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Empfehlenswerte Hardware für High-End PCs XIb3 - Festplatten - HDD III

 

Willkommen im dritten Teil der Sparte B aus der Unterkategorie "Festplatten", welche Bestandteil meiner umfassenden Ratgeberreihe "Empfehlenswerte Hardware für High End PCs" ist. Noch kurz zuvor befassten wir uns in der Sparte A mit den äusserst effizienten Solid State Drive Festplatten. Nun wenden wir uns dagegen den herkömmlichen mechanischen Festplatten zu.
Die interne Festplatte im Allgemeinen ist eine Komponente im Inneren unseres PCs, auf der wir all unsere Dateien dauerhaft aufbewahren, ganz egal wieviele und um welche Grösse der Dateien es sich dabei handelt. Wobei die Masse letztendlich doch nicht ganz so egal ist, weil jede Festplatte auch eine begrenzte Menge an Speicherplatz besitzt, die irgendwann vollkommen ausgelastet sein könnte, je nachdem, wieviel Speicherkapazität die Festplatte besitzt. Auf unseren Festplatten (auch HDD) speichern wir die Daten solange, bis wir sie selbst wieder löschen. Speichermedien wie interne Festplatten nennt man daher auch Massenspeicher aufgrund der permanenten Speicherung zahlloser Dateien und Programme.

Im Gegensatz zu den Solid State Drives, die seit jüngster Zeit immer mehr auf den Markt drängen und sehr viel bessere Leistungen als die herkömmlichen mechanischen Festplatten bieten, arbeiten die klassischen Festplatten mit beweglichen und magnetischen Komponenten, wie zum Beispiel der schwingenden, rotierenden Datenscheibe und dem beweglichen Schreib- und Lesekopf. Das bringt leider ein paar unschöne Nachteile mit sich, wie ihre erhebliche Anfälligkeit gegenüber Erschütterungen, ihre enorme Wärmeentwicklung, die nicht selten dazu führt, dass die Festplatten zusätzlich mit einem separaten Lüfter gekühlt werden müssen, ihren schneller voranschreitenden Verschleiss, als auch die erheblichen Einbußen im Bereich der Zugriffszeiten, was sie beispielsweise gegenüber der Solid State Disks weit ins Abseits im Sektor der Performance driften lässt.
Nichtsdestotrotz lassen sich die klassischen mechanischen Festplatten aber auch nicht so leicht von den jüngeren Emporkömmlingen aus dem Markt driften, in dem sie sich weiterhin mit ihren nicht von der Hand zu weisenden Vorteilen zu behaupten vermögen. So bieten die herkömmlichen magnetischen Festplatten mit bis dato bis zu 3 TB (3000 GB) sehr viel mehr Speichervolumen als die Solid State Drives, die es gerade einmal im Höchstfall auf 480 GB zu einem horrenden Preis schaffen, und sie können nebenbei auch noch mit einem sehr günstigen Preis überzeugen. Denn mechanische Festplatten sind derzeit so günstig wie nie zuvor. Es gibt Vertreter dieser Gattung mit einer Speicherkapazität von sage und schreibe 1 TB bereits zu einem Preis von weit unter 100 Euro. In dieser Preisklasse beginnen die Solid State Drives gerade erst, überwiegend mit ihrer niedrigsten brauchbaren Kapazität (so dass man sie zumindest als Systemplatte nutzen kann, was ja schliesslich auch aufgrund ihrer enormen Leistungen ihr grösster Vorzug ist).
Da also die Solid State Drives in Bereichen brillieren, die von den mechanischen Festplatten nicht so bravorös abgedeckt werden können und umgekehrt, kombiniert man sie beide zumeist, indem die Solid State Disks als Systemplatte und die herkömmlichen Festplatten als Hort für all die zahllosen mehr oder minder komplexen Dateien und Programme dienen.

