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Klarer Durchblick

 

In der heutigen Zeit sind viele Menschen auf Sehhilfen angewiesen und während die Einen hier bereits auf Kontaktlinsen zurückgreifen, tragen die Anderen nach wie vor eine Brille. Sei es, weil sie Kontaktlinsen nicht vertragen, weil sich eine Brille schneller aufziehen lässt oder weil die Betreffenden eine Brille einfach als stilvoll empfinden oder meinen, so intellektueller zu wirken: das Nasenfahrrad hat noch längst nicht ausgedient.
Auch ich trage, vornehmlich aus Gründen der Bequemlichkeit, zumeist eine Brille, um meine kleine Sehschwäche auszugleichen. Meine Partnerin ist hingegen schwer sehbehindert und auf eine sehr starke Brille angewiesen, da auch Kontaktlinsen, die für sie ohnehin schon speziell angefertigt werden müssten, ihre Sehbehinderung nicht komplett ausgleichen könnten. Sie wäre also wenn auf eine Kombination aus Kontaktlinsen und Brille angewiesen, aber da ihre Tränendrüsen eine verstärkte Produktion aufweisen, reagiert sie unverträglich auf Kontaktlinsen.
In unserem Haushalt wird also rege Brille getragen, um deutlich sehen zu können und damit der Blick auch tatsächlich klar ist, ist es natürlich wichtig, dass die Brille immer sauber ist. 
Aber wie reinigt man eine solche Sehhilfe denn am Besten?

Der Optiker nutzt hierzu ein Ultraschallgerät und solche Geräte kann man bei diversen Anbietern heute auch schon für den Hausgebrauch erwerben. Besonders praktisch: diese Ultraschallgeräte lassen sich nicht nur zum Säubern der Brille, sondern auch zur Reinigung von Schmuck verwenden, so dass sich eine Anschaffung hier durchaus relativ schnell rentieren kann, besonders wenn man sehr viel Schmuck besitzt und diesen auch rege trägt. 
Aber sicherlich gibt es auch Diejenigen, die sich zum jetzigen Zeitpunkt ein solches Gerät finanziell nicht leisten können, doch dies ist nun bei Weitem kein Grund, mit einer schmutzigen Brille herumlaufen zu müssen: nein, es gibt auch ganz einfache Mittelchen, seine Brille wieder sauber zu bekommen. 


Am Einfachsten klingt es natürlich, zu den Brillenputztüchern zu greifen, welche es in fast jedem Laden gibt. Diese eignen sich allerdings nur bedingt zum Reinigen der Brillengläser, da sie oft mit diversen Inhaltsstoffen versetzt sind, die insbesondere Kunststoffgläser und Beschichtungen (wie auch Entspiegelungen) auf Dauer Schäden zufügen können. 
Aber für unterwegs sind diese Tüchlein natürlich ungemein praktisch.
Die besten Tücher, die sich für eine Brillenreinigung eignen, haben jedoch eines gemeinsam: sie bestehen aus Microfaser. 


Oftmals erhält man zum Kauf einer Brille beim Optiker sowohl ein Brillenetui als auch ein solches kleines Tüchlein dazu: wird die Brille nicht getragen, ist sie im Etui am Sichersten aufgehoben und verwahrt man das Tuch ebenfalls in diesem, kann man die Brille vor dem Ablegen immer noch schnell einmal mit dem Tuch abwischen.


Ist die Brille bzw. ihre Gläser stärker verschmutzt, eignet sich folgende Reinigung ganz hervorragend: man füllt ein längliches Gefäss, wie z.B. eine Vorratsdose, mit heissem Wasser und fügt diesem einen Spritzer Spülmittel (alternativ geht auch Flüssigseife) hinzu. Dann nimmt man die Brille an den Bügeln und schwenkt sie in diesem Wasser 30-60 Sekunden hin und her. Im Anschluss wird die Brille dann mit einem fusselfreien Tuch; auch hier sind Microfasertücher; wieder bestens geeignet trockengeputzt. 
So sind die Gläser wieder absolut sauber und Microfasertücher sind heutzutage auch schon sehr günstig zu haben. Im Sortiment der Putzmittel findet man hier zum Beispiel häufig Microfasertücher, die ausgewiesen sind, sich als Spültuch, als Staubtuch oder auch als Wischtuch zu eignen. Aber eben diese Tücher eignen sich auch sehr gut zur Brillenreinigung: natürlich werden die meisten Spültücher hierfür bereits zu gross sind, aber es ist auch kein Problem, diese Tücher in die passende Form zu schneiden.
So kann man aus einem ohnehin schon günstigen Tuch leicht vier Brillenputztücher machen und auch wenn diese letztlich an den Rändern leicht zerfransen sollte, ist ein Ersatz schnell und preiswert herbeigeschafft. 
Die Microfasertücher kann man im Übrigen auch in der Maschine waschen; sollen sie zur Brillenreinigung dienen, ist es allerdings besonders wichtig, hierfür keinen Weichspüler zu verwenden, da die Tücher sonst Schlieren auf den Gläsern hinterlassen könnte. 


Der Optiker meiner Frau empfahl ihr übrigens einmal, die Brille zwischendurch auch mal mit klarem Alkohol (Korn, Wodka etc.) zu reinigen, da auch Alkohol eine hohe Reinigungskraft besässe. Allerdings ist diese Art der Reinigung auch nicht umunstritten, da Alkohol ebenso wie die Brillenputztücher insbesondere Kunststoffgläser und Entspiegelungen auf Dauer angewandt kaputtmachen könnten. 
Hier hatte der Tipp nun auch viel mehr den Hintergrund, dass meine Liebste, sofern sie nicht schläft, ständig auf die Brille angewiesen ist, da sie ohne diese kaum die Hand vor Augen erkennt, was nun natürlich ein gewisses hygienisches „Gschmäckle“ hat: wir tragen schliesslich auch nicht immer dieselbe Kleidung, ohne sie zwischendurch zu waschen. 
Und da Alkohol bekanntlich eine desinfizierende Wirkung hat, ist es in solchen Fällen durchaus sinnvoll, die Brille ab und an mal komplett mit Alkohol zu reinigen: meine Frau hat nun auch viel weniger kleine Unverträglichkeiten zu vermelden, die sich insbesondere unter den Bügeln früher doch häufiger gebildet haben. 
Aber wie gesagt: die optimale Glas-Reinigung ist dies nicht. 


Um die Gläser zu reinigen, ist die Spüli-/Microfaser-Variante immer noch unsere erste Wahl und absolut empfehlenswert – übrigens gehört es für viele Optiker auch zum Service, ihren Kunden anzubieten, die Brille kostenlos per Ultraschall zu reinigen. 
Und auch wenn man die Gläser zuhause doch immer wieder zufrieden stellend säubern kann, sollte man die Gelegenheit doch nicht unverstrichen lassen, ab und an auch mal den eigenen Optiker um eine gründliche, professionelle Reinigung zu bitten.


Mitgliedsdetails

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bundy109

195

Aufgenommen:Aug 9, 2010

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