Die besten klassischen Jet-Airliner für den Flugsimulator
Flugzeuge aus einer Zeit, in der noch nicht alles von einem Bordcomputer erledigt wurde, was im Cockpit so anlag; diese Maschinen liebe ich im Flugsimulator. Ebenfalls bin ich die auch immer sehr gerne geflogen im realen Leben (wenn auch nur als Passagier). Besonders die kurze Zeit in Afrika, mit den ganzen alten Boeings werde ich wohl nie vergessen...
Leider gibt es diese Flugzeuge in unserer Region immer weniger zu sehen; wenn, dann eigentlich nur noch als Frachter, wo man als Passagier ja eh nicht ran kommt. Selbst die alte A300B4 gibt es eigentlich nicht mehr als Passagiermaschine zu sehen. Daher ist es gut, dass wir diese Klassiker noch viele Jahre am Simulator geniessen dürfen! Ich habe hier mal vier meiner liebsten klassischen Jet's versammelt und hoffe, Euch den Mund wässrig machen zu können!
Damit wir uns hier nicht bei jedem Flieger mit der Installation abmühen müssen, hier gleich mal zu Beginn in gesammelter Form. Da diese für alle vier Produkte genau gleich abläuft, sollte das eigentlich übersichtlicher sein:
Alle vier Produkte verfügen über ein Auto-SetUp. Das bedeutet, nachdem man die CD einlegt, folgt der automatische Start direkt, ohne das man hier etwas zutun müsste! Dann wird man via Startbildschirm nach einigen Informationen gefragt (unter anderem Sprache, Hauptordner des Simulators, soll eine Verknüpfung auf dem Desktop erstellt werden usw), bevor dann die Flugzeuge auf den Rechner geladen werden. Sollte der Vorgang mal nicht automatisch starten, einfach nach dem Einlegen der CD auf das Laufwerk klicken; so bringt man die Installation auch zum laufen!
Nachdem alles geklappt hat, einfach den Rechner neu starten (ist nicht nötig, aber sicher ist sicher) und schon sind die Flugzeuge bereit für die ersten Abenteuer!
Da es sich hier um sehr realistische Simulationen handelt, rate ich jedem, vor dem ersten Flug einen Blick in die mitgelieferten Handbücher zu werfen. Wenn man so realistisch wie möglich fliegen möchte, wird man um diesen Schritt nicht rum kommen! Die jeweiligen PDF sind sehr übersichtlich gestalltet und enthalten alle nur erdenklichen Informationen.
So, nun wollen wir aber die einzelnen Add-On's erkunden....
Rundgang um das Flugzeug
Sich die 727 auch mal einfach so anzuschauen lohnt sich; nicht nur das ihre erscheinung sehr imposant ist, sie wurde auch wirklich gut nachgebildet! Sich öffnende Türen, sich flüssig senkende Klappen (Flaps und Slats), die Türe am hinteren Ende, die es so eigentlich nur bei der 727 gab, nichts fehlt hier! Dazu noch die ganzen anderen Effekte, wie zum Beispiel reflektierendes Licht am Rumpf, machen dieses Flugzeug zu etwas ganz besonderem.
Blick in das Cockpit
Der Blick in die Kommandozentrale setzt das positive Bild eigentlich weiter fort. Hier findet man alles so, wie man es sich von einem betagten Airliner erhofft. Analoge Fluginstrumente so weit das Auge reicht, dazu die zu diesem Zeitpunkt üblichen drei Arbeitsplätze; alles recht ordentlich nachgebildet. Einen Autopiloten sucht man hier, wie in Echt auch, vergeben; zu einer Zeit, als das fliegen noch ein Abenteuer war, benötigte man so einen "Luxus" nicht. Bedeutet aber auch viel Arbeit auf einem Flug, da man ja für alle drei Arbeitsplätze zuständig ist!
Mir ist jedenfalls sofort aufgefallen das man sich hier sehr viel Mühe gegeben hat, alles so realistisch wie nur Möglich nachzubilden.
Ein kurzer Testflug
Für diesen Testflug fliege ich von Zürich (ZRH) nach Genf (GVA), jedoch nicht die übliche Route, sondern schön über die Alpen. Dafür stelle ich das Flugzeug vor die Startbahn 16, wo es mit kalten Cockpit losgehen soll. Mit dem Handbuch, das man sich vor dem ersten Flug ausdrucken sollte, gelingt es dann auch recht einfach, die Systeme zu starten. Zwar braucht es besonders in der Anfangszeit etwas Übung, allerdings hat man den Dreh recht schnell raus. Auf dem Boden ist die 727 leicht zu steuern, jedoch gilt bei diesem Flugzeug; man sollte es nicht über Maus und Tastatur steuern. Da eben kein Autopilot vorhanden ist, sollte man sich einen Joystick zulegen, oder noch besser, einen richtigen Airlin-Yoke!
