Schöne Sosse für die Pommes - VIERTER STREICH
Pommes. Gold der Mutter Erde. Manche Fanatiker essen die gelben Stäbchen so einfach pur. Ohne etwas drauf. Zugegeben: Die schmecken (wenn denn gut gemacht) natürlich auch so. Knackig. Nackt. Aber was einen echten Feinschmecker ausmacht ist praktisch das Tüpfelchen auf dem i. Oder in Fritten-Sprache übersetzt: Eine Soße oben drauf. Bei Goldstäbchen kann die Sache mit der Soße auch etwas abgewandelt werden. Denn es gibt neben dem Pommes-Pur-Genießer noch drei weitere Typen von Fritten-Genießern. Da wären die gemetzelhaft blutroten Kechtchup-Anhänger. Die engelsweißen Majonaise-Verfechter. Und zuletzt nicht zu vergessen die alles in einen Topf schmeißenden Pommes-Rot-Weiß Fanatiker.
Meine Wenigkeit gehört ins Lager der Ketchup-Tussis. Ketchup, Ketchup über alles. Über jeder Majo in der Welt. Das ist meine Devise. Wobei die Sache mit den Tomaten im Ketchup von mir nicht so eng genommen wird. Es darf auch gerne mal eine scharfe, mit Chili verfeinerte Draufgabe sein. Majo ist quasi Fett pur.
Was mir niemals auch nur im schlimmsten Traum auf meine Fritten kommen würde ist eine dämliche Chemie-Brühe. Vor ein paar Jahren haben gewitzte Erfinder es mal mit grünem Ketchup versucht. War aber schnell wieder aus den Supermarktregalen verschwunden. Der erinnerte eher an atomverseuchte Brühe und schmeckte mindestens genau so ekelhaft. Die einzig gute Nachricht: Im Dunkeln leuchtete der grüne Ketchup (entgegen meinen Erwartungen) glücklicher Weise nicht.
Vor dem Kauf beim Ketchup immer genau auf die Zutatenliste achten. Gute Internetseiten werden vor dem Kauf dazu Auskunft geben können. Bei einem Tomatenmarkanteil von unter 50 Prozent wäre ich vorsichtig. Was sich in diesem Rahmen bewegt sollte eher den Namen "Rote Maispampe" tragen. Discounter-Ketchup hat (kann gerne nachkontrolliert werden) fast immer 30 bis 40 Prozent Tomatenmarkanteil. Da reicht gerade noch aus um das Wort "Tomatenketchup" auf die Packung schreiben zu dürfen. Leider.
100 Prozent Tomatenmark würde übrigens genau so wenig schmecken. Nur das dies nicht falsch verstanden wird. Bei einem guten Ketchup verhält es sich genau so wie bei einem guten Essen. Kein Mensch käme auf die Idee ein Stück Rinderhaxe pur zu essen. Das Ding könnte allenfalls zum Totschlagen des Kochs verwendet werden. Denn der Geschmack wäre fatal. Und somit gehört zum Ketchup wie zur Rinderhaxe die richtige Zubereitung und mit den richtigen Zutaten. 20 bis 30 Prozent Anteil an Zutaten halte ich für angemessen. Was so 70 bis 80 Prozent Tomatenmark im Ketchup entsprechen würde.
Darüber hinaus gibt es Ketchups in vielen Geschmacksrichtungen. Kinder lieben eher die süße Variante. Ein gewisser Curryanteil macht die Tomatensuppe eher pikant. Das muss einfach im strengen Selbstversuch ausgetestet werden.
Bei der Packungsgröße halte ich es mit einer Variante von 500 bis 800 Millilitern. Darüber hinaus lässt sich die Flasche oder Tube kaum noch halten. Der Ketchup dickt irgendwann ein. Setzt sich als Krüstchen nicht nur am äußeren, sondern gleich noch unsichtbar am inneren Rand fest. Und den 12 Kilo Eimer empfehle ich im Maximalfall echten Ketchupfans. Da könnte man sich bei der Riesenmenge fast komplett in der roten Brühe baden.
Ich hoffe mal einfach, daß ich mit meinem Kleinen Leitfaden für die "Besten Pommes der Welt" etwas weiterhelfen konnte. Wer erst beim vierten Teil angefangen hat zu lesen, dem empfehle ich gerne die Einleitung, sowie Zubereitungstipps und Serviervorschläge genauer zu studieren. Aber wie heißt es doch so schön? Probieren geht über studieren. In diesem Sinne: Guten Hunger !
Margarita88 für Shopping.com
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