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Anleitung - Angeln mit der Grundmontage
Nachdem ich nun den ein oder anderen Ratgeber über das Angeln geschrieben habe, möchte ich nun tiefer in die Materie gehen und die ein oder andere Angelmethode im Detail beschreiben. Dabei gebe ich meine Erfahrung, welche ich in vielen Jahren, in denen ich dem Hobby nachgehe, gerne an Sie weiter. Somit hoffe ich, Sie bei einer eventuell anstehenden Kaufentscheidung unterstützen zu können, wodurch sie unter Umständen noch mehr Spaß am Fischen haben.
Heute erkläre ich Ihnen im Detail, wie Sie mit der Grundmontage fischen.
Was ist eine Grundmontage
Unter einer Grundmontage versteht der Angler eine Angelmethode, bei welcher sich der Köder auf dem Boden des Gewässers - oder knapp darüber befindet. Der Köder wird also dementsprechend beschwert, damit er durch sein spezifisches Gewicht oder durch die bestehende Strömung keinen so starken Auftrieb bekommt, dass er sich (weit) vom Gewässerboden abhebt.
Warum und wofür nutze ich eine Grundmontage?
Es gibt mehrere Gründe, sich für diese Angelmethode zu entscheiden. Die zwei häufigsten Gründe möchte ich an dieser Stelle im Detail erläutern.
1. Zielfische
2. Strömung
Der zweithäufigste Grund für diese Montage sind die Gewässerverhältnisse - im Speziellen die Strömung. An einem Fluss oder an einem Bach ist das Angeln mit der Pose sehr anstrengend, da der Bissanzeiger (Pose) je nach Strömungsgeschwindigkeit binnen Sekunden zig Meter weit stromabwärts getrieben ist. Ein Biss ist bei starken Strömungen mit Hilfe einer Pose kaum noch zu erkennen.
Was benötige ich für die Grundmontage
Eines ist ganz klar - wir brauchen ein bestimmtes Gewicht, dass den Köder am Boden hält. Vor einigen Jahren gab es hierfür ein oder zwei Gewichtmodelle. Dazu zählten das Grundblei / Laufblei oder das Klemmblei. Heutzutage gibt es hierfür schier unendliche viele Methoden, die uns die Angelindustrie mit all ihren Vorteilen und Besonderheiten schmackhaft machen möchte.
In dieser Anleitung beschreibe ich Ihnen einfache und effektive Montagemethoden und lasse die kleinen (meist nicht unbedingt benötigten) Finessen außen vor, da sie wohl mehr Verwirrung als Klarheit schaffen würden.
Zu allererst benötigt man für die Grundbleimontage eine Angelrute, die ein recht hohes Wurfgewicht besitzt. Je nach Strömungsgeschwindigkeit oder der gewünschten Wurfweite sollte man Gewichte bis zu 60 Gramm montieren und dann auch werfen können. Neben dem Wurfgewicht sollte eine Länge von mindestens 3 Meter gewährleistet sein.
Zwei empfehlenswerte Ruten sehen Sie in nachfolgender Produktgalerie.
Angelruten für die Grundmontage
Die Schnur, welche wir für diese Angelmethode nutzen, sollte je nach Zielfischart und genutztem Wurfgewicht einen Durchmesser von mindestens 0,25mm besitzen. Hinzu kommt auch, dass die Schnur bei einer Grundmontage oftmals über scharfe Steinkanten, welche sich am Gewässerboden befinden, gezogen wird. Daher sollte die Schnur eine gute Abriebfestigkeit aufweisen. Empfehlenswert sind folgende Schnüre:
Angelschnüre
Für den Einsatz einer Grundmontage empfiehlt sich die Nutzung einer Freilaufrolle. Diese kann so eingestellt werden, dass der Fisch die Schnur ohne Widerstand von der Rolle abziehen kann, ohne das der Rollenbügel geöffnet sein muss. Dadurch wird verhindert, dass durch Schnurdrall oder durch Wind ungewollt Schnur von der Rolle gezogen wird, welche sich im schlimmsten Fall verheddert oder verwickelt. Ist ein Biss zu erkennen, kann der Freilauf deaktiviert und der Anschlag gesetzt werden.
Freilaufrolle
Freilaufrolle der Firma Balzer
Und nun zu einem entscheidenden Faktor - das Gewicht. Wir unterscheiden an dieser Stelle zwei Arten von Gewichten. Das Laufblei und das Klemmblei.
