Frage, welchen Vertrag man dazu abschließen sollte. Gut, für einige, die sich bereits in einem langjährigen Vertrag befinden, stellt sich diese Frage nicht unmittelbar. Ich möchte aber auch diesen mit diesem Ratgeber, demonstrieren, warum sie ihren Vertrag kündigen und auf einen günstigen Prepaid-Tarif umsteigen sollten.
Smartphones besser mit Internetflat
1. Das Problem mit der Mindestvertragslaufzeit
Ein grundsätzliches Problem bei Handyverträgen ist die 24 monatige Mindestvertragslaufzeit, welche dafür sorgt, dass man sich über einen sehr langen Zeitraum einen Vertrag ans Bein bindet. Wann wäre eine solche Konstellation dennoch attraktiv? Wenn man heute mit hinreichender Wahrscheinlichkeit annehmen könnte, dass die vertraglichen Konditionen auch nach einem Jahr noch attraktiver sind als Angebote für Neukunden oder Prepaid Tarife. Das ist in den meisten Fällen unwahrscheinlich. Auch die EU hat sich kürzlich zu Wort gemeldet, es ist nicht unwahrscheinlich, dass in Kürze deutsche Mobilfunkanbieter gar keine 2-Jahres Verträge mehr anbieten dürfen. Eine Änderung, welche den Verbrauchern zu Gute kommt und ich nur begrüßen kann.
2. Der Mythos: Günstiger Telefonieren mit Vertrag
Ein Mythos, der sich hartnäckig hält ist, dass man mit einem (guten) Vertrag günstiger telefoniert, SMS schreibt und surft. Ohne hier ins Detail gehen zu wollen, möchte ich darauf hinweisen, dass dies ein Irrglaube ist. Wenn Sie das nicht glauben, können Sie sich mit diversen kostenlosen Tarifrechnern im Internet davon überzeugen, dass Prepaid Tarife in der Regel attraktiver sind als Verträge. Auch für Vieltelefonierer sind Prepaid Tarife interessanter geworden, da es diverse Flatrate Angebote gibt, welche Kostenkontrolle noch besser gewährleisten. Ohnehin ist die Kostenkontrolle viel besser bei Prepaid-Tarifen, wo man sich zu jeder Zeit den Guthabenstand des Kontos anzeigen lassen kann.
3. Der Mythos: Prepaid Tarife sind umständlicher als ein Vertrag
Das war in der Vergangenheit ganz sicher so und noch immer bieten viele Mobilfunk-Discounter keine Möglichkeit, das Guthaben auch online aufladen zu lassen. Bei Rewe können die Kunden das Guthaben nur an der Kasse aufladen lassen, das ist natürlich weniger kundenorientiert. Aber das Kalkül dahinter ist irgendwie klar. Jedenfalls gibt es bei seriösen Mobilfunkdiscountern die Möglichkeit, das Guthaben online per Kreditkarte, Lastschrift, PayPal usw. aufzuladen. Viele Anbieter bieten auch eine automatische Guthabenaufladung an, wenn das Guthaben unter einen bestimmten Betrag fällt. Hier sollte man aber darauf achten, dass die Transparenz und Kostenkontrolle gewährleistet werden.
4. Interntflat ja oder nein?
Wenn Sie ein Smartphone besitzen, möchte ich Ihnen einen Internet-Flatrate nahelegen. Diese gibt es bei fast jedem Prepaid Angebot und kostet i.d.R. zwischen 5 und 30 Euro. Die Angebote unterscheiden sich vor allem darin, ab welchem Volumen die Surfgeschwindigkeit auf GPRS Niveau gedrosselt wird. Diese Verlangsamung ist in jedem Fall nervig. Deshalb sollte man messen, wieviel Volumen man monatlich ungefähr verbraucht und eine entsprechende Flat buchen. Nach der Faustformel kann man sagen, dass mobiles Surfen selten mehr als 1 GB im Monat verbraucht, es sei denn sie wollen viel Musik und Videos anhören oder runterladen. Dann können es auch mal mehr werden.
FAZIT: Mit einem Prepaid Tarif fahren Sie in der Regel günstiger als mit einem langjährigen Vertrag und das bei gleichem Komfort und besserer Kostenkontrolle! Viel Spaß beim Telefonieren.
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Aufgenommen:Jul 31, 2010
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