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Empfehlenswerte Hardware für High-End PCs XIb4 - Festplatten - HDD IV

 

Ich heisse meine treuen und neuen Leser herzlich willkommen im vierten Teil von Sparte B der Unterkategorie "Festplatten" aus meiner umfangreichen Ratgeberreihe "Empfehlenswerte Hardware für High End PCs" (der Name ist selbsterklärend), in der wir uns nun zum vierten Male ausgiebig mit sehr empfehlenswerten mechanischen Festplatten beschäftigen werden, nachdem wir in Sparte A auf eine Reihe sehr hochwertiger Solid State Drives gestossen sind.
Die Unterschiede zwischen Solid State Drives und mechanischen Festplatten liegen auf der Hand: Die kleineren Solid State Disks haben eine Reihe an sehr überzeugenden Vorzügen gegenüber der herkömmlichen Festplatten, wie zum Beispiel ihre enorme Geschwindigkeit, welche die mechanischen Verwandten schon allein aufgrund der beweglichen Bauteile nicht aufbringen können (schon die Zugriffszeiten könnten niemals wett gemacht werden - in der Zeit, in der die mechanische Festplatte den magnetischen Schreib- und Lesekopf auf der rotierenden Magnetscheibe in Richtung der auszulesenden Daten justiert, hat das Solid State Drive mit seinen Halbleiterbausteinen schon zigfach auf dieselben ganz direkt und ohne Umwege zugegriffen).

Eben diese beweglichen Bauteile sind auch dafür verantwortlich, dass die klassischen Festplatten sehr viel mehr Hitze entwickeln als die nicht mechanischen Solid State Disks. Auch die Anfälligkeit gegenüber Erschütterungen, welche die mechanischen Bauteile der Ur-Festplatten mit sich bringen, als auch der auf Dauer höhere Verschleiss sind Faktoren, mit denen die SSDs punkten können, da diese Nachteile bei ihnen nicht vorhanden sind. Was mechanisch funktioniert, verursacht auch Geräusche.
Bei den SSDs lauscht man jedoch vergebens - es wird nichts zu hören sein! Deren Flash-Speicher verursachen keinerlei Geräusche. Und last but not least sind Solid State Drives wahre Künstler wenn es darum geht, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten. Selbst die Green Serien der mechanischen Festplatten, bei denen die Umdrehungszahlen der Magnetscheiben heruntergeschraubt wurden, um auf diese Weise unter Einbüßung von Geschwindigkeit einen geringeren Stromverbrauch zu erlangen, verbrauchen weit mehr als gute SSDs.
Nach all den bravorösen Eigenschaften der SSDs stellt sich uns doch nun unweigerlich die Frage, warum wir überhaupt noch herkömmliche Festplatten kaufen sollten?
Auch die Gründe hierfür liegen auf der Hand:
Die klassischen Festplatten mögen einige Nachteile gegenüber den noch recht jungen Solid State Disks haben, doch ihre Vorzüge sind dennoch enorm und können nicht ignoriert werden.
Magnetische Festplatten haben sehr viel mehr Platz, sprich: Sie besitzen ein sehr viel grösseres Speichervolumen, als es den im Vergleich sehr kleinen Solid State Drives bis dato möglich ist.
Nach meinem aktuellen Kenntnisstand sind wir bei den SSDs mit einer Speicherkapazität von gerade einmal 480 GB bereits am Höchsten der Gefühle angelangt, während die herkömmlichen Festplatten heuer auf sage und schreibe drei Terabyte (das sind 3000 Gigabyte) bringen.
Das sind Welten!
Hinzu kommt, dass die klassischen Festplatten zur Zeit so günstig sind wie nie zuvor. Es gibt bereits gute 1000 GB Festplatten zu einem Preis, der weit unter 100 Euro liegt. Ja sogar Festplatten mit einer monströsen Kapazität von 2000 GB gibt es in Mittelklassequalität bereits unter 100 Euro.
Nun muss man aber auch aufgrund der Vorzüge der SSDs nicht glauben, dass klassische Festplatten langsam seien. Das sind sie ganz und garnicht. Vor allem die qualitativ hochwertigen Modelle mit SATA 3 Schnittstelle, 64 MB Cache und 7200 Umdrehungen pro Minute können Geschwindigkeiten an den Tag legen, die eine Solid State Disk nicht zwingend notwendig machen.
Die ideale Konstellation für anspruchsvolle Anwender mit flüsterleisen Hochkleistungssystemen ist die Kombination von Solid State Drive als Betriebssystemfestplatte mit einer oder mehrerer hochwertiger mechanischer Festplatten als Hort für hohe Anzahlen komplexer Dateien und Programme.
In der Konkurrenz hat jede der beiden Parteien ihre Vor- und Nachteile.
Hand in Hand agierend sind sie allerdings unschlagbar!

