Fliegen, so real wie nur möglich - so klappt es auch bei Euch
Ich habe es ja schon öfter mal gesagt: mit Maus und Tastatur lässt es sich nicht gut fliegen, hat man einen gewissen Anspruch an realitätsnahes Verhalten der Flugzeuge. Dazu gehört natürlich auch, einen Flieger möglichst real zu steuern. Das man sich dazu nicht immer ein Cockpit nachbauen muss, gibt es diverse Produkte, die Schritt für Schritt den heimischen PC zu einem Airliner machen!
Wer es wirklich real haben will, der muss sich um einen Flugschein bemühen, was aber für viele von uns nicht in Frage kommt; zum einen der Preis (ATPL A, also die Lizenz zum Linienpilot, kostet im Schnitt 55'000 Euro;dazu kommen noch bis zu 6 Monate im Ausland, um Flugstunden zu sammeln, was dann nochmal rund 10'000 Euro kosten dürfte. Ganz zu schweigen von den laufenden Kosten) und zum anderen die strengen Auswahlverfahren der Airlines, die manchen Traum schon beendet haben. Doch es gibt, wie gesagt, günstigere Abhilfen....
Grundsätzlich gilt; auch mit nur einem Bildschirm ist der FlightSimulator spielbar. Jedoch sollte man dann schon einen etwas grösseren Durchmesser haben, am ehesten ist etwas um die 21 Zoll geeignet. So sind auch die Instrumente gut ablesbar, selbst wenn es gerade etwas stressig wird. Wer jedoch den Platz und das Geld hat, der sollte auf 4 Bildschirme ausweichen: 3 für die Darstellung der Landschaft und auf einem die wichtigsten Instrumente. Doch, wie gesagt, es ist halt eine Frage des Geldes und des vorhandenen Platzes.
Beim Kauf eines Yoke muss man erst wissen, was man sucht. Wie man oben schon sehen kann; Yoke ist nicht gleich Yoke. Es gibt einen Yoke, bei dem sind Schubhebel, Gemischverstellung und Proprllerblattverstellung bereits mit integriert, dann gibt es welche, da werden die Throttel, wie die Schubhebel sich nennen, als einzelne Komponente mitgeliefert. Hier ist die Frage, was man sich vorstellt: will man einig einen Yoke, dann sollte man sich einen mit enthaltenen Throttle kaufen. Diese sind auch gut geeignet, sollte man nur mit kleinen, einmotorigen Maschinen fliegen wollen. Ist man aber eher der Jet-Pilot, wo ein Grossteil der Maschinen mindestens zwei Motoren besitzen, ist hingegen eine getrennte Steuerung dringend nötig! Preislich zwar ein wenig höher angesetzt, dafür mit dem Vorteil, sich die Throttle da hinstellen zu können, wo man das möchte.
Ein wenig einfacher haben es Piloten von "War-Birds" oder eingefleischte Airbus-Fans. Sie kommen unter gewissen Umständen unter 100 Euro davon, denn sie brauchen "nur" einen Stick. Doch auch hier gibt es zig Ausführungen. Einen nackten Stick ohne Gimmick, einen Stick mit integrierter Schubregelung bis hin zum Luxus-Stick, mit dem man den halben Flieger steuern kann. Doch eines möchte ich dem geneigten Piloten mit auf den Weg geben: beim fliegen mit "nur" einem Stick entgeht Euch wirklich viel vom Spass, den es macht, mit einem Yoke zu fliegen. Das gilt sogar für einen Airbus, der ja bekanntlich seit der A320 mit einem "SideStick" geflogen wird. Das Problem im Simulator ist es aber, das die typische Fly by Wire Steuerung noch nicht zu 100% simuliert werden kann, daher macht ein Stick auch noch nicht richtig viel Sinn!
