Das iPad - Ein Ersatz für's Notebook?
Nur selten erreichen Neuerungen auf dem Computermarkt eine derartige Aufmerksamkeit wie das iPad, als es vorgestellt wurde. In fast jeder Zeitung waren Artikel zu lesen.
Dabei kann das iPad nichts, was ein Computer oder Notebook nicht auch könnte.
Schon auf der CeBit 2003 und 2004 wurden Notebooks mit umdrehbaren Display vorgestellt.
Diese waren sogar besser ausgestattet, wenn man es streng sieht: Sie hatten USB-Anschlüsse, einen Netzwerkanschluss, integrierte Modems, einen Anschluss für externe Monitore und Beamer, ggf. schon Speicherkartenleser und und und… Dazu gab es auch in einschlägigen „Picdumps“ diverse vermeintlich lustige Bilder und Karikaturen. Doch diese Kritik ist sehr oberflächlich.
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Denn trotz der Abstriche bei den technischen Daten haben sich die iPads durchsetzen können. Bei den ach so tollen Vorgängern war das nicht so. Doch warum? Nur wegen dem „Statussymbol Apple“ ? Haben alle Apple-Käufer etwa Minderwertigkeitskomplexe? Wenn ich die Diskussionen so manchmal höre, bekommt man den Eindruck, dass viele das denken. Bei manchen mag das wohl auch so sein.. doch eine so große Käuferschaar kann sich nicht irren, oder? Warum das iPad und kein Netbook? Was ist das besondere?
Über die Gründe des Erfolgs des iPads kann ich nur spekulieren.
Am besten man fragt mal ein paar eingefleischte iPad User, warum es gerade das iPad ist?
Und nun das Outing: Ich bin einer von ihnen.
Nach nun einigen Monaten bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass das iPad die Technik ganz einfach greifbarer macht. Eben so wie das iPhone es schon vorher im Handymarkt getan hat. Wo man vorher fette Menü’s auf kleinen, pixeligen Displays durchsuchen musste, findet man beim iPhone (und auch beim iPad) alle Einstellungen sauber aufgegliedert und sinnvoll sortiert wieder.
Was zeichnet das iPad im Alltag aus?
Einschalten und hochfahren? Quatsch. Einmal eingeschaltet, ist es fast immer einfach im Standby. Also Taste antippen und wischen.. Los geht’s. Wie war das bei Windows mit dem Ruhezustand? OK, ich hör schon auf mit dem Vergleich.
Man will ins WLAN? Einstellungen -> WLAN.
Ins Internet? Safari antippen und loslegen. Ohne Konfiguration des Phishingfilter, ohne Updates, ohne Suchanbieter einstellen, ohne Smart-irgendwas … einfach drauftippen und los geht es.
Akku laden? Einmal pro Woche… Am Anfang natürlich öfter, weil man damit anfangs mehr spielt und rumprobiert.
Alle Programme (auch App’s von Application’s) sind auf dem „Homescreen“ also der normalen Anzeige und lassen sich vom Benutzer selbst sortieren und ohne große Deinstallationsroutine auch wieder löschen. In weniger als 5 Sekunden.
Ich denke, dass Das das Geheimnis ist: Die Einfachheit.
Die Einfachheit, die selbst absoluten Laien das Internet ermöglicht. Ohne Kabelsalat, ohne großes Installieren, ohne (große) Angst vor Viren.
Programme gibt’s nur im App-Store, wo es keine vorgeschalteten Websites gibt, die dann Scareware, Malware, Popups etc. verteilen. Kostenfallen durch die gerade ja so beliebten „Gratis Download“ Seiten im Internet, bei denen man seine Daten angeben muss, umgeht man so auch. Eine Setup-Datei irgendwo speichern, ausführen und den Speicherort auswählen? Fehlanzeige. Auf „kaufen“ oder „Gratis“ drücken und ggf. Passwort eingeben. Kurz warten und fertig. Einfacher geht es nicht. Und Sicherer ist es irgendwo auch.
Für Einsteiger absolut Top. Dazu das Gute Display…
Wer nicht bereit ist, so viel Geld für ein iPad auszugeben oder einfach nicht das Geld hat, findet mittlerweile ein großes Angebot an Alternativen.
Diese sind mehr oder weniger ausgreift und bieten mehr oder weniger viele Funktionen. Man bekommt das, was man bezahlt bzw. bereit ist, auszugeben.
Die anfänglich aufgeführten Nachteile (USB, Netzwerk…) haben mich übrigens nie wirklich gestört. Fotos bearbeite ich am großen Rechner. Aufs iPad spiele ich diese, wenn benötigt für z.B. eine Präsentation bei Kaffee und Kuchen meist per email an mich selbst. Geht am schnellsten. USB-Geräte im iPad.. jaa.. Maus und Tastatur braucht man nicht bzw. gibt’s mit Bluetooth. Einen Drucker.. OK, das wäre vielleicht noch ein Argument. Wenn man einen WLAN-Drucker hat oder einen Drucker per USB oder LAN an seinen Router anschließen kann, wiederum nicht.
Mein Fazit:
Wer schon ein Notebook und ein iPhone hat.. nunja.. der wird das iPad meiner Auffassung nach nicht brauchen. Es ist nämlich genau das Zwischending.
Ich nehme es gerne, um meine Fotos zu zeigen. Auf der Couch ist es nämlich bequemer als im Heim-Büro. Und zum „kurz mal was schauen“ im Netz: ebay, eMail und co lassen grüßen.
Wer einen Desktop-Computer hat und meint, ein Notebook als Zweitrechner haben zu wollen, sollte es sich unbedingt anschauen. Besonders nach dem Preisrutsch durch das neue iPad 2.
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