Netbooks, Subnotebook oder iPad?
Nur wenige Geräte der Elektronikbranche haben einen solchen Senkrechtstart hingelegt, wie die Netbooks. Ursprünglich als "billig Notebooks" für Kinder aus der Dritten Welt gedacht (OLPC-Projekt), hat sich bald ein erstes Gerät herauskristallisiert, dass auch für andere Nutzer interessant wurde: Der Asus EeePC. In den ersten Versionen waren nur sehr spartanische Ausstattungen erhältlich, etwa mit 4-8GB Festplatte, maximal 1GB RAM und dem inzwischen langsam als veraltet geltendem Microsoft Windows XP
Etwas später kamen Geräte mit größeren Festplatten und den bekannten Intel Atom Prozessoren auf den Markt, die dann zwar etwas teurer als ursprünglich gedacht waren, dafür aber auch deutlich mehr konnten bzw. können.
Auch ich habe mir einige dieser Geräte sehr genau angeschaut.
Die verbauten 160GB Festplatten sind meist ganz normale 2,5" Festplatten, die man ohne Probleme durch größere Modelle (größer in Bezug auf die Speicherkapazität) austauschen (lassen) könnte.
Problematisch wurde es aber oft beim Arbeitsspeicher. Während nahezu alle "richtigen" Notebooks zwei Slots für Arbeitsspeicher haben, war es bei den Netbooks oft nur einer. Und mehr als 2 GB RAM konnten sie alle nicht ansprechen. Dazu dann das sehr sehr kleine Display, dass zwar kleine Geräte erst ermöglicht, aber mit sehr geringen Auflösungen von 1024 x 600 längeres Arbeiten sehr unangenehm machte. Dazu dann die kleine Tastatur, die längeres Schreiben fast schon unmöglich macht.
Doch nicht jeder ist so anspruchsvoll: Für viele Anwender, die nicht lange am PC arbeiten möchten oder müssen, reicht ein solches Gerät vollkommen aus, dass einerseits günstig in der Anschaffung ist, wenig Strom verbraucht und dazu sehr klein und damit auch Mobil ist.
Dank des großen Preissturzes bei den Notebooks, sind inzwischen aber auch teils sehr gute Subnotebooks bezahlbar geworden. Seinerzeit hatte ich das Fujitsu Siemens U9200 für nur 320 Euro bekommen, während Netbooks etwa 300 Euro kosteten. Der Akku hielt zwar keine 8 Stunden, aber dafür hatte es ein DVD-Laufwerk, 2 RAM-Slots, eine 250GB Festplatte und ein 12,1" Display mit 1280x800 Pixeln, mit dem man deutlich mehr anfangen konnte, als mit einem reinen "standard Netbook".
Inzwischen habe ich ein Medion E1311, welches ebenfalls für etwa 280 euro (Stand April 2011) den Besitzer wechselt und ein gutes Display hat mit 1366 x 768 Pixeln, so dass man auch mehrere Fenster offen haben kann. Solche Subnotebooks haben viele Vorteile: Sie haben potentere, also schnellere Hardware, meist etwas größere Displays und sind dennoch tragbar, sparsam und vor allem nicht all zu teuer.
Wer ein "richtiges" Notebook haben möchte, aber dennoch großen Wert auf Mobilität legt, der ist meiner Meinung nach mit einem etwa 12,1 bis 13,3 Zoll großem Gerät am besten Bedient.
Hier kann man auch länger dran arbeiten, die Tastaturen sind normal groß und die Augen schmerzen nicht nach ein paar Stunden am Computer.
Auch Apple hat mit dem Apple MacBook Air inzwischen frischen Wind in die Netbook-Szene eingebracht. Als 11Zoll oder 13 Zoll Modelle erhältlich, sind sie mit ihren verbauten SSD-Festplatten aber deutlich flotter, als einfache Netbook. Aber hier darf man den Preis von fast 1000€ auch nicht außer Acht lassen.
Auch Apple iPad ist einerseits Konkurrenz für Netbooks und Notebooks, doch sprechen iPad und iPad 2 eher den Privatmenschen an, als den Firmenkunden. Wer nur mal so ins netz will oder eine Mail lesen bzw. schreiben möchte, der sollte sich auch solch eine Alternative mal genauer ansehen. Vielleicht gefällt es ja?
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