Nach dem auflinieren auf Rwy 16 geht es auf knapp 5500 Meter. Mit der richtigen Trimmung fliegt die Maschine quasi wie mit Autopilot; die Höhe wird schön gehalten, man muss nur selten mal eingreifen. Ich fliege in Richtung Luzern, um da die Berge in geringer Geschwindigkeit zu überfliegen. Zu diesem Zweck fahre ich das Fahrwerk und die Klappen aus, und siehe da; die 727 hat ausgezeichnete Low-Speed Eigenschaften! Zwar muss man sie so immer mal wieder neu austrimmen, dies ist in der echten Maschine aber in etwa genau gleich.
Nun schenke ich ein in Richtung Bern, um dort den Leitstrahl für den Flughafen von Genf anzuschneiden. Dafür steige ich erst auf 9000 Meter, drehe über Bern dann nach Sübwesten ab und kaum ist der Genfersee in Sicht, habe ich den Leitstrahl erreicht. Mit der Trimmung und den Schubhebeln folge ich dem Strahl, was so eigentlich gut gelingt. Jedoch gibt es im Endanflug eine kritische Situation; sobald man dort das Fahrwerk ausfährt, tendiert die Boeing dazu, etwas durchzusacken. Es empfiehlt sich, hier mit etwas mehr Speed anzufliegen, um das zu vermeiden. Das aufsetzen gelingt dann sehr gut. Was mir auffällt; die Bremsen sind hier etwas zu stark! Nach nicht mal der halben Landebahn steht der Flieger...
Mein Fazit
Eine wirklich schöne Maschine, die zwar einige kleinste Fehler hat, jedoch überzeugen kann. Die 727 verfügt über ein klasse Flugverhalten und wenn man mit der Trimmung umzugehen versteht, wird man hier wirklich Spass am fliegen haben. Für Neulinge ist dieses Flugzeug sicher nicht geeignet, da man schon recht viel Arbeit hat. Jeder mit etwas Erfahrung im FS X, der auf die klassischen Maschinen steht, der wird sich hier austoben können und auch richtig viel Spass damit haben. Und wie gesagt, um diesen Vogel richtig fliegen zu können, sollte man sich den Kauf eines Yoke's überlegen....
Boeing 727 Captain von Just Flight
Rundgang um das Flugzeug
Was mir hier sofort auffällt ist der Querschnitt des Rumps; dieser ist nicht einfach nur rund, sondern oval, und genau so sieht er hier auch aus! Zudem wurden hier liebevoll die Details herausgearbeitet; die animierten Türen und Klappen so wie auch Leitungen im Bereich von Fahrwerk und Triebwerken. Dazu die schöne Umsezung der "clean wings" (sauberer Flügel, weil die Triebwerke sich nicht unter den Tragflächen befinden), die wirklich gut gelungen ist.
Blick in das Cockpit
Hier wird sofort klar, warum Lago für dieses Flugzeug diverse Preise erhalten hat und warum so viele Flusi-Piloten ein Loblied auf die Mad Dog singen. Ich habe selten ein so gut strukturiertes Cockpit in einem Flugzeug für einen Simulator gesehen! Dies birgt aber auch extrem viel Arbeit für den heimischen Piloten und setzt eine gewisse Vorkenntniss voraus.
Fakt ist das man sich hier aller Systeme angenommen hat und alles, in den Grenzen des Simulators, 1:1 umgesetzt hat. Auch wenn die MD-80 zu den eher weniger komplizierten Flugzeugen gehört, hat man hier doch ein wenig was zu lernen bevor es in die Luft gehen kann!
Ein kurzer Testflug
Für diesen Flug starten wir in Genf (GVA) und fliegen zurück nach Zürich (ZRH), wieder mit einem Flug über die Alpen, damit die Passagiere ein wenig was von diesem Flug haben.
Vor der Startbahn 05 beginnt mein Flug, natürlich mit kaltem Cockpit. Auch wenn ich die MD-80 schon öfter geflogen bin, konnte ich die Systeme ohne Handbuch nicht aktivieren. Daher bitte auch hier; vor dem ersten Flug das PDF ausdrucken, es sind ja auch nur etwas über 370 Seiten. Mit Hilfe der Checklisten sollte es dann auch klappen, dem Vogel Leben einzuhauchen. Was aber für diese MD-80 spricht: hat man erst einige Flüge absolviert, geht die Bedienung in Fleisch und Blut über, da sie sehr logisch aufgebaut ist. Dazu gilt es auch gleich zu sagen, dass man auch hier auf einen Yoke setzen sollte, um dieses Flugzeug wirklich gut steuern zu können. Maus und Tastatur gehen wohl auch, aber es geht viel vom Feeling verloren.
