Zeckenbiss und was man dagegen tun kann
Es wird wieder wärmer: Frühling und Sommer sind die Zeit, in der wir gerne viel Draußen sind. Sei es zum Erholen, zum Sport oder einfach nur so zum Spazieren gehen im Wald: Frische Luft tut gut!
Doch leider birgt der Aufenthalt im Freien einige Gefahren: Neben den nervigen aber meist eher harmlosen Mücken, sind Zecken eine immer ernster werdende Gefahr.
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Ich selbst hatte letztes Jahr gleich zwei Stück, die sich in meiner Kniekehle und an meinem Bauch festgesetzt hatten. Glücklicherweise waren sie noch recht klein und hatten daher noch nicht mit dem Blut-saugen begonnen.
Über Zecken
Die Zecken Hauptzeit ist von Mai bis Juni und im Spätsommer und im Spätsommer. Besonders im Wald, aber auch auf Feldern und Wiesen sind Zecken sehr verbreitet. Da sie sehr lange auch ohne Nahrung auskommen, sind sie sehr gefährlich, sobald es etwas wärmer wird, da sie ab etwa 7-8 grad auf Nahrungssuche gehen.
Am häufigsten trifft man hier zu Lande wohl auf den „Holzbock“
Diese Zeckenart ist wie alle anderen Zecken mit einem Mundwerkzeug ausgestattet, das zuerst zum Stechen und danach zum Saugen des Blutes seines Wirts benutzt wird.
Da das “Mundwerkzeug“ mit Widerhaken versehen ist, ist das Entfernen einer Zecke nicht einfach, besonders, weil man aufpassen muss, dass man sie einerseits nicht zerquetscht und andererseits keine Reste in der Stechwunde verbleiben dürfen, damit sich die Stichstelle nicht entzündet und nicht unnötig viele Krankheitserreger in die Wunder bzw. den Körper gelangen können. Denn neben FSME (Viren) können Zecken auch Borreliose (Bakterien) übertragen, gegen die es (noch) keine wirksame Impfung gibt. Hier ist dann die Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Eine Infektion mit FSME kann im Extremfall tödlich enden durch eine Hirnhautentzündung oder gar einer Gehirnentzündung. Doch auch eine bleibende Lähmung ist möglich und tritt bei etwa 20% der betroffenen FSME-Infektionen auf.
Schutz
Der Schutz vor Zeckenbissen sollte daher Immer die aller höchste Priorität haben. Besonders, wer sich viel in freier Natur oder im Wald aufhält, ist gefährdet und sollte stets darauf achten, nicht unnötig von den Waldwegen abzukommen, durch Gebüsche zu laufen und Daheim den Körper nach Zecken absuchen.
Lange Hosen, lange Ärmel, Mützen und co. bieten eben so wie Zeckenabwehrmittel wie zum Beispiel Anti Zecken Spray einen gewissen Schutz, doch wandern Zecken, sobald sie einmal auf einem Körper gelangt sind besonders an warme, feuchte Körperregionen wie Kniekehlen, Achseln und auch an den Haarsansatz. Hier sollte man also besonders gründlich schauen!
Wenn es zu spät ist
Hat man eine Zecke bei sich gefunden, so sollte man anfangs vor allem eines tun: Ruhe bewahren und keine Hektik aufkommen lassen. Man sollte nur möglichst rasch versuchen, die Zecke vorsichtig komplett zu entfernen. Dafür bitte keinen Klebstoff verwenden! Das Stresst die Zecke und sie „spuckt“ sozusagen alles wieder aus –direkt in die Wunde…
Mit einer Pinzette für Zecken oder der „Zeckenkarte“ kann man sie am ehesten entfernen. Einfach zwischen dem Kopf der Zecke und der Bissstelle vorsichtig anpacken und die Zecke gegen den Uhrzeigersinn herausziehen. Es darf nichts in der Wunde verbleiben, die ich sicherheitshalber nachträglich gründlich desinfizieren würde.
Keine scheu vorm Arzt
Ist es zu spät und man wurde gebissen, hat die Zecke entfernt und dabei eventuell einen Fehler gemacht und die Zecke nicht vollständig entfernt oder sieht die Bissstelle nicht gut aus, so sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. Besonders bei Kindern sollte man hier auch vorsichtig sein.
Sobald man sich unsicher ist, würde ich dringend dazu raten, zum Arzt zu gehen. Lieber einmal zu viel beim Arzt, als einmal zu wenig.
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