Eine Auswahl an Vollformatobjektiven für Nikon FX-Kameras
Nikon hat mit seinen Vollformatkameras, aktuell bestehend aus der Nikon D3, der Nikon D3s und der Nikon D700 eine neue Ära im Zeitalter der digitalen Spiegelreflexfotografie eingeleitet. Die Bilder der Kameras überzeugen mit einer sehr guten Bildqualität und einer sehr guten Rauscharmut. Man kann sehr hohe ISO-Werte einstellen und damit sehr kurzen Verschlusszeiten realisieren, selbst, wenn es sehr dunkel ist und jede Kompaktkamera längst nur noch "Pixelbrei" erzeugen würde.
Durch den größeren Sensor in den Vollformat-Kameras ist die Objektiv-Auswahl leider etwas eingeschränkt worden und ist deutlich teurerer, als es bei DX-Kameras der Fall ist.
Im vorwege möchte ich darauf Aufmerksam machen, dass es auch von diversen Drittanbietern jede Menge Objektive gibt. Ich beziehe mich hier nur auf Modelle, die ich selber besitze oder zumindest testen konnte!
Zoomobjektive im "Normalbereich"
Während das Nikon 24-70 mm 1:2.8 sozusagen das Normalobjektiv für eine Vollformat-Kamera darstellt, gibt es in diesem Bereich aus dem Hause Nikon als Anschlussobjektiv zum Beispiel das 70-200 mm 2.8 VR Objektiv, dass auch mit einer durchgehenden Lichtstärke von 1:2,8 daherkommt. Leider sind diese Objektive sehr teuer, dafür aber auch sehr hochwertig.
Als Alternative für das Nikon 24 - 70 mm 1:2.8, dass immerhin rund 1500 € kostet, bietet sich unter anderem das Tamron 28-75 mm 1:2,8 an.
Es ist nicht nur deutlich günstiger, sondern es hat auch eine durchgehende Lichtstärke von 1:2,8 und ist ab einem Preis von etwa 330 Euro erhältlich. Dazu es ist auch noch wesentlich leichter als das Original-Objektiv von Nikon. Leider bringt keines der beiden einen (optischen) Bildstabilisator mit, aber dank der Möglichkeit, hohe ISO-Werte ohne große Qualitätsverluste nutzen zu können und der durchgehend hohen Lichtstärke von 1:2,8 ist das bei diesen Brennweiten wohl noch zu verkraften.
Beim Kauf sollte man darauf achten, dass es die Kennzeichnung "A09" hat, was bedeutet, dass ein eingebauter Motor zum schnellen Fokussieren eingebaut ist.
Übrigens ist auch die optische Leistung des Tamron-Objektivs bestechend gut. Das habe ich zuerst bei "photozone.de" im Testbericht gelesen und später auch an meiner eigenen D700 erfahren. Ich bin mit diesem Objektiv sehr zufrieden und möchte es an dieser Stelle als günstige Alternative zum teuren Nikon Pendant empfehlen.
Zoomobjektive im Telebereich
Wer weniger mit Tele arbeitet, und sowohl Geld, als auch Gewicht und Platz sparen möchte und dafür etwas Lichtstärke einzubüßen bereit ist, der werfe doch einen Blick auf das 70-300 mm 1:4,5-5,6 VR Objektiv von Nikon.
Hier bekommt man (zwar) etwas mehr Tele und weniger Lichtstärke, doch spart man hier auch locker mal etwa 1500 Euro und etwa 800 Gramm in der Kameratasche.
Wer noch mehr Tele braucht oder haben möchte, der schaue sich das 80-400 mm 1:4,5 - 5,6 D VR Objektiv von Nikon an, dass auch Vollformat tauglich ist.
Leider sind alle diese Objektive relativ groß und schwer, die sehr schnell sehr viel Platz in einer normalen Fototasche einnehmen, so dass man in der Regel nicht drum herum kommt, beim Umstieg von DX auf FX eine neue, größere Tasche zu zulegen.
Nikon AF-S Nikkor 14-24mm f/2.8G ED Kameraobjektiv
Wer viel Unterwegs ist, für den gibt es inzwischen mit dem Nikon 28-300 mm 1:3,5 - 5,6G VR zumindest auch ein Allroundzoom, welches man auf längeren Trips oder mit in den Urlaub nehmen kann, ohne die Fototasche bzw. das Reisegepäck unnötig zu beschweren.
Zoomobjektive im Weitwinkelbereich
Für viele ist es ein Nachteil der Nikon Vollformat-Kameras, dass diese technisch bedingt keinen Crop-faktor mehr haben. Viele denken, es geht einem viel verloren beim Umstieg von DX auf FX.
Das kann ich nur verneinen, denn während der Unterschied zwischen 300 mm und 450 mm Tele gar nicht mal mehr sooo groß ist, hat man zwischen 14 mm und 21 mm einen enormen Unterschied (vom Bildwinkel und dem effektiven Zoombereich betrachtet).
Leider bietet Nikon Aktuell nur FX-Objektive bis maximal 14 mm Weitwinkel an. Dabei ist Weniger hier doch buchstäblich mehr!
Ich habe mit einem Sigma 12-24 mm DG Objektiv meinen Einstieg in die Welt des Weitwinkels erlebt. Inzwischen ist mir das Weitwinkelobjektiv viel wichtiger geworden, als ein starkes Teleobjektiv.
Gerade an den Vollformat-Kameras hat man hier enormen Spielraum, mit dem genannten Sigma-Objektiv habe ich "echte" 12 mm, was einem sehr viele sehr kreative Möglichkeiten eröffnet, es lassen sich beeindruckende Aufnahmen erzeugen, nicht nur im Nahbereich, sondern vor allem auch in großen Städten (Skylines) oder bei weiten Landschaften.
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