Hilfe! Mein Baby leidet unter Verstopfung.
Eltern leiden sehr darunter, wenn ihr Kind unter Verstopfung leidet.
In diesem Ratgeber möchte ich gerne beschreiben, was man unter Verstopfung versteht und wie man sie erkennt, was man im Rahmen des täglichen Lebens dafür tun kann, um diese zu vermeiden und welche Medikamente wirksam eingesetzt werden können, wenn andere Maßnahmen nicht greifen.
1.) Was versteht man unter Verstopfung bei Babys und Kleinkindern
Die Zeit, die von einem Stuhlgang bis zum nächsten vergeht, kann bei Babys sehr unterschiedlich sein. Es gibt Babys, die nur alle 3 - 4 Tage Stuhlgang haben und denen es bestens geht. Es ist insbesondere zu beachten, dass Kinder, die gestillt werden, teilweise sehr selten Stuhlgang haben. Gestillte Kinder haben teilweise nur alle 10 Tage Stuhlgang.
Woran erkennt man nun, dass das Baby unter Verstopfung leidet?
1.) Der Stuhl ist kugelförmig und hart
2.) Das Baby muss beim Stuhlgang stark pressen
3.) Das Baby ist gereizt und weinerlich
4.) Das Baby hat Bauchschmerzen
Welche Ursache hat die Verstopfung?
Stillbabys haben sehr selten Verstopfung, weil die Muttermilch spezielle Stoffe enthält, die die Verdauung erleichtern.
Oftmals tritt die Verstopfung mit dem Einführen von industrieller Babymilch oder Beikost auf.
Tritt beim Baby öfter eine Verstopfung auf, sollte man unbedingt einen Arzt konsultieren, um körperliche Ursachen auszuschliessen. In der Regel sind aber die Ernährung bzw. die Unreife des Verdauungssystems im 1. Lebensjahr Grund für die Verstopfung.
Was kann man gegen Verstopfung beim Baby tun?
1.) Bei Flaschenbabies kann es bei häufiger Verstopfung helfen, von einer 1-er oder 2-er Nahrung auf eine Pre-Milch umzusteigen, eventuell auch eine andere Marke ausprobieren.
Für Babys mit Verdauungsbeschwerden und Verstopfungsproblemen gibt es Aptamil Comfort. Es wirkt stuhlauflockernd und verdauungsregulierend und enthält patentierte Prebiotics nach dem Vorbild der Muttermilch. Durch speziell aufgespaltetes Eiweiß ist Aptamil Comfort leichter verdaulich.
3.) Spezielles Babywasser zur Herstellung von Flaschennahrung statt Leitungswasser verwenden.
4.) Bei Beikostkindern sollte man auf Produkte ausweichen, die stuhlregulierend oder stuhlauflockernd wirken (ist auf den Babygläschen vermerkt). Stuhlfestigende Nahrung wie Karottenbrei oder Banane sollte man tunlichst vermeiden. Gute Alternativen als Anfangsgläschen sind z.B. Breie mit Pastinaken, Apfelmus oder Pfirsich.
Ein Löffel Öl in die Babynahrung gerührt kann den Stuhl weicher machen (Babygläschen enthalten in der Regel ohnehin zu wenig Öl).
Je nach Alter kann es auch nochmals sinnvoll sein, den Beikostbeginn nach hinten zu verschieben (Es ist ausreichen zwischen dem 6. - 8. Lebensmonat mit Beikost zu beginnen).
Eines ist aber ganz ganz wichtig. Laßt Euer Kind nicht leiden. Doktort nicht tagelang herum, um herauszufinden, welche Maßnahmen bei Eurem Kind zu einem weicheren Stuhl führen, sondern helft Eurem Kind sofort, wenn es Beschwerden wie Bauchweh etc. hat.
In der Apotheke gibt es wirksame Mittel, die das Problem beheben:
Diese Zäpchen werden in der Regel vom Arzt bei Verstopfung verschrieben (weil es die günstigsten sind). Diese werden in den Popo eingeführt. Das enthaltene Glycerin löst sich auf, sodass der Stuhl besser "flutschen" kann. Allerdings hilft dieses Mittel nur bei leichter Verstopfung gut und es dauert auch relativ lange, bis die Wirkung eintritt (ca. 1 Stunde).
Microklist Klistiere sind etwas teurer als die Zäpfchen helfen aber schnell und zuverlässig. Die Anwendung ist einfach und für das Baby schmerzlos. Die Spitze einer Tube wird in den Popo des Babys eingeführt und ein Gleitmittel eingebracht. In der Regel kommt dann der Stuhl nach 5 - 20 Minuten.
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