Steuern lässt sich der Mad Dog am Boden relativ gut, jedoch hat er in Kurven ein wenig Probleme damit, einfach stecken zu bleiben. Daher immer mit etwas mehr Motorenleistung in die Kurven gehen, damit ist dieses Problem dann ausgemerzt. Aufliniert, setze ich erst die Bremsen um die Triebwerke auf volle Power zu bringen. Der Startlauf läuft gut, die Maschine lässt sich gut auf der Mittellinie halten, auch mit leichten Steuereingaben. Nach dem Rotieren geht die MD-80 recht steil nach oben; selbst der Autopilot scheint etwas Mühe zu haben, die Steigrate von "nur" 1800 Fuss/Minute halten zu können. Es scheint immer so als wolle der Mad Dog ausbrechen. Wie gesagt, mit dem Autopiloten steige ich auf 8000 Fuss, fliege in Richtung Bern und von da nehme ich Kurs nach Luzern. Bei Erreichen der Alpen wieder der Test mit ausgefahrenem Fahrwerk und Klappen. Hier zeigt sich das die MD-80, anders als die MD-90 / Boeing 717 nicht gerne langsam fliegt! Es kommt sehr schnell zu einem Strömungsabriss, aus dem man das Flugzeug aber leicht wieder raus holen kann! Von Luzern aus geht es in Richtung Bodensee, wo ich von Ahnd auf 7000 Fuss sinke und mich für den Anflug auf Landebahn 16 vorbereite. Nach dem Anschneiden der Leitstrahls fliege ich den Anflug selber, um zu sehen, wie sich dieser Vogel so steuern lässt. Und siehe da; wenn man den Anflug etwas schneller als normal macht kann man diesen gut auch selber fliegen! Kurz vor dem Aufsetzen starte ich durch; wollen wir mal sehen, wie der Autopilot das macht! Eine Platzrunde und erneut auf die 16 angeflogen; diesmal mit Autopilot. Auch dieser hält den Leitstrahl recht gut, allerdings sollte man diesen genau anfliegen, das der AP hier nicht noch gross am Kurs ändern muss, so ist der Anflug auch mit Hilfe recht ruhig und die Landung sehr sanft!
Mein Fazit
Mad Dog, ein Spitzname den dieses Flugzeug nicht ohne Grund trägt! Das Handling ist soweit recht gut, bis man mal gezwungen wird, mit niedrigem Speed zu fliegen! Die MD-80 tendiert dazu, schnell mal in einen Stall zu geraten, aus dem sie sich aber auch gut wieder abfangen lässt. Nun gut, das Flugzeug ist sehr komplex programmiert worden; dies setzt natürlich den Willen voraus, auch etwas lernen zu wollen. Sonst wird man mit diesem verrückten Hund nicht glücklich! Hat man das Flugzeug dann aber im Griff, wird man es lieben!
MadDog MD-80 von Lago
Rundgang um das Flugzeug
Mit der 707 ist Boeing wohl der grosse Wurf gelungen. 24 Jahre wurde die Serie 707 gebaut, hat es auf über 1000 Maschinen gebracht! So ein Flugzeug betrachtet man auch im Simulator mit ganz anderen Augen. Besonders die schmalen Triebwerke sind gut gelungen, aber auch das mächtige Leitwerk ist eine Augenweide. Die animierten Klappen jedoch scheinen etwas von Rost befallen zu sein; sie fahren nicht ganz so flüssig aus wie ich das von anderen Flugzeugen kenne.
Blick in das Cockpit
Wie schon bei der B727, fällt hier sofort der "Uhrenladen" auf; sehr viele analoge Anzeigen auf allen drei Arbeitsplätzen. Und natürlich sucht man hier auch einen Autopiloten vergebens, was auf Langstrecke für den Schreibtisch-Piloten viel Arbeit bedeutet. Das Panel ist allgemein von der Farbgebung her etwas zu hell geworden, was man aber an Anzeigen umgesetzt hat, kann sich sehen lassen.
Um das fliegen mit der 707 zu vereinfachen hat man im Bereich der hydraulischen Systeme einige Funktionen nicht umgesetzt. So ist man auf dem hinteren Sitz eigentlich nur noch für die Einstellung der diversen Tanks zuständig. Bei Flügen mit 4 Stunden oder mehr ist man dafür durchaus dankbar...
