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Scraper, Kratzbilder - ein nettes Hobby

 

So genannte Scraper oder Kratzbilder gibt es in Deutschland seit einigen Jahren. Wirkliche Bekanntheit erlangt haben sie dennoch noch nicht. Ich möchte hier dennoch erläutern, wieso es sich dabei um ein interessantes Hobby handelt, und, welche Arten von Scrapern es gibt und was man beachten muss.

Verschiedene Ausführungen

Allgemeines
Scraper oder Kratzbilder gibt es von verschiedenen Firmen und in der Preisklasse zwischen zwei und fünfzehn Euro. Es gibt sie in allen möglichen Größen, vom Postkartenformat oder sogar noch kleineren Motiven bis hin zu Bögen in DIN A 3 oder größer. Auch die Feinheit der Motive variiert von sehr groben, einem Piktogramm oder Symbol ähnlichen Bildern, bis hin zu extrem feinen Szenerien, die an bekannte Gemälde angelehnt sind. Da ist für alle Altersgruppen etwas dabei. Denn auch die dargestellten Themen variieren: Neben den bereits genannten Replikas von Gemälden gibt es als Motive verschiedenste Tiere, Landschaften, Architektur, Menschen, mythologische oder religiöse Szenen (Engel, Meerjungfrauen, Einhörner) oder aber auch gewöhnliche Stillleben von Blumen. Dies ist nur ein kleiner Einblick in die große Spanne der Scraper-Motive.

Inhalt eines Sets
Was nun erhält man, wenn man einen Scraper kauft? In der gewöhnlich aus einer flachen Pappe bestehenden Verpackung befindet sich ein schwarzes Blatt (oder aber auch meherere). Bei genauerer Betrachtung ist es eine graue Pappe, die vorderseitig mit einem schwarzen Material, das gummiartig erscheint, überzogen ist. Die Rückseite ist frei, woran ich auch erkennen konnte, dass eine graue Pappe die Basis ist. Auf der schwarzen Seite sind in feinem Dunkelgrau Linien vorgegeben. Kratzt man die schwarze Schicht ab, sieht man, dass sich darunter eine Metallfolie befindet. Diese kann verschiedenste Farben haben.

Außerdem in der Packung ist ein Stift mit einer Metallspitze. Diese ist natürlich ein wenig scharf, allerdings denke ich schon, dass Kinder ab sechs Jahren damit zurecht kommen könnten. Diesen Stift verwendet man, um die Linien aus der schwarzen Masse heraus zu kratzen. Tut man dies, sieht man an den Stellen die hintergründige Metallfolie hervor blitzen. Ein Bild entsteht, und die helle Metallfolie leuchtet sehr stark im Kontrast zum schwarzen Überzug, der sich natürlich noch drum herum befindet. Gerahmt macht das schon einen schönen Eindruck.

Was man allgemein beachten muss
Wie bereits angemerkt ist der Metallkratzer etwas scharf. Zu kleine Kinder sollte man damit nicht alleine lassen.

Außerdem kann der schwarze Überzug des Bildes leicht beschädigt werden, wenn man beispielsweise mit dem Fingernagel daran hängen bleibt. Das gibt dann unschöne Kratzer. Man muss mit der Platte also vorsichtig umgehen.

Nun möchte ich also drei verschiedene Scraper-Produkte genauer vorstellen.

