Tagfahrlichter - Ein Plus an Sicherheit
Tagfahrlichter
Alle neuen Autos, die seit Anfang Februar des Jahres 2011 verkauft werden, müssen zwingend mit Tagfahrlichtern ausgestattet sein. Das schreibt der Gesetzgeber nun so vor.
Eine Pflicht zur Nachrüstung von Tagfahrlichtern in älteren Fahrzeuge ist allerdings keine Pflicht.
Die Optik
Dennoch möchten viele Autofahrer die Tagfahrlichter trotzdem (selbst) nachrüsten. Das hat oft eher optische Gründe: Wer sein Auto gerne pflegt und up to date halten möchte, kann mit Tagfahrlichtern einen weiteren optischen Akzent setzen und dabei auch den Wiederverkaufswert des Autos steigern. So manchem Wagen stehen die Tagfahrlichter wirklich gut, manchem älteren nicht unbedingt, doch das ist ja eher Geschmackssache...
Ein Plus an Sicherheit
Doch das ist ganz sicher nicht der Grund, weshalb zusätzliche Lichter an Autos vorgeschrieben werden. Es geht hier einzig um ein Plus an Sicherheit im Straßenverkehr.
Was in Dänemark schon seit eh und jeh Pflicht ist, nämlich nur mit Licht zu fahren, macht auch bei uns in Deutschland Sinn, denn der zusätzliche Gewinn an Sicherheit ist nicht zu unterschätzen: Wer mit Tagfahrlichern fährt, wird von den anderen Verkehrsteilnehmern schneller und leichter erkannt.
Besonders auch von Kindern, die zum Beispiel gerade erst damit anfangen, am Straßenverkehr teilzunehmen.
Ein weiterer Aspekt ist auch, dass man auf größere Distanzen oder bei tief stehender Sonne geparkte Autos mit leichter von fahrenden Autos mit Tagfahrlichtern unterscheiden kann.
Grundsätzliches
Viele Hersteller von Tagfahrlichtern werben damit, dass der Einbau so einfach, wäre, dass jeder Laie sie einbauen könnte. Aus eigener Erfahrung kann ich hier nur Laien davon abraten, den Einbau von Tagfahrlichtern selbst vorzunehmen, wenn man noch nie was am Auto gemacht hat.
Auch wenn die Hersteller der Nachrüst-Sets versprechen, dass jeder sie einbauen kann, so ist doch ein wenig handwerkliches Geschick nötig und auch ein gewisses Grundwissen, was Elektronik angeht, als auch das Befestigen von Lampen und ggf. das Abisolieren, verdrahten und ggf. wieder neu isolieren von Leitungen im Motorraum. Auch sollte man entsprechendes Werkzeug zur Hand haben.
Im Zweifelsfalle würde ich Tagfahrlichter Nachrüst-Sets stets in einer Fachwerkstatt einbauen bzw. nachrüsten lassen. Außerdem sollte man vor dem Kauf der Tagfahrlichter die Zulassung dieser überprüfen! Eine solche Zulassung erkennt man am „RL-Zeichen“ und an der „E-Prüfnummer“, ohne diese erlischt sonst die Betriebserlaubnis.
Die Technik
In Tagfahrlichtern werden in den meisten Fällen LEDs verbaut, die sie somit langlebig, sparsam, Erschütterungsunempfindlich und kompakt machen.
Außerdem können so die Kabel dünn gehalten werden, was den Einbau ein wenig vereinfacht.
Die Montage erfolgt stets Fahrzeugabhängig.
Wichtig sind hier unter anderem die Montagehinweise in den jeweiligen Bedienungsanleitungen, die unbedingt beachtet werden sollten. Tagfahrlichter sollten generell mindestens 600 mm von einander entfernt montiert werden (gemessen an den inneren Seiten der Tagfahrlichtern selbst), dürfen nur in einer Mindesthöhe von mindestens 250 mm und einer maximalen Höhe von 1500 mm montiert werden.
Die Verkabelung ist laut Anleitung anzubringen. Ich habe bisher nur Erfahrungen mit den Phillips Tagfahrlichtern machen können, wo einfach nur zwei Kabel am Plus- und Minuspol der Batterie geklemmt wurden sowie eine Steuerleitung an den Scheinwerfer, die dafür sorgt, dass das Tagfahrlicht ausgeschaltet wird, sobald das Standlicht oder Abblendlicht eingeschaltet werden.
Die sehr intelligente Elektronik der Phillips Tagfahrlichter erkennt automatisch, ob der Motor läuft, oder nicht und schaltet sich entsprechend ein bzw. aus, was das ganze so einfach macht.
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