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Nikon-Objektive - Tipps für Einsteiger - Brennweite und Lichtstärke

 

Das Angebot ist riesengroß und gerade Einsteiger sind anfangs meist total verwirrt, was die Zahlen auf den Objektiven bedeuten, was sie bewirken und was man eigentlich braucht.

Die Zahlen auf den Objektiven: Brennweite und Lichtstärke

Als Beispiel nehme ich hier das sehr weit verbreitete Nikon-Objektiv:

AF-S DX NIKKOR 18-55 mm 1:3,5-5,6G ED II

AF-S steht für "Auto Focus" mit SWM-Motor (eine neue Generation sehr leiser Fokussiermotoren). Das Objektiv kann also automatisch Scharfstellen.
DX bedeutet, dass es für den kleinen Sensor von Nikon ausgelegt ist.
Nikon als Hersteller nennt seine Objektive "Nikkor Objektive".

Auf jedem Objektiv werden üblicherweise diverse Zahlen angegeben.

Die Brennweite besteht bei einem Objektiv aus einer Zahl oder zwei Zahlen.
Je kleiner die erste Zahl (Anfangsbereich) ist, desto mehr bekommt man aufs Bild (Auch Weitwinkel genannt oder abgekürzt WW). Je höher die zweite Zahl (Endbereich) ist, desto näher kann man einfach gesagt weiter entfernte Objekte nahe heranholen (Auch "Tele" genannt).

Anfangsbereich und den Endbereich der Brennweite angeben. Zum Beispiel das Anfangs erwähnte 18-55mm Kitobjektiv. Wenn man übrigens die größere Zahl durch die kleine teilt, als 55 geteilt durch 18 rechnet, erhält man 3,05 m was den sogenannten Zoomfaktor ergibt.

Dieses Objektiv kann man also vergleichen mit einer Digitalkamera mit 3x Zoom. Aktuell wird viel mit 15x oder mehr-fachen Zooms geworben. Das Nikon 18-200 mm Objektiv wäre also ein 11,1 faches Zoomobjektiv.

Die anderen Zahlen auf dem Objektiv geben die Lichtstärke an. Das Nikon 18-55 mm Objektiv hat hier einen Wert von 1: 3,5 bis 5,6.  Diese Daten geben an, dass das Objektiv bei 18 mm eine Lichtstärke von 3,5 besitzt und bei 55 mm 5,6.
Im Klartext heißt das, dass man, je mehr man zoomt, immer weniger Lichtstärke hat. Hochwertige Objektive haben teilweise „durchgehende“ Lichtstärken, das Nikon 70-200 VR 2.8 zum Beispiel hat immer eine Lichtstärke von 2,8. Natürlich kann man immer eine höhere Blende, also eine kleine Lichtstärke einstellen.

Je kleiner die Zahl, desto Lichtstärker und desto größer ist die Öffnung durch die das Licht durch die Blende kommen kann. Je kleiner diese Zahl ist, desto teurer sind die Objektive.

Hat man eine sogenannte Festbrennweite, hat diese nur zwei Zahlen: Die Brennweite und die Lichtstärke. Zwei Angaben sind hier nicht nötig, ganz einfach, weil das Objektiv keinen Zoom hat. Dafür ist die Bildqualität meist deutlich besser als bei Zoomobjektiven und sie haben sehr hohe Lichtstärken.

Je höher die Lichtstärke, um so mehr Licht kommt durch das Objektiv in die Kamera.
Das hat zwei entscheidende Vorteile: Einerseits kann man mit sehr kurzen Verschlusszeiten arbeiten, was verwackelte Bilder verhindert. Andererseits kann man mit einer größeren Blendenöffnung besser freistellen, also eine Tiefenschärfe bzw. Schärfentiefe erzeugen.

Freistellen bedeutet, dass zum Beispiel eine fotografierte Person scharf abgebildet wird, der Hintergrund und der Vordergrund aber unscharf abgebildet werden.

Der Crop-Faktor

Während bei den Vollformat Kameras und entsprechenden Objektiven immer die Brennweite verwendet wird, die auch auf dem Objektiv steht bzw. gerade eingestellt ist, gibt es beim DX-System eine Sonderlocke. Durch den kleineren Sensor (bzw. Bildwinkel) entsteht der sogenannte Crop-Faktor, der bei Nikon 1,5x beträgt. Das ganze ist technisch etwas komplizierter, wichtig ist folgendes:

Im Vergleich mit dem Kleinbildformat, auf dass sich so ziemlich alles im Bereich der DSLR-Technik bezieht, muss man bei DX-Kameras alle Brennweitenangaben mit 1,5 multiplizieren.

Beispiel: Das 18 - 55 mm DX-Objektiv hat an einer DX-Kamera den selben Bildwinkel wie ein 27 - 82,5 mm Objektiv an einer Vollformatkamera.


Beispiel am Multizoom:

Multizoom Objektive sind recht beliebt. Es gibt von Nikon neben dem 18 – 200 VR für DX auch das Vollformattaugliche 27 – 300 mm (18 x 1,5 = 27 mm und 200 x 1,5 = 300 mm)

Ist das 18 – 200 mm an einer Nikon DX-Kamera angeschlossen, so hat es dort effektiv eine Brennweite von 28 – 300 mm.

Das 28 – 300 mm an einer Nikon VOLLFORMAT-Kamera hat hier auch 28 – 300 mm.

Wird das 28 – 300 mm an einer DX-Kamera angeschlossen, hat man hier aber wiederum ein 42 – 450 mm Objektiv. 

Hier sieht man eindrucksvoll, wie sehr man den Crop-Faktor beachten sollte, denn mit einem 42 mm Objektiv kann man relativ wenig Weitwinkel fotografieren, dafür aber schon sehr stark entfernte Objekte heran holen (Tele). Für den einen gut, für den anderen schlecht, denn ein Multizoom, also ein Objektiv, dass man Universell nutzen kann, ist das dann nicht mehr.



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flensi1

335

Aufgenommen:Mrz 4, 2011

Hallo :-)

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