Ein kurzer Testflug
Um hier die Langstrecke etwas besser simulieren zu können, gibt es hier einen etwas längeren Flug. Wir fliegen von Zürich (ZRH) nach Hamburg (HAM), und zwar folgen wir dem Rhein, so weit dies geht.
Los geht es von Gate B, von wo aus wir via Startbahn 16 starten werden. Das Cockpit natürlich wieder "kalt" mit ruhenden Motoren. Das starten der Motoren geht hier, dank der automatisierten Hydraulik auch über die bekannte Tastenkombination; durch diesen Umstand kann man also ruhig auch mal "zwischendurch" mit der grossen alten 707 einen Ausflug starten, da man nicht alleine für den Start der Motoren schon eine Stunde braucht. Nun nur noch die elektrischen Kreise schliessen und schon ist man bereit für den wilden Ritt! Das Verhalten auf dem Boden ist dann wie erwartet: sehr träge und ein wenig steif, aber mit etwas Übung lässt die Boeing sich gut steuern. Auf der 16 aufliniert, gebe ich vollen Schub, ohne die Bremsen zu setzen. Wie erwartet sind die Triebwerke etwas lahm, was natürlich am Alter der Maschine liegt und nicht ein Fehler in der Programmierung ist. Ich brauche dann auch ganz schön viel Startbahn um vom Boden zu kommen, aber dann hebt sie ab.
Wie bei allen Flugzeugen älteren Baujahres, erleichtert man sich hier extrem das Leben, wenn man hin und wieder richtig austrimmt. Da es ja keinen Autopiloten gibt müsste man sonst ständig den Kurs ausbessern. Zwar könnte man sich hier einen einfachen Autopiloten zuschalten lassen, jedoch nimmt dieser den ganzen Spass an diesem fliegenden Altmetall, daher wird dieser erst garnicht berücksichtigt! Aber sie fliegt sich ja auch per Hand recht gut. Langsam steige ich in Richtung Basel auf 11'000 Fuss, bevor es dann in grobe Richtung Norden geht und ich dem Lauf des Rheins folge. Zielhöhe ist 15'000 Fuss, was ich etwa auf Höhe von Baden-Baden erreiche. Der Reiseflug ist im ausgetrimmten Zustand recht locker, und so fliege ich weiter, vorbai an Köln, von wo aus ich dann nach Düsseldorf fliege. Von hier geht es weiter nach Bremen, wo ich dann auch auf 11'000 Fuss sinke, um mal zu sehen, wie sich die 707 mit geringem Speed so fliegt. Dafür geht es wieder raus mit dem Fahrwerk und den Klappen. Sofort geht die Nase steil nach oben und es droht ein Stall. Übung abbrechen, alles wieder einfahren und vollen Schub; so kann ich die Boeing auf etwa 6000 Fuss wieder abfabgen! Die alte Lady mag wohl keinen extrem langsamen Flug... Ich steige auf 10'000 Fuss und nährer mich so Hamburg. Kurz nach erreichen von Flugfläche 110 muss ich auch schon wieder runter auf 5000 Fuss, von wo aus ich meinen Anflug auf HAM nach Sicht beginne! Landebahn 15 liegt vor mir, und hier kann ich einen etwas schnelleren Anflug durchführen, damit die 707 stabiel bleibt und nicht wieder nach oben wippt! Dieser aufregende Flug endet mit einer etwas härteren Landung, da die Boeing am Schluss einfach nicht aufsetzen wollte; ein Problem was ich von anderen Flügen schon kenne.
Mein Fazit
Ein wirklich klasse Flugzeug, trotz seines hohen Alters; oder gerade drum! Sie hat zwar einige kleine Schwächen, ist aber trotz allem die beste 707 die ich für den FS2004 kenne. Es macht wirklich Spass hier im Cockpit zu sitzen, wenn ich sie auch nicht auf Langstrecke fliegen möchte, da ein passender Autopilot fehlt und man das INS immer kontrollieren muss! Trotz allem, ich liebe diese B707!
Legendary 707 von Captain Sim
Rundgang um das Flugzeug
Der A300B4 besitzt natürlich nicht den Charme einer B707; dafür ist das Muster einfach zu "neu" und hat schon beinahe ein 0815-Form. Trotzdem gibt es einiges zu bestaunen. Fangen wir bei den einzelnen Bemalungen an, die alle sehr schön gezeichnet wurden. Auch die diversen animierten Bereiche, wie zum Beispiel Türen, Klappen, Fahrwerk und Triebwerke, bieten einen optischen Leckerbissen. Einzig der Bereich der APU (Hilfsturbine) scheint mir ein wenig zu klein geraten zu sein. Sonst gibt es aber keinen Grund zu klagen.
