Alles für einen guten Start in den Kindergarten
Ein guter Start in den Kindergarten beginnt früh, nämlich mit der Wahl des passenden Kindergartens für das Kind. In kleinen Gemeinden, in denen es nur einen Kindergarten gibt, ist das natürlich kein Thema, in größeren Ortschaften und Städten ist das Angebot oft sehr groß und reicht von städtischen, kirchlichen, Waldorf-Kindergärten bis hin zu Waldkindergärten u.v.m.
Hier ist es wichtig sich darüber klar zu werden, was man für sein Kind möchte. Hier stellen sich erst einmal einige grundsätzliche Fragen:
- präferiert man grundsätzlich ein offenes oder geschlossenes Konzept. Ein offenes Konzept mit freiem Übergang zu anderen Gruppen wird für ein zurückhaltendes Kind wohl eher weniger geeignet sein, für ein bereits schon sehr selbständiges Kind aber schon.
- wie wichtig ist einem die religiöse Erziehung
- benötigt das Kind zusätzliche Aufmerksamkeit/besondere Förderung
- wie weit bin ich bereit maximal zu fahren
Bereits zum Zeitpunkt der Geburt sollte man sich darüber informieren, wie in der jeweiligen Gemeinde das Anmeldeverfahren abläuft. Es gibt Gemeinden, bei denen die Plätze streng nach dem Zeitpunkt der Anmeldung vergeben werden (dann heißt es, so bald wie möglich anmelden), andere Gemeinden haben zentrale Anmeldetage, bei denen die Plätze ab September vergeben werden.
Da Kindergartenplätze in vielen Gemeinden leider Mangelware sind, empfiehlt es sich, mehrere Kindergärten auszuwählen, die für einen in Frage kommen und - sofern möglich - mehrere Kindergartenanmeldungen vorzunehmen.
Woran erkennt man nun einen guten Kindergarten:
- Es gibt mind. 2 Erzieherinnen pro Gruppe (mit max. 25 Kindern), für den Krankheitsfall steht Vertretungspersonal zur Verfügung
- Die Kinder haben genügen Platz im Kindergarten, es gibt unterschiedliche Bereiche (z.B. Bauecke, Puppenecke, Leseecke) in die sich die Kinder zurückziehen können.
- Bei Schlechtwetter gibt es auch im Innenraum ausreichend Platz um sich auszutoben
- Der Kindergarten verfügt über ein schönes und großes Außengelände
- Es gibt einen klar strukturierten Tagesablauf, der genügend Freiraum zum Freispielen läßt
- Bei Eintreffen im Kindergarten werden bereits Aktivitäten angeboten (z.B. Basteln)
- Es werden weitere Aktivitäten außerhalb des Standardprogramms angeboten wie Waldtage, Bastelnachmittage mit den Eltern o.ä.
- Der Kindergarten, insb. die sanitären Anlagen sind ordentlich und sauber
- Die Kinder können jederzeit auf Snacks und Getränke zugreifen
- Der Kindergarten sieht ausreichend Eingewöhnungszeit für die Kinder vor.
- Besichtigt den Kindergarten im laufenden Betrieb und nicht am Tag der offenen Tür oder nachmittags, wenn wenig los ist.
- Nutzt alle Informationsquellen, insbesondere Eltern, die bereits Kinder in dem Kindergarten haben.
- Wenn ihr an einem Kindergarten wirklich Interesse habt, vereinbart 1 oder 2 Schnuppertermine (dann könnt ihr wirklich sehen, wie Euer Kind auf die Umgebung reagiert und sich zurechtfindet)
Wenn es dann wirklich auf den Kindergartenstart zugeht, empfiehlt es sich, das Kind mit Hilfe von Büchern und Spielen mit dem vertraut zu machen, was im Kindergarten auf es zukommt (Empfehlungen hierzu s.u.)
Zur Eingewöhnung folgender Tipp (sofern es keine festen Vorgaben seitens der Einrichtung gibt): Ich bin mit meiner großen Tochter (die im übrigen immer sehr ängstlich war) bereits Wochen vor Kindergarteneintritt jeweils 1 Stunde pro Woche mit ihr in den Kindergarten gegangen. Als dann der tatsächliche Kindergarteneintritt anstand, verlief alles problemlos (ohne Heulen und Klagen).
Nicht zuletzt benötigt ein Kindergartenkind auch noch einiges an Ausstattung. Hier möchte ich Euch im folgenden einige Produkte beispielhaft vorstellen, die sich bei uns bewährt haben.
In der Kindergartentasche finden Brotdose, Trinkflasche, ein kleines Schmusetier und evtl. Brillenetui oder Schnuller Platz. Man sollte darauf achten, dass ein ausreichend großes Modell gewählt wird. Es gibt sie in allen Farben und Formen und mit allen beliebten Kinderhelden.
Man sollte für sich auch die Überlegung anstellen, ob man eine Kindergartentasche und/oder einen Kindergartenrucksack anschaffen möchte. Ein Rucksack ist auf jeden Fall praktisch, sobald die Kinder ins Freie gehen (z.B. am Waldtag). So baumelt nichts im Bereich der Arme herum.
Auch Brotdosen für den Kindergarten gibt es in zahlreichen Designs. Es empfielt sich hier noch die Anschaffung kleinerer Mini-Vorratsdosen (z.B. für Obst - und Gemüsestücke), da es nicht so appetitlich ist, wenn diese direkt neben dem Brot liegen.
Auch wenn im Kindergarten Getränke angeboten werden, benötigt das Kind für Ausflüge / Waldtage etc. eine Trinkflasche. Besonders bewährt haben sich für uns die Sigg Flaschen, da diese sehr haltbar, gut zu reinigen und für die Kinder leicht zu öffnen sind und es sie in vielen Designs gibt, die die Kinder lieben.
Die meisten Kindergärten fordern für die Kinder nur eine Matschhose an. Ich empfehle aber dringend, einen kompletten Regenanzug zu kaufen (sonst darf man ständig die Jacke waschen). Mit den Regenanzügen der Firma Playshoes habe ich sehr gut Erfahrungen gemacht. Es gibt sie gefüttert (klasse für den Winter) und ungefüttert. Wir kaufen jeweils beide Varianten. Damit es nicht zu teuer wird, kann man auch ruhig eine Größe größer kaufen.
Auch Gummistiefel sind für den Kindergarten ein absolutes Muss. Andere Schuhe gehen im Garten in kürzester Zeit kapputt.
Für den Winter empfehlen sich gefütterte Gummistiefel (Snowboots). Tipp: Lillifee Snowboots frühzeitig kaufen. Die Größen 28-29 sind immer extrem schnell ausverkauft.
Für das Spielen im Innenbereich benötigt das Kind ein paar Hausschuhe.
Zum Turnen werden ein paar Gymnastik/Ballettschuhe benötigt
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