Camcorder - Typen und Erfahrungen
Die Fotografie ist eine tolle Sache: Mit einem Tipp auf den Auslöser ist der Moment in einem Bild festgehalten. Das geübte Auge kann dies sehr ausdrucksvoll zur Geltung bringen. Doch manchmal ist ein Video, zum Beispiel von einer Hochzeit, noch schöner anzusehen, denn es verbindet das Bild mit dem Ton, zum Beispiel einem "Ja, ich will"!
Canon HF S20 HDV Camcorder
Es gibt für uns nichts schöneres, als hier und da mal einen Blick auf unsere Hochzeits-DVD zu werfen. Glücklicherweise hatten wir einen guten Camcorder dabei, der in guter Qualität alles aufgenommen hat. Es gibt natürlich eine sehr große, nahezu unüberschaubare Auswahl an verschiedensten Geräten.
Nun muss man erstmal das Feld lichten und grob zusammenfassen: Es gibt drei Möglichkeiten, das aufgenommen Video auf dem Camcorder zu speichern, seit dem die Geräte im AVCHD Format aufzeichnen:
- Per DVD
- Auf Speicherkarten
- Auf Festplatte (Auch HDD-Camcorder genannt -> HDD = Hard Disk Drive = Festplatte)
Generell wäre mir die Speicherung auf CD / DVD und auch auf Speicherkarten zu umständlich.
Auch wenn Mittlerweile Speichergrößen von mehreren Gigabyte bei zum Beispiel SD Karten möglich sind, ist hier das Handling zu kompliziert.
Bei den DVDs wäre mir die Folgekosten zu hoch: Für jeden Film, auch wenn es nur eine Testaufnahme oder ein Spaßvideo werden sollte, wird ein Rohling fällig. Bei Erschütterungen sind dan Aussetzer im Film ? Ich weiß es nicht, aber dies wäre denkbar.
Daher haben wir uns für einen Festplatten Camcorder entschieden. Mit der eingebauten 60GB Festplatte im 1,8" Format hat dieser Camcorder so genug Speicherplatz für viele Stunden Aufnahme und ist nicht wesentlich größer oder schwerer als vergleichbare Modelle ohne Festplatte.
Wenn man ihn am Mac anschließt, kann man mit iMovie direkt die interessanten Videos runterladen bzw. kopieren von Camcorder, bearbeiten und wenn alles fertig ist, einfach Löschen. Eine weitere Sicherung des Videos ist so nicht nötig. Für Windows ist in der Regel eine passende Software
Ganz generell:
Bevor man sich einen günstigen Camcorder kauft, würde ich prüfen, ob nicht eventuell die Videoaufnahme-Funktion einer eventuell bereits vorhandenen Digitalkamera ausreicht.
Günstige Camcorder im Bereich von unter ca 200€ haben meiner Erfahrung nach zwar immer häufiger HD-Ready Auflösungen (720p) oder gar Full HD Auflösung (1080i/p), jedoch ist die reine Bildqualität meist nicht wirklich brauchbar. Spätestens, wenn es etwas dunkler wird, hat man meist die selbe Bildqualität, die eine 25€ Webcam bietet.
Unsere Canon Ixus 80 Digitalkamera machte zum Beispiel SUBJEKTIV bessere Videoaufnahmen, als ein 190€ Camcorder von Panasonic.
Klar waren die Videos an AVI größer von der Datengröße, aber dafür schneided und codiert man die Videos ja später am Rechner.
Dummerweise muss man so aber stets sehr große Speicherkarten dabei haben, was insbesondere einen Camcorder mit eingebauter Festplatte interessant macht.
Sofern möglich, würde ich vor dem Kauf auf jeden Fall vorher schon bei zum Beispiel Youtube oder einschlägigen Websites im Internet nach Vergleichstests und Testvideos Ausschau halten.
Dazu sei gesagt, dass so ziemlich alle Camcorder heutzutage im Sonnenlicht eine sehr gute Bildqualität liefern, Die Spreu trennt sich vom Weizen, wenn es aber dunkler wird oder man in Innenräumen filmt. Darauf sollte man beim Betrachten der Videos achten.
Übrigens ersetzt die „Foto-Funktion“ der Camcorder trotz der immerzu so angepriesenen tollen technischen Daten nur bei den sehr teuren Modellen eine richtige Digitalkamera. Meistens erinnern die Fotos dieser Geräte eher an ältere Handykameras und erzeugen eher verwaschene, verpixelte Aufnahmen.
Wenn man sein Wunschgerät gefunden hat, gibt es noch ein wenig nützliches Zubehör, dass vielelicht infrage kommt:
- Eine passenden Tasche
- Ein Stativ
- Einen Ersatzakku und ggf.
- Benötigte Videoschnitt Software
Das Stativ wird zum Beispiel auf Hochzeiten interessant: Wer will schon verwackelte Aufnahmen von der Trauung oder dem Hochzeitstanz haben?
Da die Camcorder meist sehr leicht sind, kann hier ein einfaches Modell, möglichst mit leichtgängigem Kopf gewählt werden.
Bei der Software würde ich mich vorher beim Hersteller umschauen ob man hier ggf. eine Testversion herunterladen kann, um die Software im Vorwege zu testen. Generell würde ich eher bekannte Software erwerben, da man hierzu in Internet stets gute Hilfestellungen und Anleitungen findet.
Viel Spaß beim Filmen!
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