Stativköpfe - Genau so wichtig wie ein gutes Stativ
Stative - sie sind in der Fotografie kaum weg zu denken. Sobald das Licht schwächer wird oder man dem Reiz der Nachtaufnahmen nicht mehr widerstehen kann, taucht irgendwann die Frage auf, worauf man bei Stativen achten sollte. Doch das Stativ ist nur der Teil, der die Kamera trägt. Den Bildausschnitt steuert man mit dem Stativkopf, der mindestens genau so wichtig ist.
Mein erstes Stativ war eines für 19,95€ für meine damalige Superzoom / Bridge- Kamera. Dieses hatte einen fest montierten Stativ-Kopf, mit dem die Kamera auf drei Ebenen ausgerichtet werden konnte. Nach einigen Monaten brach dieses Stativ leider, sodass ich mir ein etwas besseres SLIK-Stativ kaufte. Dieses habe ich bis heute für die kleinen Kameras im Haus oder für den Fall, dass man mal mit einem Neuling unterwegs ist.
Wer eine Superzoom / Bridge Kamera hat, dem wird ein kleines Stativ mit integriertem Kopf in der Regel vollkommen ausreichen. Erst mit den schweren DSLR Kameras wird das ganze schnell umfangreich und Teuer.
Hier empfiehlt es sich, nach der Auswahl des Stativ’s nun dem Stativ-Kopf zu widmen:
Bauform: 3-Wege Neiger, Kugelkopf oder was spezielles?
Die Tragekraft des Stativ-Kopfes
Kostenrahmen ?
Größe
Handhabung (Nicht unterschätzen!)
Die derzeit am weitesten verbreiteten Stativ-Köpfe sind:
3 Wege neiger
Kugelköpfe
Joystick-Kugelköpfe
Flexible Stative ohne separaten Kopf (z.B. Gorilla-Pod oder „The Pod“)
Letzteres ist genau genommen zwar kein Stativ-Kopf, sondern eine Art "Bohnensack", jedoch erfüllt es die selbe Funktion: Die Kamera für eine Aufnahme ruhig halten.
Mit einem 3D bzw. 3 Wege Neiger musste ich früher praktisch bei jedem Bild alle drei Achsen (Links / Rechts, Hoch / Runter und die horizontale Ebene) einstellen und jeweils die Stellschrauben lösen und nach dem auswählen des gewünschten Bildausschnitts wieder festziehen. Dagegen ist ein Kugelkopf ein wahrer Segen!
Da die Feststellschrauben vieler Kugelköpfe jedoch nur einen sehr kleinen "Hebel" zum feststellen haben und bei meinem einstigen Modell dieser auch noch UNTER DER KAMERA positioniert war, war es jedes mal ein riesen Akt, die Kamera Festzustellen bzw. zu lösen. Gerade im Dunkeln war das jedes mal eine Fummelarbeit sonder Gleichen. Aber das nur als kleiner Tipp an Rande... viele Schwören drauf. Ich mochte das nicht.
Als ich einst bei einem Freund den Joystick Kugelkopf MA 322 RC2 von der Firma Manfrotto sah, war ich total angetan. Man drückt den Pistolengriff zusammen und in Sekundenschnelle ist die Kamera da, wo sie hin soll. Lässt man den Griff los, halt der Kugelkopf sofort bombenfest! Auch, falls einem der Griff mal aus der Hand gleiten sollte, kann da kaum was passieren. Zack, bestellt und nach nun 3 Jahren der Dauernutzung für sehr sehr gut und mega Praktisch befunden!
Achtung beim Bestellen von Zubehör für Stative:
Manfrotto hat bei fast allen Stativ Zubehörteilen das 3/8“ Gewinde, während viele andere Hersteller - wie in meinem Fall Slik & Walimex- auf ¼“ Gewinde setzt.
Man braucht also ggf. Adapter-Ringe. Wäre doch zu schade, wenn man so etwas vergisst und dann nachordern muss... Wie andere Hersteller das handhaben, weiß ich nicht, man sollte aber sicherheitshalber darauf achten!
Kameras und die so genannten Schnellwechselplatten haben in aller Regel 1/4 Gewinde.
Sicherheitshalber würde ich aber dennoch bei jedem Kauf einmal nachschauen...
5 Finale Tipps, wenn trotz Stativ keine scharfen Aufnahmen gelingen wollen:
- Bildstabilisator aus! (VR / IS / OS / VC .. je nach Hersteller)
- Selbstauslöser mit mindestens 5 Sekunden Vorlaufzeit wählen ODER Fernbedienung benutzen ;)
- Spiegelvorauslösung (SVA) einschalten
- ISO niedrig halten!
- Der Kamera ggf. Windschatten geben, bei Wind den Tragegurt entfernen / aufwickeln, damit sie nicht wackelt!
Und nun: Gut Licht, viel Spaß und noch mehr tolle Bilder!
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