Festplatten - HDD IV

Die beiden nun folgenden mechanischen Festplatten sind sich recht ähnlich. Doch auch in diesem Fall hat jede ihre ganze eigenen Vorzüge. Wo die eine ein wenig Geschwindigkeit einbüsst, kann die andere in Sachen Geräuschentwicklung nicht ganz so glänzen wie ihre direkte Konkurrentin.
Nichtsdestotrotz handelt es sich bei jeder der beiden Modelle um eine erstklassige und zudem auch noch sehr günstige Festplatte mit dem Stempel der absoluten Empfehlung.

Samsung HD103SJ Spinpoint F3 1 TB Festplatte

Nein, in der Produktbezeichnung der "HD103SJ Spinpoint F3" aus dem Hause Samsung mit einer Bruttokapazität von 1 TB (1000 GB) steht zwar, es handele sich bei dieser Festplatte um ein Solid State Drive, dem ist aber nicht so. Wie man auch auf dem Bild sehen kann und auch in der folgenden Beschreibung meinerseits feststellen wird, handelt es sich bei dieser Festplatte um ein klassisches mechanisches Modell.

Und zwar um ein besonders gutes!


Das Besondere an der Spinpoint F3 sind die beiden Datenscheiben mit einer Kapazität von je 500 GB. Was Samsung bisher sonst beinahe ausschliesslich für seine Ecogreen Serie anwendete, kommt nun in einer quasi unzensierten Version mit der Spinpoint F3 daher.
Unzensiert deswegen, weil die Geschwindigkeit nicht wie bei der Ecogreen Serie gedrosselt wurde.
Die Datenscheiben der Ecogreen Serie verrichten ihren Dienst mit reduzierter Geschwindigkeit, um Stromverbrauch und damit auch Stromkosten einsparen zu können.
Die Spinpoint F3 dagegen rast mit einer Spindelgeschwindigkeit von vollen ungebremsten 7200 Umdrehungen pro Minute vor sich hin und lässt dabei natürlich gegenüber der grünen Verwandten ein ungemein besseres Geschwindigkeitsgefühl aufkommen.
Das bemerkt man beispielsweise, wenn man mehrere grosse Dateien auslesen oder abspeichern will oder eine massive Anzahl an Dateien kopiert. Bei komplexen Aufgaben, ob nun mit grossen Dateien oder einer extremen Masse, bricht die Platte nicht ein, sondern verrichtet ihren Dienst sehr zügig und absolut zuverlässig. Stocken und Haken gehört der Vergangenheit an, ebenso wie allzu langes Warten bei sehr komplexen Aufgaben.
Ihre maximale Übertragungsrate bringt es auf mehr als 150 MB pro Sekunde, ihre minimale Übertragungsrate schafft es auf 76 MB pro Sekunde, was in beiden Belangen ein Top Wert des sequenziellen Datendurchsatzes für eine SATA 2 Festplatte ist.
Ihre Geschwindigkeit unterstreicht sie auch mit einer Zugriffszeit von ca. 13 ms.
Was die Effizienz im Energiebereich betrifft, kann die Spinpoint F3 natürlich nicht mit den Öko Modellen mithalten, liegt aber in einem durchaus angemessenen Bereich. Mit 8 Watt unter Last und 5 Watt im Leerlauf kann sie sich auf jeden Fall aufgrund ihrer Spindelgeschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute sehen lassen.
Bei einer Mindestbetriebstemperatur von 0 Grad (also am Gefrierpunkt) und einer maximalen Betriebstemperatur von 60 Grad kann diese Festplatte von den Temperaturen her kaum etwas erschüttern.
Nichtsdestotrotz ist ein zusätzlicher Lüfter von Vorteil, da sie es locker auf eine Betriebstemperatur von 50 Grad Celsius schafft und dies im Laufe der Jahre zu einem vorzeitigen Ende der Platte führen könnte.
Samsung bietet als besondere Beigabe zu dieser Festplatte die vier Schrauben zur Befestigung im Gehäuse an, was keine Selbstverständlichkeit ist.
Ausserdem kann man sich auf der Homepage des Herstellers kostenlose Festplattenprogramme herunterladen.
Alles in allem ist die Samsung HD103SJ Spinpoint F3 mit einer Kapazität von 1 TB eine schnelle und wendige Platte mit für ihre Verhältnisse recht niedrigem Verbrauch. Und leise ist sie ausserdem.
Das einzige Manko wäre wohl, dass sie recht heiss wird.
Aber das Problem lässt sich sehr leicht mit einem zusätzlichen Festplattenlüfter unterbinden.
Ein nahezu unschlagbares Argument ist ausserdem ihr sagenhaft günstiger Preis.

