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Wie finde ich das richtige Stativ ?

 

Hallo ! In diesem Ratgeber dreht sich alles um die Wahl des richtigen Stativs. Dabei beziehe ich mich in erster Linie
auf die Kameraklassen digitale und analoge Spiegelreflex-Kameras, Systemkameras und Bridgekameras. Ohne Frage ist das Stativ eines der nützlichsten Zubehörartikel rund um die Fotokamera. Vor allem bei wenig Licht ermöglicht es qualitativ deutlich bessere Aufnahmen bzw. macht diese in vielen Fällen überhaupt erst möglich. Bei der Wahl des richtigen Stativs gilt es jedoch einige Dinge im Auge zu behalten,die ich im Folgenden kurz auflisten möchte.

1. Einsatzzweck des Stativs                           4. Stabilität und Tragkraft

2. Die Wahl des Stativkopfes                         5. Aufbau und Auszüge

3. Die richtige Arbeitshöhe ermitteln             6. Gewicht und Transport


1. Einsatzzweck des Stativs

Die wichtigste Frage ist die nach dem Einsatzzweck, weil sich nach diesem die Wahl des Stativs und vor allem auch des Stativkopfes ausrichtet. Kommt das Stativ mit einer Fotokamera oder einer Videokamera zum Einsatz ? Oder soll es für beide Gerätegruppen geeignet sein ? Auch die verschiedenen Aufnahmethemen bzw. Motivbereiche stellen ganz unterschiedliche Anforderungen an ein Stativ.
Preiswerte Stative haben meistens einen nicht wechselbaren, fest eingebauten Universalkopf.
Ein empfehlenswerter Vertreter aus dieser Gruppe ist z.B. das Hama Star 63 Stativ.

2. Die Wahl des Stativkopfes

Hochwertige Stative sind oft mit einem wechselbaren Stativkopf ausgestattet. Reine Videostative haben 2D-Köpfe, das heisst, man kann mit ihnen schwenken und neigen, aber das Gerät nicht um 90 Grad versetzt vom Querformat ins Hochformat bringen. Eigentlich logisch, denn in Film und Fernsehen gibt es ja für die Darstellung auch nur ein Querformat.
Videoköpfe haben in der Regel einen längeren Führungsarm als Fotoköpfe, um die Kamera beim Schwenk sicher und ruhig führen zu können. Hochwertige Videoköpfe haben zudem oft eine Fluiddämpfung, die unerwünschte Ruckler bei Schwenks auffängt. Ein hochwertiges Stativ mit wechselbarem Stativkopf und montiertem Videoneiger mit Fluiddämpfung und längerem Führungsarm ist das links abgebildete Manfrotto 055 XDB mit 128 RC Videoneiger.

Fotostative haben in der Regel 3D-Köpfe, das heisst, man kann mit ihnen ausser schwenken und neigen die Kamera auch um 90 Grad versetzt vom Querformat ins Hochformat bringen.
Ein hochwertiges Stativ mit wechselbarem Stativkopf und montiertem 3D-Fotokopf ist das links abgebildete Manfrotto 055 XDB mit Manfrotto 804RC2 3D-Fotoneiger.

Ausserdem gibt es bei Fotostativen noch den Kugelkopf, der ein spontanes und schnelles Arbeiten z.B. bei Action und Reportagen ermöglicht, andererseits für ein genaueres Arbeiten z.B. bei Repros und Makrofotos sowie bei gestalteten Bildkompositionen weniger geeignet ist.
Ein hochwertiges Stativ mit wechselbarem Stativkopf und montiertem Kugelkopf ist das links abgebildete Manfrotto MK 294 A3 Stativ mit dem Kugelkopf Manfrotto 496RC2.

Als Sonderform für Foto und Video ist noch das Einbeinstativ zu nennen. Es ist mit Abstand am schnellsten aufgebaut und äusserst flexibel. Es eignet sich gut für schnelle Motive und generell für alle unvorhersehbaren Situationen. Allerdings ist es für echte Langzeitaufnahmen im Bereich Foto wegen der fehlenden seitlichen Stabilisierung nicht geeignet, sondern erweitert nur etwas den in der Praxis nutzbaren Bereich der längeren Verschlusszeiten. Einige Dreibein-Stative haben ein Einbeinstativ integriert, welches man bei Bedarf herausnehmen und separat verwenden kann.
Ein hochwertiges Einbein-Stativ mit wechselbarem Stativkopf (Lieferung ohne Kopf) ist das links abgebildete Manfrotto 682 B Einbeinstativ. Meist wird als Kopf dazu der Manfrotto 234RC Neigekopf für Einbeinstative verwendet.


3. Die richtige Arbeitshöhe ermitteln

Die maximale Arbeitshöhe eines Stativs ist in der Regel angegeben. Für ein komfortables Arbeiten muss sie nicht ganz die eigene Körpergrösse erreichen, sollte aber auch nicht zu weit darunter liegen. Je nach eingesetzter Kamera kann man hier die eigene Körpergrösse minus etwa 10 Prozent veranschlagen. Eine grössere maximale Arbeitshöhe ist jedoch immer besser, weil man dann im Arbeitseinsatz die Mittelsäule umso weniger herausziehen muss, was die Kamera-Stativ-Einheit stabiler macht.


4. Stabilität und Tragkraft
 

Weitere Einflussgrössen auf die Stabilität sind die Profildicke der Stativbeine, das verwendete Material und eine solide, spielfreie Verarbeitung. Einen sehr guten Anhaltswert für die Stabilität eines Stativs liefert die Tragkraft. Sie wird fast immer angegeben. Je grösser der angegebene Wert für die Tragkraft ist, desto solider und stabiler wird in der Regel auch die Verarbeitung des Stativs sein. Die mit dem Stativ verwendete Kamera-Objektivkombination mit dem höchsten Gewicht inklusive Zubehör darf die Tragkraft nicht überschreiten.


5. Aufbau und Bein-Auszug


Der Aufbau eines Dreibeinstativs braucht eine gewisse Zeit, so dass man langsamer ist als bei der Freihand-Fotografie. Wie lange es genau dauert, hängt entscheidend von der Anzahl der (Stativbein-)Auszüge, aber auch von der Griffigkeit der Beinklemmen und der Gängigkeit des Schiebemechanismus ab. Weniger Auszüge erlauben einen schnelleren Stativaufbau, bringen aber ein grösseres Packmass mit sich.


6. Gewicht und Transport

Das Packmass gibt die Grösse des zusammengeschobenen Stativs an. In der Regel immer angegeben wird das Gewicht des Stativs. Ein grosser Pluspunkt ist es, wenn eine Tasche zum Transport mitgeliefert wird, oder wenn es zumindest eine genau passende im Zubehörprogramm des Herstellers gibt. Von Drittanbietern eine passende Tasche zu finden ist nicht ganz einfach und auch meist recht teuer. Manchmal bieten auch grössere Fototaschen und Fotorucksäcke die Möglichkeit, ein Stativ aussen zum Transport zu befestigen.



Mitgliedsdetails

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ektpdb

416

Aufgenommen:Aug 25, 2010

Ratgeber von ektpdb

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