Die Diana Kamera-Familie hat Kultstatus
Vorgeschichte
Die Diana Kamera ist Kult. Sie hat eine Vorgeschichte. Anfang der 1960 er Jahre wurde die in Hongkong entwickelte und produzierte sehr preiswerte Mittelformat Plastikkamera für Rollfilm 120 ein Exportschlager. In der Folge gab es auch sehr viele Kopien, die unter anderen Kameranamen vertrieben wurden. Mitte der 1970 er Jahre wurde die Diana durch die handlicheren Kompaktkameras mit 35 mm Kleinbildfilm zunächst vom Markt verdrängt.
Die Lomographische Gesellschaft
Anfang der 1990 er Jahre kam dann die Lomographie durch Fotoausstellungen von Wiener Studenten auf Stellwänden, den "Lomowänden", auf. 1992 wurde in der Folge die Lomographische Gesellschaft in Wien gegründet. Seit Ende der 1990 er Jahre wurden verstärkt "Lomo-Kameras" nachgefragt und in den folgenden Jahren unterschiedliche Modelle entwickelt und produziert. So auch ab 2007 die Diana+, eine leicht modifizierte Kopie des Originals. Heute gibt es überall auf der Welt lomographische Gesellschaften und Botschaften.
Modellübersicht
Es werden drei verschiedene Diana Kameratypen angeboten
1. die Diana+
2. die Diana F+ (das ist eine Diana+ mit dem Diana-Blitz)
3. die Diana Mini (das ist eine Variante für 35 mm Kleinbildfilm)
in jeweils verschiedenen Farbdesign-Varianten.
Diana Camera Package und Diana Edelweiss
Die Diana+ (und F+) nimmt auf Rollfilm 120 auf.
Sie hat drei Bildformate :
quadratisch 56 x 56 mm - mit 12 Aufnahmen pro Film (ohne Maske)
quadratisch 46 x 46 mm - mit 16 Aufnahmen pro Film (Panorama-Maske) für Endlospanoramen
quadratisch 42 x 42 mm - mit 16 Aufnahmen pro Film (kleine Maske)
Der Fokussierbereich der Kamera ist 1m bis unendlich
Die Einstellung erfolgt über einen Drei-Zonen-Fokus.
Es gibt drei Blendeneinstellungen und Pinhole.
Blendenwert 11 (bedeckt)
Blendenwert 16 (teilweise bedeckt)
Blendenwert 22 (sonnig)
Blendenwert 150 (Pinhole)
Die Belichtungszeiten sind 1/60 Sekunde und B. (Bulb)
Ausserdem gibt es noch eine Verschluss-Sperre.
Ein Stativgewinde und ein Kabelauslöseranschluss sind vorhanden.
Den oben genannten Werten entspricht am besten 400 ASA Film.
Die Brennweite ist 75 mm.
Es gibt optionale Wechselobjektive (Linsen)
Durch Abnahme des Objektivs und Stellen der Blende auf "Pinhole"
arbeitet die Kamera als Lochkamera mit einem Superweitwinkel.
Die Diana+ und F+ Kameras sind kompatibel zum Diana+ Blitz.
Diana F CMYK Kamera und Diana F El Toro Kamera
1. sie sind weichgezeichnet (durch die Plastiklinse)
2. sie sind auffällig vignettiert (durch die Rand- und Ecken-Abdunklung der Linse)
3. sie sind teilweise mit Lichteinfall versehen (durch die fehlende Abdichtung des
Plastikrückteils)
Diese drei Kamerafehler prägen bestimmend den Look der Diana+ Fotos.
Philosophie der Lomographie mit Diana+ Kameras
Durch die Weichzeichnung der Bilddetails werden durch die Bilder eher Emotionen transportiert und Stimmungen vermittelt als genaue Abbilder der Wirklichkeit. Auch der Zufall spielt eine grosse Rolle. Die Abdunklung durch die Vignettierung ist in Grösse und genauer Form ebenso wenig bestimmbar wie die sporadisch auftretende Aufhellung durch Lichteinfall. Die Farbfehler durch Lichteinfall können an jeder Stelle im Bild in verschiedener Ausformung und Farbgebung auftreten oder auch ganz ausbleiben.
