Stativ Ratgeber - Wie viel sollte man für ein Stativ investieren?
Im folgenden Artikel möchte ich billigere Stative mit teureren vergleichen und die Unterschiede hervorheben. Billiger Stative gibt es schon ab 15 Euro, aber die Preise gehen hoch auf über 100 Euro.
Lohnt sich die Investition?
Erst einmal die Frage, braucht man eigentlich überhaupt ein Stativ? Mit einem Stativ kann man bessere Aufnahmen bei Dämmerung oder Nacht machen, da Bilder nicht verwackeln, sondern scharf werden. Zudem ermöglicht ein Stativ Langzeitaufnahmen. Auch bei der Videofunktion kann das Stativ von Vorteil sein, wenn man von einem festen Ort filmt, da so die Kamera nicht immer hin und her wackelt. Außerdem kann man Aufnahmen von sich selbst machen.
Ein Stativ, welches ich hier vorstellen möchte ist das Bilora A245 Perfect Pro Travel Stativ. Das andere ein einfaches Hama Stativ 75. Natürlich ist klar, dass ein Stativ von Bilora für rund 65 Euro einem Hama Stativ für 15 Euro deutlich überlegen ist. Ich möchte daher lediglich die Vorteile eines hochwertigeren Stativs herausstellen und so dem ein oder anderen bei seiner Entscheidung helfen.
Das Hama Stativ lässt sich sehr leicht aufbauen, man muss 3x3 Schnallen öffnen, die Füße herausziehen und die Schnallen wieder schließen, schon ist das Stativ aufgebaut – sehr schnell und praktisch. Auch die Höhe ist angenehm hoch und das Gewicht relativ niedrig. Für eine Kompaktkamera sehr gut geeignet und normalerweise völlig ausreichend. Doch für eine Spiegelreflexkamera? Das niedrige Gewicht hat auch Nachteile, so steht das Stativ nämlich nicht ganz so stabil.
Das Bilora Stativ dagegen ist schwerer und es lässt sich zusätzlich beschweren und somit stabiler machen, in dem man an einen Haken, der sich an der mittleren Stange (auf der die Kamera sitzt) ein Gewicht, z.B. eine Tasche befestigen lässt. So ist das Stativ schön stabil und kann nicht einfach durch einen starken Windstoß umfliegen. Auch das Stativ selbst ist etwas stabiler konstruiert und sogar noch etwas höher (145 cm statt 125 cm). Dazu kommt, dass sich das Bilora Stativ deutlich kleiner zusammenlegen lässt, was auch mehr Aufwand beim auf- und abbauen bedeutet, aber eben auch, dass es leichter in einen Rucksack passt.
Ein weiterer Vorteil des Bilora Stativs ist, dass es über einen Schnellspanner verfügt. Das bedeutet, es gibt eine kleine Platte, welche man unten an die Kamera schraubt. Diese lässt man in der Regel dran und wenn man das Stativ benutzen will, so muss man nur die Platte kurz wieder einspannen und kann fotografieren. Gut ist auch, dass das Bilora Stativ im Gegensatz zum Hama 75 über einen Kugeldrehkopf verfügt, so dass sich die Kamera beliebig drehen und feststellen lässt. Eine Wasserwaage fehlt leider (bei beiden Modellen), aber man kann kleine Wasserwaagen auch dazu kaufen.
Aus meiner Sicht ist das Bilora Travel Stativ ein sehr gutes Stativ, welches einem viele Möglichkeiten bietet, stabil konstruiert ist und im Rucksack transportiert werden kann. Das Hama Star 75 Stativ ist kein schlechtes Stativ, aber es verfügt über deutlich weniger Funktion und auch weniger Stabilität. Insgesamt hängt es von der Kamera und von der Häufigkeit ab, mit der man ein Stativ benutzen möchte - und natürlich von der Art und Weise.
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