Netbook oder ein kleines Notebook?
Wer sich ein Netbook haben möchte, der will ein kleines, mobiles Notebook für Unterwegs haben. Typische Netbooks, die eigentlich von den einstigen „Super Billig Notebook Projekt“ namens „OLPC“ (One Laptop Per Child) stammen, haben nur eine sehr minimalistische Ausstattung und sind dazu auch noch recht langsam. Einst sollten die Netbooks der Super Billig Notebooks für Schüler in Ländern der dritten Welt gebaut und dort verkauft werden, doch hat man dann plötzlich bemerkt, dass solche Geräte auch hier zu Lande gefragt sind. So entstand eine völlig neue Art Notebook, nämlich das Netbook, welches erstmals von Asus als Eee PC gebaut und verkauft wurde. Und das wie warme Semmeln!
Netbooks – Die wohl billigsten Computer
Da sie nur sehr sparsame und nicht sonderlich leistungsstarke Prozessoren haben, meist einen Intel CPU namens „Atom“, kann man mit ihnen nur recht wenig machen, denn schon das Abspielen höherwertiger Filme überfordert sie. Auch Webseiten mit viel Flash machen wenig Spaß, was auch an ihren sehr kleinen Displays mit sehr geringer Auflösung (meist 1024 x 600 Pixel) liegt. Dafür entschädigen sie mit sehr langer Akkulaufzeit und sehr geringem Gewicht. Und natürlich dem sehr niedrigen Preis. Könnte man zumindest meinen.
Eine bessere Alternative zum Netbook ?
Denn: Vergleicht man ein aktuelles Netbook, wie zum Beispiel den aktuellen Asus Eee PC R 105D mit einem normalen Subnotebook, wie zum Beispiel dem Lenovo IdeaPad U160, so wird man feststellen, dass Netbooks gar nicht billig sind, sondern viel mehr nur die wohl günstigste Möglichkeit sind, ein Notebook zu bekommen, dass neu ist.
Genauer betrachtet: Netbook vs. Subnotebook
Der Asus Eee PC R 105D kostet aktuell (Ende Juni 1011) rund 230 Euro, während das Lenovo U160 für etwa 350 Euro den Besitzer wechselt. Beide Preise sind incl. Mwst. und je nach Shop auch Versandkostenfrei. Es herrscht also eine Preisdifferenz von ca. 120 Euro zwischen beiden Geräten.
Der Bildschirm:
Der Asus Eee PC R 105D kommt mit einem 10,1 Zoll Display, während das Lenovo U160 mit 11,6 Zoll nur ein wenig größer ist. Dafür bietet das Lenovo aber auch eine deutlich bessere Auflösung mit 1366 x 768 Bildpunkten, denn der Asus Eee PC R 105D kommt hier nur auf 1024 x 600 Bildpunkte, so dass man beim Netbook ständig scollen muss und schon etwas zu große Werbebanner nahezu Bildschirmfüllend zu einer echten Plage werden.
Der Prozessor
Der Asus Eee PC R 105D kommt mit einem Intel Atom CPU (N455 mit 1,6 Ghz) daher, das Lenovo U160 mit einem Intel Core i5 CPU, der trotz seiner geringeren Taktung in GHZ deutlich mehr Rechenleistung an den Tag legt. Somit ist der Rechner insgesamt deutlich schneller bei so ziemlich allen Aufgaben.
Arbeitsspeicher und Festplatte
Der Asus Eee PC R 105D kommt mit 1 GB RAM, während das Lenovo U160 mit 4 GB RAM das vierfache zu bieten hat und so deutlich schneller und viel mehr Programme gleichzeitig handeln kann. Das Asus Netbook kommt mit einer 250 GB Festplatte ins Haus, das Lenovo U160 kommt mit 320 GB daher und bietet so von Anfang an mehr Reserven.
Windows
Während dem Asus Eee PC R 105D nur eine Windows 7 „Starter“ Version beiliegt, bei der man nicht mal ohne Hilfsmittel das Hintergrundbild ändern kann (!), liegt dem Lenovo U160 das Windows 7 in der Home Premium Version bei.
Alleine das Upgrade von Windows 7 „Starter“ auf Windows 7 Home Premium würde bei Microsoft mit 75 Euro zu Buche schlagen.
Fazit:
Beide Geräte haben kein CD-Rom, was spätestens beim nächsten Virus, Trojaner etc. die Frage aufwerfen wird, wie man das Windows denn neu installieren soll (man benötigt ein externes DVD-Laufwerk dafür oder einen USB-Stick mit den Installationsdateien).
Objektiv betrachtet ist das Asus Netbook zwar billiger, das Lenovo U160 Notebook jedoch hat eindeutig die bessere Preis-Leistung und ist in allen Punkten dem Netbook (weit) überlegen.
Außer bei der Akkulaufzeit. Hier muss nun jeder für sich entscheiden, ob es wirklich nur zum Surfen sein soll, oder ob man etwas anspruchsvoller ist.
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