Tipps zur Selbstverteidigung
Selbstverteidigung im Notfall
Wer hat das noch nicht erlebt: Man ist Abends unterwegs und auf dem Gehweg kommt einem eine dunkle Gestalt entgegen. Schlagartig geht der Puls hoch.
Gerade, wenn man alleine Unterwegs ist, hat man schnell ein ungutes Gefühl.
Solche Situationen vermeiden
Generell gilt es, solche Situationen ganz einfach zu vermeiden. Kein Familienmitglied, kein Freund und kein Arbeitskollege sollte es ablehnen, wenn sich jemand unsicher fühlt und Abends um Begleitung bittet. Auch Taxifahrer warten in der Regel vor der Haustür, bis insbesondere Frauen hinter der Wohnungstür verschwunden sind.
Ähnliches habe ich auch schon als Bus-Benutzer erlebt, nach dem eine junge Dame den Busfahrer gebeten hatte, kurz zu warten, bis sie 20 – 30 Meter weiter hinter der Wohnungstür verschwand. Eine kleine Geste, eine halbe Minute warten, aber für die junge Dame sicherlich eine echte Erleichterung. Einen solchen Beitrag kann so ziemlich jeder von uns leisten und sollte stets eine Selbstverständlichkeit sein. Denn zwei Menschen werden eher nicht angegriffen, angepöbelt oder gar vergewaltigt, als einer alleine.
Manchmal aber lässt sich das nicht vermeiden, insbesondere, wenn man einen weiteren Heimweg hat, zum Beispiel von der Bushaltestelle oder einem Bahnhof. Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, bestellt sich einfach ein Taxi, auch, wenn das dann ein paar Euro kostet und der weg nicht weit ist. Sicherheit geht vor: Und das Immer !
Im Zweifelsfalle: Keine Panik!
Wird man verfolgt oder kommt einem jemand unbekanntes entgegen, so muss das nicht zwangsläufig ein größeres Problem sein oder werden. Fühlt man sich dennoch unwohl, so würde ich im Zweifelsfalle die Straßenseite wechseln. Ist ein Wohnhaus in der Nähe so kann man gut „faken“, in dem man an die Tür dort hin geht und so tut, als würde man klingeln. Auch kann man im Falle des Falles präventiv die Polizei rufen, je nach Situation.
Verhält sich der Verfolger bzw. „Andere“ auffällig, so würde ich wirklich klingeln und dort um Eintritt bzw. Hilfe bitten. Wem das unangenehm ist, der kann auch fragen, ob man vielleicht kurz einmal auf WC dürfte. Vielleicht reicht es ja noch für einen Smalltalk, bis man selber wieder ruhiger geworden ist und der Wohnungsbesitzer begleitet einen vielleicht noch bis Nachhause oder bestellt ein Taxi. Im Dunkeln sollte man stets eine Taschenlampe dabei haben, lieber eine helle mit großen Batterien, als eine Minifunzel für den Schlüsselbund.
Einerseits wirkt eine helle Taschenlampe bei manchen schon abschreckend, andererseits kann man diese auch zum Blenden eines Angreifers verwenden.
Im Ernstfall
Wird man ernsthaft bedroht, oder fühlt man sich bedroht, heißt die erste Devise: Aufmerksamkeit erregen! Schreit man um Hilfe, oder nutzt eine Sirene wie den „Schrillalarm“, so werden andere Menschen in der Umgebung auf einen aufmerksam und können helfen oder die Polizei rufen. Auch der abschreckende Effekt kann in solch einer Situation schon zur Flucht des Angreifers führen. Solche Alarm-Sirenen für Unterwegs gibt es auch in Kombination mit LED Taschenlampen, so haben diese auch noch einen praktischen Mehrwert.
Geräte zur Selbstverteidigung
Wer einen Elektroschockern oder eine Dose Reizgas dabei hat, sollte solche Mittel stets mit Vorsicht anwenden. Bei Gegenwind z.B. setzt man sich mit Reizgas schnell selbst außer Gefecht.
Wer solche Geräte vorhält, sollte sich unbedingt mit dessen Benutzung auseinandersetzen.
Selbstverteidigung
Sowohl per Buch, per DVD oder per Kurs: Selbstverteidigungstechniken können erlernt werden und sind nicht schwer. Insbesondere in heiklen Gegenden empfiehlt es sich, ggf. den einen oder andere Trick zur Selbstverteidigung zu kennen.
Aber auch nach einer solchen „Schulung“ sollte man vorsichtig sein.
Hat man es mit einem ganz einfach körperlich deutlich Überlegeneren zu tun, der einem „nur“ die Brieftasche abnehmen möchte, würde ich sie vielleicht lieber rausgeben, besonders bei bewaffneten Angreifern. Im Zweifelsfall lieber eine neue Geldbörse holen, als im Krankenhaus zu landen.
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