Scraper Kupfer groß, Motiv Tiger
Bei dem "Scraper Kupfer groß - Tiger" handelt es sich um einen Scraper mit einem, wie man schon sieht, Tigermotiv. Man sieht zwei Tiger in natürlicher Umgebung, die allerdings eher angedeutet wird. Dennoch finde ich die Bildkomposition gelungen. Die Metallfolie, die freigekratzt wird, und die sich somit logischerweise zwischen der grauen Hintergrundpappe und dem schwarzen Wachsüberzug befindet, ist kupferfarben. Hier muss man etwas Besonderes veachten! Kratzt man zu stark, kann die kupferne Farbe beschädigt werden! Die Folie als solche ist darunter wohl silbern. Das heißt, zu stark gekratzte Stellen werden silbern statt kupfern. Dies kann dann unter Umständen ein sauberes Gesamtbild zu nichte machen. Das muss man bei kupferfarbenen Scrapern beachten. Wobei es auch Hersteller gibt, bei denen die Farbe wirklich durchfärbt ist. Da gibt es das Problem nicht, jedoch weiß man das gewöhnlich nicht vorher, also sollte man vorsichtig sein, wenn man sein Bild nicht zerstören möchte.

Scraper Silber Meerjungfrau

Beim "Scraper Silber Meerjungfrau" handelt es sch um einen silberfarbenen Scraper. Die Scraper mit silberner Folie waren die ersten Scraper überhaupt, noch vor den kupfer- und goldfarbenen. Ich finde, dass bei silbernen Motiven der Kontrast zum Schwarz besonders schön aussieht. Hier muss man aufgrund der hellen Farbe aber auch besonders auf eine saubere Arbeit achten. Kratzt man zu wenig weg, bleiben dunkle Schlieren vom schwarzen Überzug und das Silber glänzt nicht gut genug. Kratzt man aber zu heftig, kann es sein, dass man die Pappe durchsticht, dann ist die Stelle auch nicht mehr leuchtend silbern, sondern pappgrau. Es empfiehlt sich, vorsichtig anzufangen und allgemein, sich erst an grobere Stellen zu wagen, bevor man sich an die Feinheiten des Motivs macht. Bei der Meerjungfrau hier beispielsweise sollte man beim Boden anfangen, da Fehler hier nicht so auffallen. Insgesamt ist es ein nicht ganz so feines Motiv, verglichen beispielsweise mit den sehr filigranen Tigern. Dennoch finde ich es sehr ästhetisch und gelungen. Es ist durchaus auch für ältere Menschen zu empfehlen.

Scraper Regenbogen-Kratzbild Seepferdchen
Eine ganz neue Entwicklung bei den Scrapern sind die so genannten "Regenbogen-Scraper". Eigentlich ist es nicht weiter originell, denn es hat sich einfach nur die Farbe der Folie geändert, hier in bunte Regenbogen-Farben. Motive wie Papageien oder Tropenfische wirken dadurch sehr freundlich. Allerdings sind die bunten Farben nicht dem Motiv angepasst, sondern willkürlich. Das heißt, das Motiv bekommt irgendwie etwas eher Schemenhaftes, Holzschnittartiges. Statt Lebensnähe findet man hier eher etwas Symbolhaftes vor, doch auch das kann interessant sein. Das Regenbogen-Kratzbild "Seepferdchen" zeigt eine eher grobe Tropen-Unterwasser-Szenerie. Man sieht zwei Seepferdchen, zwei detailliertere Tropenfische, schattenartig einige anderen Fische im Hintergrund, außerdem Korallen und ein paar Muscheln am Rand. Die Gestaltung finde ich gelungen, wenn auch ein wenig grob. Doch dies unterstreicht auch wieder die leicht abtrahierte Wirkung.

Insgesamt finde ich alle der drei hier vorgestellten unterschiedlichen Scraper interessant. Die Arbeit ist immer dieselbe, nur das Resultat sieht doch immer sehr unterschiedlich aus. Für Menschen, die die Optik mögen, sich die Zeit in Innenräumen vertreiben wollen, oder aber auch für Kinder, die Handarbeit mögen, sind Scraper allgemein sehr zu empfehlen.

In meiner persönlichen Rangliste steht von den hier angegebenen Motiven übrigens die "Meerjungfrau" ganz oben, gefolgt von den "Seepferdchen" und zuletzt den "Tigern".


Mitgliedsdetails

hopatrick

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Aufgenommen:Mai 11, 2010

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