Die spontanen und unberechenbaren Bildfehler drücken der Aufnahme eine Originalität und Einmaligkeit als Stempel auf wie sie seinerzeit das Polaroid hatte. Es wird damit unmöglich eine Aufnahme ein zweites Mal genauso zu machen. Das steht in grossem Gegensatz zur jederzeit reproduzierbaren Welt der Digitalfotografie.
Aber der Lomograph gestaltet sein Bild auch aktiv in kreativer Art und Weise. Er setzt Farbeffekte mit bunten Gelfiltern, experimentiert mit Mehrfach- oder Teilbelichtungen mittels des flexiblen Transporthebels und kreiert eine individuelle Bildschärfe oder Bildunschärfe durch den von Hand in drei Stufen einstellbaren Fokus.
Er macht Langzeitaufnahmen mit "B" vom Stativ und schafft Impressionen durch die eingebaute Lochkamerablende.
Oder er reiht Bilder zu einem beliebig langen Panorama aneinander mit Hilfe der Panorama-Maske.
Und er nutzt seine Wechselobjektive für die Diana.
Der Lomograph folgt häufig seinen spontanen Eingebungen und Launen. Bekannt unter den Lomographen ist zum Beispiel "der Schuss aus der Hüfte".
Wechselobjektive für die Diana
Diana+ 20mm Fisheye Kameraobjektiv
1. Diana+ 20 mm Fisheye (Fisheye mit 180 Grad Bildwinkel)
2. Diana+ 38 mm Super-wide (Superweitwinkel mit 120 Grad Bildwinkel)
3. Diana+ 55 mm Wide und CloseUp (leichtes Weitwinkel mit 65 Grad Bildwinkel
und Makrolinse für Nahaufnahmen)
4. Diana+ 110 mm Soft-Tele (leichtes Tele mit Softener)
Zubehör für die Diana
1. Diana+ 35 mm Back (Rückteil zum Einsatz
der Diana+ mit 35 mm Kleinbildfilm)
2. Diana+ Cable Release Collar (Kabelauslöser
für den Einsatz der Diana+ mit Stativ)
3. Diana+ Instant Back (Rückteil für Fuji
Instax Mini Sofortbildfilm)
Diana Mini En Rose und Diana Mini Petite Noire
Die Diana Mini nimmt auf 35 mm KB-Film auf.
Sie hat zwei Bildformate - quadratisch und rechteckig hochformat
Quadratisch - 24 x 24 mm - 36 Aufnahmen pro Film
Hochformat - 17 x 24 mm - 72 Aufnahmen pro Film
Der Fokussierbereich der Kamera ist 0,6m bis unendlich
Die Einstellung erfolgt über einen Vier-Zonen-Fokus.
Es gibt zwei Blendeneinstellungen.
Blendenwert 8 (bewölkt)
Blendenwert 11 (sonnig)
Die Belichtungszeiten sind 1/60 Sekunde und B. (Bulb)
Ein Stativgewinde und ein Kabelauslöseranschluss sind vorhanden.
Den oben genannten Werten entspricht am besten 400 ASA Film.
Die Brennweite ist 24 mm.
Die Diana Mini ist kompatibel zum Diana+ Blitz.
Anbindung an die digitale Welt
Lomo Digitaliza Scanning Mask
Mittels der Scan-Maske und einem Flachbettscanner mit Durchlichteinheit
kann man die Lomo-Filme digitalisieren.
Die Scan-Maske lässt sich auf Lomo-Sondergrössen wie nahtfreie oder überlappende Panoramen einstellen.
Die Lomo Digitaliza Scanning Mask gibt es in zwei Ausführungen :
- Lomo Digitaliza 120 (für Rollfilm 120)
- Lomo Digitaliza 35 mm (für Kleinbildfilm)
Stellvertretend ist die Lomo Digitaliza 120 abgebildet.
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