Wer sein "Heimcockpit" nicht über einen Yoke / Stick erweitern möchte, der sollte sich wirklich die Produkte von CH Products mal etwas genauer anschauen. Wer jedoch weitere Elemente zufügen will, der kann auch gerne einen Yoke von Saitek kaufen. Weshalb? Das seht ihr im nächsten Abschnitt...
Preislich gesehen muss man beim Kauf eines Yoke mit im Schnitt 200 Euro rechnen. Gut angelegtes Geld, wenn man sich mit dem Flugsimulator richtig beschäftigen will und diesen nicht nur als Spiel betrachtet, sondern sich damit einen Traum erfüllen möchte!
Für einen guten Stick muss man zwischen 90 und 170 Euro rechnen, wobei sich dieser, wie bereits gesagt, im Moment noch nicht lohnt, da Fly by Wire noch nicht weit genug umgesetzt ist, um die Flugzeuge so steuern zu können. Und mit einem Yoke hat man einfach ein besseres Gefühl für den Flieger.
Arbeiten kann damit jeder; man braucht nur einen freien USB Anschluss und, je nach Modell des Yoke / Stick, ein DVD Laufwerk. Bei jedem Hersteller und Produkt wird man dann durch die ganze Installation geleitet, bis das Produkt dann bereit ist für den ersten Flug!
Neben Pedalen für die Ruder, in denen auch gleich Bremsen mit eingebaut sind, über relevante Fluglageanzeigen bis hin zu einem Autopiloten / Radio-Panel; es gibt beinahe alles zu haben was das Fliegerherz begehrt! Es ist ja auch nicht wirklich realistisch, das Fahrwerk über die "G-Tate" einzufahren oder die Klappen mit der "F6" und "F7" Taste zu steuern, nicht wahr?
Damit Ihr einen besseren Eindruck bekommt, wie man sich so eine "Heim-Cockpit" vorstellen muss, hane ich noch einen kleinen Clip eingebunden, in dem Ihr auch gleich an Hand eines Fluges sehen könnt, wie es ist, mit diesem Komponenten-Heim-Cockpit zu fliegen.
Wieso fliege ich mit dem ganzen Zubehör? Das werde ich oft gefragt; dabei liegt der Vorteil auf der Hand. Da man die Instrumente jetzt in 3D vor sich hat und diese auch grösser sind als auf dem Bildschirm, kann man sie besser ablesen und somit genauer fliegen. Und natürlich hat es auch viel damit zu tun, möglichst "echt" fliegen zu können, ohne dafür wirklich in die Luft zu gehen. Es macht den Flugsimulator einfach "griffiger" und erhöht den Spassfaktor.
Preislich geshen liegen die ganzen Komponente zwischen 100 und 200 Euro. Das klingt nach sehr viel, und es ist, zugegeben, auch nicht wirklich günstig. Der Vorteil ist aber, das man sich sein Traum-Cockpit Schritt für Schritt aufbauen kann! Damit kann man es sich schön einteilen und man hat immer etwas, auf das man sich freuen kann. Diese Idee von Saitek ist daher besonders für diejenigen geeignet, die ein kleines Budget haben aber trotzdem nicht auf dieses Erlebniss verzichten wollen oder können.
Saitek Heim-Cockpit
Doch zurück zum eigentlichen Thema! Zum Abschluss kann ich nur sagen, alleine schon mit einem Yoke macht das fliegen viel mehr Spass, ist mit einem Schlag um weiten realistischer und bietet das, was der Flugsimulator verspricht: fliegen, as real as it gets! Das Angebot für Zubehör wird laufend erweitert, so das man sich sein komplettes Cockpit gestallten kann, wie man dies gerne hätte. Ich selber möchte auf meine "Gimmicks" jedenfalls nie wieder Verzichten müssen! Ich hoffe, ich konnte Euch hier einen kleinen Einblick in das geben, was Freaks wie mich beim simulierten Flug bei der Stange hält! Sollte sich jemand Produkte dieser Art kaufen, wünsche ich demjenigen ganz viel Spass beim Eintauchen in eine ganz neue Welt; as real as it gets.... :)
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