Blick in das Cockpit
Das Cockpit sieht auf den ersten Blick noch aus, als würde man sich in einer Boeing 737 befinden. Und wahrlich, die markanten Sidesticks gab es in den A300 und auch A310 noch nicht. In der Tat, auch in der ersten Bauserie von Airbus findet man die sogenannten analogen Instrumente, liebevoll "Uhrenkasten" genannt. Und nach meinem Urteil hat man hier viel Wert auf eine detailierte Instrumentierung gelegt. Dabei fällt auf, das einige Anzeigen im virtuellen Cockpit ezwas schwer abzulesen sind. Im 2D Cockpit jedoch, was ich bevorzuge, gibt es hier keine Probleme. Allerdings sollte man einen grossen Bildschirm haben.
Ein kurzer Testflug
Für den letzen Flug fliege ich von Hamburg (HAM) nach München (MUC), wo ein harter Tag zu Ende geht. Wir starten vor der Startbahn 15 mit kaltem Cockpit. Das strarten der Triebwerke und Systeme geht hier recht einfach, sofern man sich das Handbuch zu Hilfe nimmt. Es benötigt schon einer gewissen Routine, um hier alle Schalter der richtigen Reihenfolge nach zu betätigen und so das gewünschte Ziel zu erreichen; einen flugfähigen Vogel.
Das Verhalten am Boden ist wie erwartet sehr gut und so kann man dann auch ohne grosse Sorge in Richtung Startbahn rollen. Aufliniert und bereit zum Take off, gebe ich Gas und staune ab der guten Beschleunigung des A300B4! Mot beachtlichen 2300 Fuss / Minute steige ich auf 31'000 Fuss, wobei ich ab 12'000 Fuss das Steuer an den Autopiloten abgebe. Dieser führt das Flugzeug sauber der geplanten Route entlang und sorgt dafür, das der virtuelle Pilot ein wenig Zeit hat um sich weiter im Cockpit umzusehen. In unserem Fall bleibt dazu aber keine Zeit. Da ich kurz nach erreichen von 31'000 Fuss bereits wieder absinken werde um dann auf 21'000 Fuss einige Tests zu fliegen. Ich lasse also den Autopiloten das Flugzeug mit 1200 Fuss / Minute absinken. Sobald sich das Flugzeug auf der neuen Höhe stabilisiert hat, nehme ich den Autopiloten offline und schaue, wie der Airbus reagiert! Er fliegt stabil so weiter; so lobe ich mir das! Nun übernehme ich das Steuer, senke den Speed und schaue, wie sich das Flugzeug im tiefen Speed-Bereich verhält. Auch mit ausgefahrenen Klappen und Fahrwerk lässt sich der Vogel nocht gut beherrschen, auch wenn die Nase etwas nach oben geht. Bevor wir abkippen setze ich vollen Schub um wieder normale Geschwindigkeit zu erreichen. Mit dem erreichen des bayrischen Luftraums sinke ich auf 15'000 Fuss und nehme Kurs Richtung München. Vorgesehen zur Landung ist Landebahn 26L; diese fliege ich im Gegenanflug auf 7500 Fuss an, drehe dann ab um den Landekurs zu schneiden und folge dem Leitstrahl unauffällig, um dann eine saubere Landung von Hand durchzuführen.
So ging der letzte Testflug zu Ende. Was bleibt ist die Hochachtung für alle vier Flugzeuge; ob nun real oder im Simulator!
Mein Fazit
Auch wenn der A300B4-200 der unspektakulärste Flieger ist, der hier besprochen wurde, so ist er doch ein wirklich klasse Vogel, der dem Piloten viel Arbeit abnimmt, der einen gut nachgebildeten Autoplioten besitzt und auch von Hand angenehm zu fliegen ist. Von allen hier besprochenen Mustern ist der A300 am ehesten für relativ unerfahrene Piloten geeignet, daher musste er hier einfach auch behandelt werden.
Airbus A300B4-200 von Sim Check
Zugegeben, einige kleinere Schönheitsfehler gibt es bei allen, was hier jedoch für mich wichtig ist, mich mit diesen Flugzeugen befassen zu können, die aus einer anderen Zeit kommen. Damals, als Fliegen noch wirklich Fliegen war; damals als der Mensch noch die Kontrolle über die Maschine hatte! Wer selber schon einmal mit einem der hier beschriebenen Vögeln fliegen konnte, der weiss was ich meine!
Ich wünsche allen viel Spass, die sich nun zu einem Kauf durchringen können! Guten Flug :)
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