Ein Laufblei ist ein Blei, durch welches die Angelschnur hindurch laufen kann. Es 'läuft' also frei auf der Schnur entlang. Dies hat den Vorteil, dass der Fisch den Köder abziehen kann, ohne das Gewicht des Bleies als Widerstand zu spüren.
Ein Klemmbei wird fest auf die Schnur geklemmt. Es kann sich also nicht auf der Schnur hin und her bewegen, sondern sitzt fixiert an einer bestimmten Stelle.
Ein Laufblei ist ein Blei, durch welches die Angelschnur hindurch laufen kann. Es 'läuft' also frei auf der Schnur entlang. Dies hat den Vorteil, dass der Fisch den Köder abziehen kann, ohne das Gewicht des Bleies als Widerstand zu spüren.
Ein Klemmbei wird fest auf die Schnur geklemmt. Es kann sich also nicht auf der Schnur hin und her bewegen, sondern sitzt fixiert an einer bestimmten Stelle.
Wie montiere ich die Grundmontage?
Ziehen Sie ein Laufblei auf die Hauptschnur, knoten Sie diese an einen Wirbel, an welchem Sie wiederum ein Vorfach inklusive Haken anbringen - ja, das war es auch schon. Einfach aber effektiv haben Sie nun Ihre Grundmontage hergestellt. Achten Sie darauf, dass sich das Laufblei auf der Hauptschnur, also vom Haken aus gesehen hinter dem Wirbel befindet. Würde es sich vor dem Wirbel befinden, würde dieser das freie Abziehen der Schnur verhindern, da das Blei an dem Wirbel hängen bleiben würde.
Alternativ können Sie auch ein Klemmblei befestigen. Im Gegensatz zu dem Laufblei kann sich dieses auch auf dem Vorfach befinden.
Wie fische ich mit der Grundmontage
Nachdem Sie Ihre Montage hergestellt haben, werfen Sie den Köder an die von Ihnen gewünschte Position im Gewässer aus. Die Schwierigkeit - wenn wir es einmal so nennen wollen - bei dieser Montage ist die Erkennung eines Bisses, da wir keine Pose haben die unter geht.
Nun hat jeder Angler seine eigene Methode, die Bisse zu erkennen. Beginnen wir mit der High-Tech-Methode, der elektronische Bissanzeiger. Die Rute wird auf dem Bissanzeiger abgelegt, so dass die Schnur auf einer Rolle durch das Gerät hindurch läuft. Zieht der Fisch nun nach einem Biss die Schnur ab, so gibt der Bissanzeiger ein optisches und / oder akustisches Signal von sich. Das gleiche Prinzip in einer anderen Form bieten die Bissanzeiger, welche durch einen Clip an der Rute befestigt werden. Beide Modelle können Sie in nachfolgender Produktgalerie sehen.
Elektronische Bissanzeiger
Die zweite Methode ist das Beobachten der Rutenspitze. Bei dieser Methode wird die Schnur gespannt, so dass sie nicht durchhängt. Schnappt sich nun ein Fisch Ihren Köder und will damit abziehen, so biegt sich die Rutenspitze und Sie erkennen den Biss. Als Nachteil dieser Methode kann man den Widerstand der Rutenspitze nennen, wobei dies fast zu vernachlässigen ist.
Und nun zu der dritten Methode und gleich vorab ein Bild davon:
Bissanzeiger mal anders
Eine handelsübliche Wäscheklammer
Sie fragen sich, was eine Wäscheklammer mit dem Grundangeln zu tun hat? Ganz einfach: Legen Sie Ihre Angelrute, nachdem Sie den Köder ausgeworfen haben, auf einen Ständer, Strauch, Busch oder was auch immer zur Verfügung steht. Ziehen Sie nun die Schnur zwischen zwei Ringen (welche sich an der Rute befinden, durch die die Schnur läuft) nach unten, bis sie am Boden angekommen ist. Nun hängen Sie die Wäscheklammer an die Schnur, so dass die Klammer auf dem Boden liegt. Wenn sich nun die Wäscheklammer nach oben zieht, wissen Sie, dass die Schnur gespannt wird und sich ein Fisch mit ihrem Köder aus dem Staub machen möchte. Sie brauchen nur noch die Klammer von der Schnur nehmen und den Anschlag setzen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim probieren und Petri Heil.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim probieren und Petri Heil.
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