Digitale Bilderrahmen - Warum sie interessant sind
Digitale Bilderrahmen
Früher, als die ersten digitalen Bilderrahmen auf den Markt kamen, fand ich, dass digitale Bilderrahmen überteuertes, unnützes Zeug sind. Seit ich einen dieser Vertreter dann als Schlüsselanhänger bei einer Freundin sah, wurde ich eines anderen belehrt.
Intenso Weather Man (7")
In diesem Falle war dieser kleine, einfache akkubetriebene Bild-Darsteller ein Geschenk von ihrem Freund, der in weiter Ferne arbeiten musste und eine Auswahl von Bildern darauf gespeichert hatte.
Es waren Bilder vom ersten Date dabei, von ihm bei der Arbeit, von Weihnachten...
Sie hielt dieses kleine "Spielzeug" ganz fest in ihren Händen und war zu diesem Zeitpunkt ihr wohl wertvollstes Gut mit den schönsten Erinnerungen. Sprich: Ein wirklich tolles Geschenk!
Inzwischen sind ein paar Jahre vergangen und es gibt digitale Bilderrahmen nun in verschiedensten Größen, Aufmachungen und Qualitäten. Sogar eine Weihnachtsbaumkugel mit Display habe ich schon gesehen (bei pearl.de) und welche mit Kalender oder integrierter Wetterstation.
Den Ideen sind hier kaum Grenzen gesetzt und wer einfallsreich ist, kann auch einen digitalen Bilderrahmen zweckentfremden, zum Beispiel als "Open / Close" Schild für seinen Kiosk, das Solarium... einfach nur ein Bild mit Paint mailen, vielleicht etwas kreativ sein.. und los geht's.
Auch in Diskotheken habe ich schon digitale Bilderrahmen vernehmen können, wie sie auf der Bar als virtuelles "Neonlicht" ein leuchtendes Cocktailglas oder ein Motorrad darstellten.
Doch zurück zum eigentlichen Einsatzzweck:
Mitunter sind die digitalen Bilderrahmen die einfachste Möglichkeit, Bilder von z.B. Digitalkameras darzustellen (oder auch Handys, wenn ein passender Adapter von zum Beispiel Transflash-Karten vorhanden ist). Insbesondere, wenn es um größere Bildersammlungen geht, die man nicht unbedingt auf Papier ausbelichtet in ein dann platzfressendes Album kleben möchte.
Mit Preisen ab ca. 30€ sind digitale Bilderrahmen auf dem Preisniveau von etwa drei guten Bilderalben angekommen. Mit einer Speicherkarte mit einer Speicherkapazität von "nur" 4 GB kann man dann aber auch schon einige hundert Bilder damit präsentieren. Und man spart sich damit auch das Geschleppe, wenn man zum Beispiel die Bilder der letzten Hochzeit oder dem letzten Dänemark Urlaub präsentieren möchte.
Insbesondere für technische Laien sind digitale Bilderrahmen die wohl einfachste Möglichkeit, ihre Bilder von Digitalkameras zu präsentieren. Es ist kein PC / MAC nötig und wenn die Speicherkarte voll ist, kann man einfach eine neue kaufen und weiter knipsen.
Technisch betrachtet ist ein digitaler Bilderrahmen nichts anderes als ein Speicherkarten Leser mit Display. Oder umgekehrt.
Beim Kauf eines digitalen Bilderrahmens kann man sich inzwischen ein passendes Modell nach individuellen Vorlieben aussuchen. Ob zum hinhängen, zum aufstellen, mit dickem oder mit dünnem Rand in Wunschfarbe: Wer suchet, der findet!
Ich für meinen Teil würde, ähnlich wie bei TFT-Monitoren und Fernsehern darauf achten, dass weder das Display des digitalen Bilderrahmens spiegelt, noch der Rahmen, an dem man ihn ja fest hält. Ansonsten hat man immerzu Fingerabdrücke und fettige Schlieren an dem Gerät.
So schön sich die Artikelbeschreibungen mit den Worten wie "Hochglanzoptik" oder "Klavierlack Design" auch anhören... Finger Weg!
Technisch betrachtet sollte man beim Kauf unbedingt auf eine ausreichend hohe Auflösung achten. Was nutzt ein digitaler Bilderrahmen, der eine niedrigere Auflösung als das eingebaute Display der Kamera hat? Viele digitale Bilderrahmen bieten nur Auflösungen von 480 x 600 an, was für ältere Menschen vielleicht ausreichend ist, wer jedoch gute Augen hat, wird sehr schnell die einzelnen Pixel des Gerätes erkennen können und das Display des Bilderrahmens als minderwertig beurteilen.
Ab einem Abstand von ca. 30 cm sollte ein Display (ganz allgemein) eine Auflösung von mindestens 120 dpi (Dots Per Inch) bieten, damit ein scharfes Bild wahrnehmbar ist.
Als Faustregel kann man sagen, dass ein digitaler Bilderrahmen ab 8" Größe mindestens 600 Zeilen (sozusagen Pixelreihen) haben sollte.
Wer das Gerät nicht nur Daheim stehen haben will, sollte auch auf einen eingebauten Akku achten.
So kann man auch außer Haus bzw. unterwegs oder zu Besuch bei Gästen seine Bilder zeigen - Ohne Steckdosensuche und Kabelsalat!
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