Zu einem Preis von gerade einmal (ab) 42,66,-€ zuzüglich Versandkosten (Preis kann im Laufe der Zeit variieren) bekommen wir eine erstklassige 1 TB Festplatte im Format 3,5 Zoll zu einem Preis, der unter 50 Euro liegt!



Western Digital WD1002FAEX Black Caviar 1 TB Festp

Mit der "Caviar Black WD1002FAEX" aus der Caviar Black Serie aus dem Hause Western Digital mit einer Kapazität von 1 TB geht es noch etwas rasanter zu, als mit der vorgenannten Spinpoint F3 aus dem Hause Samsung.
Leider ist dieses Laufwerk dafür auch etwas lauter als die Spinpoint.
Die Western Digital WD1002FAEX war eine der ersten Festplatten, die mit einem SATA 3 bzw. SATA 600 Anschluss auf den Markt kamen. Die SATA 3 Schnittstelle ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 600 MB pro Sekunde doppelt so schnell wie der Vorgänger SATA 2, der noch mit einer maximalen Transferrate von bis zu 300 MB pro Sekunde agierte.
Jedoch muss auch hier erwähnt werden, dass mechanische Festplatten kaum in der Lage sein dürften, diesen Wert jemals voll und ganz auszuschöpfen, wie es die neuesten SATA 3 Solid State Drives vermögen. Es bleibt also fraglich, in wie weit der SATA 3 Anschluss für mechanische Festplatten wirklich von Vorteil ist.
Bei der Western Digital WD1002FAEX Black Caviar sind die Vorteile jedenfalls nicht unbedingt existent. Mit maximal 240 MB pro Sekudne im Burst Modus erreicht sie nicht einmal den vollen Wert der SATA 2 Schnittstelle, wenngleich der Wert nichtsdestotrotz höchst beeindruckend ist.
Man kann nun also mutmaßen, ob es sich dabei nicht eher um Augenwischerei handelt und sich den wesentlichen Merkmalen der Festplatte zuwenden.
Da wäre zum Beispiel der sehr grosse 64 MB Cache der Festplatte, der wesentlich zu ihrer hervorragenden Geschwindigkeit beizutragen vermag.
Wie schon die vorgenannte Spinpoint F3 von Samsung arbeitet auch die Western Digital Black Caviar mit zwei Datenscheiben, die mit einer Spindelgeschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute jeweils eine Kapazität von brutto 500 GB an das Tageslicht befördern.
Schneller als bei der Spinpoint geht es zu, was das Arbeiten mit Dateien angeht. Beim Auslesen von komplexen Dateien benötigt diese Festplatte weit weniger Zeit als die Spinpoint und rennt ihr auch beim Schreiben davon.
Dabei gerät sie selbstverständlich nicht ins Stocken oder Stottern, sondern verrichtet zuverlässig und rasant ihre ihr angediente Arbeit.
Ihre Zugriffszeiten sind ebenso brillant wie ihre Transferraten.
Ihr Stromverbrauch liegt zwischen schlecht und recht.
Während sie im Leerlauf mit 6,1 Watt recht viel Lebenssaft saugt, ist sie unter Last mit 6,8 Watt noch ziemlich gut (sprich: sparsam) dabei.
Etwas düsterer sieht es für sie aus, was ihre Betriebstemperatur und ihre Lautstärke angeht.
Zwar hat auch diese Festplatte aus dem Hause Western Digital die selbe Temperaturtoleranz wie die Spinpoint F3, also zwischen 0 Grad und 60 Grad Celsius, doch mit einer Betriebstemperatur von 50 Grad Celsius und mitunter mehr schreit auch sie geradezu nach einem zusätzlichen Festplattenlüfter.
Noch negativer fällt einem ihr Betrieb akustisch ins Auge bzw. ins Ohr.
Man hört sie bereits im Leerlauf und noch deutlicher, wenn sie arbeitet.
Sie ist also nicht unbedingt gut für ein absolutes Silent System geeignet.
Allerdings, und das haut einen fast vom Hocker, bietet Western Digital für diese Festplatte eine Garantie von 5 Jahren an!

