DSLR- Erstausrüstung
Ein kleiner Leitfaden für alle, die sich mit dem Gedanken rumplagen, welche DSLR bzw. Spiegelreflexkamera man sich kaufen sollte. Hier sind nur ganz einfache Herstellerunabhängige Tipps zusammengefasst.
Hallo!
als ich vor einigen Jahren noch mit meiner Kompaktkamera unterwegs war, hätte ich nicht gedacht, dass mich das Thema Fotografie einmal so sehr packen würde, dass ich mich jeden Tag aufs neue begeistert damit beschäftige...
Daher erstmal etwas zu mir, damit ihr wisst, wer euch hier ein paar Tipps geben möchte:
<<< Vorwort >>>
Ganz so Tiefsinnig habe ich die Fotografie anfangs gar nicht wahrgenommen.
Für mich war es nur eine Möglichkeit,
schöne Momente oder "coole Sachen" bildlich festzuhalten.
Noch auf meiner Abschlussklassenfahrt im Jahre 2000 fotografierte ich mit der
analogen Kamera meiner Mutter, die sie mir damals ausnahmsweise lieh...
Wenig später verließ ich die Schule und vermisste sie,
die Tage, an denen man "nur" hier oder da Sorgen um eine Schulnote hatte,
versuchte die, geschwänzten Chor-Stunden zu vertuschen...
Nur wenig später hielt ich die Fotos von meiner Klassenfahrt in den Händen,
wünschte mir die Tage von damals herbei und spürte,
was diese Erinnerungsfotos eigentlich wert sind.
Wenig später kaufte ich mir meine erste digitale Kamera.
Anfangs noch unsicher im Umgang mit der Kamera, hielt ich viele Momente fest..
Die Kamera wurde mein ständiger Begleiter.
Später kam ich zu einer deutlich besseren Kamera, der Minolta F100.
Damit wurde das Hobby Fotografieren noch schöner,
denn es machte immer mehr Spaß, zu fotografieren.
Ich ging oft einfach nur mit der Kamera und meinem Hund spazieren,
auf der Jagd nach schönen Motiven.
Es war im Sommer 2006, als meine Minolta den Geist aufgab.
Es musste sofort Ersatz her, und ich nutze die Gelegenheit,
eine etwas bessere Kamera zu kaufen: Eine Canon S3 IS Superzoom-Kamera.
Hier wurde das Hobby dann richtig ernst: Regelmäßig war ich unterwegs,
um Bilder aufzunehmen. Es folgten diverse Stative, Filter, Adapter, immer
größere Speicherkarten, immer mehr Fototouren mit Freunden und Kollegen,
immer mehr und mehr.. bis ich realisierte, dass ich an die Grenzen des mit der
Canon Möglichen angestoßen bin, immer und immer wieder.
Monate lang laß ich in Zeitschriften, im Internet, etc. und kam zu dem
Entschluss, dass ich eine DSLR benötige,
um weiter mit meinen eigenen Ansprüchen wachsen zu können.
Große Verwirrung machte sich Anfangs breit, denn ich wusste damals mit all den
Fremdwörtern wie SVA, ASA, Crop-Faktor, etc. nicht so viel anzufangen.
Nach dem ich mich noch weiter informiert hatte, Bücher gelesen und
aufschlussreiche Internetseiten gefunden hatte (siehe Links), ging ich los,
um meine neue Kamera zu finden.
Es wurde eine Nikon, die ich im Fachhandel erwarb.
Nach anfänglichen Unsicherheiten, was die Bedienung einer solchen DSLR betraf,
stellten sich schnell Erfolgserlebnisse ein. Insbesondere die Langzeitbelichtungen
wurden wegen der neuen Möglichkeiten hochinteressant.
Auch auf der einen oder anderen Familienfeier gelangen Aufnahmen,
die lange ihres Gleichen suchen...
Freistellen, was vorher nur mit hohem Aufwand gelang, war nun einfacher, als je zuvor.
Seither bin ich am Fotografieren, was die Kamera hergibt.
Immer neue Erkenntnisse, ständig neue Erfolgserlebnisse und schier unendlich
viele Ideen haben das aus mir gemacht, was ich heute bin:
Ein glücklicher Hobby-Fotograf, der ganz bewusst mit dem Licht malt,
ohne Leistungsdruck und einfach nur so zum Spaß.
<<< Vorwort Ende >>>
Aus diesen Erfahrungen möchte ich kurz und knapp folgende Tipps aus meiner GANZ PERSÖNLICHEN Erfahrung mit auf den Weg geben.
1. Die Technik wird heute völlig überbewertet.
Natürlich ist eine gute Kamera immer etwas teurer als eine einfache.
Aber man sollte das Bubehör nicht aus den Augen verlieren, denn man wird unweigerlich mindestens eine gute Tasche benötigen, Speicherkarten, irgendwann ein Stativ.
2. Nicht auf eine Materialschlacht einlassen.
Ein guter Fotograf liebt seine Kamera und wechselt diese nicht alle paar Wochen gegen das Nachfolgemodell aus...
3. Ein geschultes Auge sieht besser
Gute Literatur zum Anfang macht vieles einfacher.
Ich z.B. mag "Digitale Fotografie - Die Profitechniken" von Tom Ang
Es wird viel erklärt, viele Bilder zum vergleichen, tolle Motive in seinen Beispielbildern..
4. Wenn man noch unsicher ist.. tut es da vielleicht nicht auch eine Superzoom / Bridge-Kamera?
5. Mein Teleobjektiv (Das große, lange, dicke Objektiv) ist das, dass ich am wenigsten benutze.
Zum Einkaufen folgende Tipps:
- Das Zubehör nicht vergessen!
- Anfangs lieber ein Gutes Objektiv und eine weniger gute Kamera kaufen als umgekehrt. Allein wegen dem Werterhalt des "Glases"
- Im Freundeskreis umschauen.. fotografiert jemand anderes auch? Kann man sich vllt spezielle Linsen mal ausleihen? Ist der Freund zufrieden? Welche Ausrüstung hat er? Kann man hier vllt günstig was abgreifen, wenn er aufrüsten möchte ?
Am wichtigsten ist mitunter die Frage, für welches System man sich entscheidet.
System, weil die Kamera nur ein Part ist, womit man sich an das Zubehör-System des Herstellers binden. Man wird keine Canon-Linse an eine Nikon-Kamera nutzen können (ist technisch mit Adaptern möglch, aber teuer und aufwendig, daher lassen wir das hier erstmal so stehen).
Wie schaut es mit den Objektiven aus, den Blitzgeräten, ggf. Fernbedienungen, Batteriegriffen ?
Hier sollte man die Hersteller miteinander vergleichen.
Ganz hartes Beispiel wäre hier das 28-300 Universal-Objektiv.
Hier vergleiche man mal die beiden Platzhirsche Canon und Nikon.
Gerade bei den Objektiven gibt es große Preisunterschiede, wenn man auf einen Dritthersteller ausweichen kann. Doch eben diese (z.B. Sigma, Tamron) bauen diese nicht immer für alle Kamera-Hersteller.
Jedoch sollte man sich hier bewusst sein, dass man das bekommt, was man bezahlt.
- Sucht euch -gerade am Anfang- Gleichgesinnte und fragt die nach deren Erfahrungen mit Kameras, Objektiven, Zubehör.
Aber auch zum gemeinsamen Fotografieren! Da lernt man am Anfang am meisten.
Zum Schluss noch ein Satz:
Alle Fotografen waren irgendwann mal Anfänger,
die guten aber bleiben es ewig.
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