Ratgeber
Worauf man beim TFT-Monitorkauf achten sollte
Ein TFT-Monitor ist ein LCD-Monitor in meist sehr schmaler, flacher Bauform, der mit Hilfe der LCD-Technik (Liquid Kristall Display / Flüssigkristalltechnik) das anzuzeigende Bild erzeugt. Im Vergleich zu den alten Röhrenmonitoren sparen diese auch gerne Flachbildschirm genannten Geräte viel Platz auf dem Schreibtisch.
Sie haben darüber hinaus einen geringen Stromverbrauch und eine sehr Augen schonende Bilddarstellung. Auch sind sie deutlich Strahlungsarmer, als die alten Röhren Monitore.
Weil man einen TFT meist länger hat, als einen PC und dieser meist einige Computergenerationen überdauern soll, empfiehlt es sich, stets einen guten Monitor zu kaufen, anstatt jedes mal einen neuen. Deshalb sollte man unbedingt auch auf die Qualität und die Anschlussmöglichkeiten achten. Dazu später mehr.
Allgemeines:
TFT's sollten stets mit ihrer sogenannten nativen Auflösung (stets höchste Auflösung) betrieben werden, damit das Bild scharf dargestellt wird. Kleinere Auflösungen sind natürlich einstellbar, werden dann aber entweder in der Bildmitte mit schwarzen Rändern am Rand (Meist mit "Full" im Monitor-OSD gekennzeichnet) dargestellt oder auf die ganze Bildschirmgröße gestreckt (wird meist mit "Aspect" bezeichnet) angezeigt (Dies ist bei den meisten Geräten Einstellbar und wird auch auch "Interpolation" genannt). Zum Beispiel Schrift wirkt dann sehr unscharf. Eine höhere Auflösung als die native Auflösung ist an einem TFT nicht darstellbar und daher meist auch nicht Einstellbar.
Normalerweise gilt: Je größer der Bildschirm, desto größer ist auch die Auflösung. Je höher wiederum die Auflösung ist, umso mehr Platz hat man effektiv auf dem Bildschirm für offene Anwendungen und zum Beispiel eMails, Chatfenster, etc.
Die allermeisten TFT's haben heutzutage Seitenverhältnisse von 4:3 oder das sogenannte Widescreen-Format mit einem Seitenverhältnis von 16:10. Letztere sind besonders gut geeignet, um Filme am PC / Mac zu schauen, da Filme meistens im Breitbildformat zur Verfügung stehen und so die schwarzen Balken nicht so viel Platz schlucken. Hier muss man jedoch stets damit leben, dass die tatsächliche Bildfläche beim direkten Vergleich mit 4:3 Bildschirmen kleiner ist.
Bei praktisch allen angebotenen TFT's werden verschiedene Technische Eigenschaften angegeben. Darunter fallen einerseits die Anschlussmöglichkeiten, andererseits die Betrachtungswinkel, die Reaktionszeit, etc.
Das wichtigste hier kurz erklärt:
- Der Betrachtungswinkel gibt den Winkelbereich an, aus dem man das Bild klar und ohne Farbverfälschungen sehen kann. Wenn man mal zu Zweit vor dem TFT sitzt oder gerne mal die Sitzposition wechselt, sollte man hier unbedingt auf große Betrachtungswinkel achten.
Im Laden kann dies sehr einfach testen. Am besten geht dies, wenn ein starres Bild angezeigt wird (zum Beispiel der Windows Desktop). Nun einfach mal direkt vor den Monitor stellen, den Monitor einmal einstellen und dann etwas nach Links und Recht bewegen bzw. auch etwas Hoch und Runter bewegen. Ändert sich die Farbe, besonders an den Rändern, sehr stark, so ist der Monitor weniger zu empfehlen.
- Die Anschlussmöglichkeiten ?Achten Sie darauf, dass der neue Monitor nicht nur den älteren, analogen VGA-Anschluss hat, sondern mindestens auch einen DVI- oder HDMI-Anschluss besitzt. Über diverse Adapter lassen sich am DVI-Anschluss, der bei Computer-TFT's sehr verbreitet ist, auch ohne Probleme ein HDMI Kabel oder ein Mini- / Displayport Kabel anschließen. Diese Adapter sind auf jeden Fall günstiger als ein neuer Monitor und als Zubehör in eigentlich jedem Computerladen zu erstehen.
Wer einen BluRay-Player am TFT anschließen möchte, sollte neben der dafür sinnvollen Auflösung von 1920x1080 Pixeln (FULL HD Auflösung) auch auf die Unterstützung für den Kopierschutz HDCP (High Definition Copy Protection) achten.
- Die Reaktionszeit ist heutzutage eigentlich bei allen Neugeräten absolut OK.?
Ausnahmen sind eventuell Altgeräte oder extrem Billig angebotene Ladenhüter. Computerspieler sollten hier stets auf niedrige Werte achten.
- Die Bildqualität: Generell haben die teureren TFT's mit IPS-Panel eine deutlich bessere Bildqualität, als die günstigen TN-Film Displays, die stets sehr günstig zu erstehen sind. Bestes Beispiel wäre hier das Apple iPad.
Generell jedoch haben insbesondere LED-Displays ein breiteres Farbspektrum und sind auch meist dünner, als die vorigen Generationen mit Leuchtstoffröhren bzw. Kaltlichtkathoden (CCFL).
- Die Monitorgröße: Im Büro reichen meist 17" oder 19" Geräte aus. Daheim ist ein 22" TFT meiner Meinung nach das Optimum, wobei es hier sehr stark auf dem Abstand zum Gerät ankommt.
Einen bestimmten Monitor kann man meiner Meinung nach nicht empfehlen. Zu unterschiedlich sind einerseits die Ansprüche, andererseits aber auch die Augen.
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