Das alles gibt es für uns zu einem recht günstigen Preis ab 65,85,-€ zuzüglich etwaiger Versandkosten (Preis kann im Laufe der Zeit variieren).





Da fällt die Wahl nun wirklich schwer. Entscheidet man sich für mehr Schnelligkeit oder für mehr Ruhe?
Da hat aber wohl jeder seine ganz persönlichen Vorzüge.
Mehr Alternativen zu den ganz persönlichen Vorzügen lassen sich im nächsten Teil oder aber innerhalb des nachfolgenden adelheitschen Inhaltsverzeichnisses vorfinden.



Empfehlenswerte Hardware für High End PCs:

Teil I     - Gehäuse
Teil II    - Gehäuse II
Teil III   - Case Modding
Teil IV   - Motherboards (6 Teile)
Teil V    - Prozessorlüfter
Teil VI   - Prozessoren (5 Teile)
Teil VII  - Arbeitsspeicher (2 Teile)
Teil VIII - Netzteile (10 Teile)
Teil IX   - Grafikkarten
Teil X    - Grafikkartenlüfter

Teil XI   - Festplatten
           a1 - SSD I: OCZ Vertex 2 E, Transcend
             
a2 - SSD II: Mach Extreme Starter Series 32 GB, Team Group Xtreem 120 GB
           a3 - SSD III: ADATA S599 Series 64GB+40GB/128GB/256GB, Samsung 470 Series 64GB+128GB/256GB
           a4 - SSD IV: G.Skill Phoenix Pro 60GB+80GB/120GB/160GB/240GB, Mach Xtreme 60GB+50GB/120GB/240GB
           a5 - SSD V: OCZ Vertex 3 480GB+120GB/240GB, Plextor PX M2S 256GB+64GB/128GB

           b1 - HHD I: Western Digital Caviar Green 500 GB, Seagate Barracuda 750 GB
           b2 - HDD II: Samsung Spinpoint F4 Ecogreen 2 TB, Seagate Barracuda Green 2 TB
           b3 - HDD III: Hitachi Deskstar 7K2000 2 TB, Hitachi Deskstar 7K1000.C 1 TB
           b4 - HDD IV: Samsung Spinpoint F3 1TB, Western Digital Black Caviar 1 TB
           b5 - HDD V: Western Digital VelociRaptor 600 GB, Toshiba MK1059GSM 1 TB

           c1 - Extern I: Fantec DB ALU3 1 TB, Verbatim Desktop Harddrive 1 TB
           c2 - Extern II: Western Digital MyBook 3.0 1 TB, Samsung Story Station 3.0 2 TB
           c3 - Extern III: CnMemory Airy 3.0 1 TB, Buffalo Drivestation 3.0 1 TB
           c4 - Extern IV: One Technologies AluDisc 3.0 Desktop Edition 1 TB, Iomega eGo USB 3.0 2 TB
           c5 - Extern V: Transcend Store Jet 25D3 USB 3.0 500 GB, LaCie Rugged USB 3.0 500 GB
           c6 - Extern VI: A-Data Technology Nobility NH01 USB 3.0 500 GB, Verbatim Store 'n' Go USB 3.0 1 TB
           c7 - Extern VII: LaCie Hard Disk USB 2.0 1 TB - Design by Neil Porton, Seagate Free Agent 1,5 TB
           c8 - Extern VIII: Verbatim Quad Interface USB 2.0+eSATA+FireWire 1 TB, IOCell Net Disk 351UNE USB 2.0+eSATA+Gigabit Ethernet 1 TB
           c9 - Extern IX: Sharkoon Rapid Case USB 2.0 500 GB, Digittrade High Security Festplatte HS 128500 500 GB
           c10 - Extern X: Hitachi Rugged Portable USB 2.0 500 GB, Digittrade RS64 RFID Security Festplatte USB 2.0 500 GB



Es grüsst, ist sehr sparsam, aber nicht geräuschlos,
adelheit.


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adelheit

187

Aufgenommen:Nov 24, 2010

Ratgeber von adelheit

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