Das Akronym "HDD" steht für "Hard Disk Drive" und ist wiederum die englische Bezeichnung für Festplatten und ihre gängige Abkürzung. Es gibt mehrere Anschlussmöglichkeiten, von denen SATA jedoch die derzeit gebräuchlichste darstellt, weswegen ich mich mit meinen auf die Festplatten bezogenen Ratgebern auch ausschliesslich auf die Produkte mit SATA Schnittstellen konzentriere. Da sich die mechanischen Festplatten neben ihren Anschlüssen vor allem in den Bereichen Kapazität, Geschwindigkeit und Effizienz unterscheiden, empfiehlt es sich, möglichst schnelle Festplatten für häufig genutzte Programme und Dateien einzusetzen und für sehr grosse komplexe Dateien und Programme Festplatten mit einem möglichst grossen Volumen zu nutzen.

Hitachi Deskstar 7K2000 2 TB Festplatte

Schrieb ich soeben noch, dass herkömmliche Festplatten mit einem Speichervolumen von 1 TB (also 1000 GB) inzwischen bereits weit unter 100 Euro zu haben sind, müssen oder können wir nun erfreut und begeistert feststellen, dass dies sogar auf das eine oder andere Modell zutrifft, das mit sage und schreibe 2 TB aufwarten kann.
Die Festplatte "Hitachi Deskstar 7K2000 2 TB" kommt tatsächlich unter 100 Euro mit 2000 GB Speicherplatz daher, der durch ihre vier Magnetscheiben mit je 500 GB Kapazität ermöglicht wird.
Allerdings bringt ein so günstiger Preis bei so einem massiven Speichervolumen leider auch einige negative Aspekte mit sich.
So ist der Cache dieser Festplatte mit 32 MB zwar nicht allzu klein, aber doch heutzutage inzwischen eher Mittelmaß, wo es doch bereits zahlreiche Festplatten mit einem doppelt so grossen Cache von 64 MB auf dem Markt zu erobern gibt.
Das tut ihr jedoch keinen Abbruch, wenn es um das reine Lesen und Kopieren von Daten geht.
Das Lesen von Dateien mit einer Gesamtgrösse von ca. 5 GB bewältigt sie in unter einer Minute, das Kopieren derselben schafft sie in knapp 1,5 bis 2 Minuten (je nach Anzahl).
Mit ihren aufeinander folgenden Transferraten im Bereich des Lesens und des Schreibens liegt sie bei durchschnittlich knapp über 100 MB pro Sekunde und einem Spitzenwert von bis zu 130 MB pro Sekunde.
Was die Zugriffszeit angeht, gibt es da bei der Hitachi Deskstar 7K2000 mit 18 ms leider erhebliche Einbußen.
Mit ihren 7200 Umdrehungen pro Minute leistet sie dennoch mehr als die ökonomischeren Festplatten, die zum Sparen der Energie ihre Umdrehungszahlen heruntergeschraubt haben und damit auch Leistungseinbußen hinnehmen mussten. Dafür sind derlei Platten auch energieeffizienter, leiser und produzieren weniger Hitze.
Diese Festplatte hingegen kann sich an Strom garnicht genug laben. Mit 10 Watt im Hochbetrieb und 7,5 Watt im Leerlauf ist sie so energiedurstig, dass man schon ein recht leistungsfähiges Netzteil sein Eigen nennen und nicht unbedingt den Grünen beitreten sollte.
Was ihre Lautstärke angeht, scheiden sich die Geister. Die einen bezeichnen sie als viel zu laut, andere wiederum als vergleichsweise sehr leise. Mit Dezibelzahlen zwischen 41 im Leerlauf und 45 unter Last kann sich jeder sein eigenes Bild machen.
Problematisch ist für diese Festplatte allerdings auch der Bereich der Wärmeentwicklung. Da ein Hitzewert von über 50 Grad für diese Platte normal zu sein scheint, sollte man sich auf jeden Fall über einen Zusatzlüfter Gedanken machen, um diesen kritischen Wert nicht dauerhaft beibehalten zu müssen.
Letztendlich bekommt man mit der "Deskstar 7K2000 2 TB" aus dem Hause Hitachi eine solide Festplatte, die mit ihren Durchsatzraten durchaus zu überzeugen weiss, mit 2000 GB nahezu ein Maximum an Festplattenspeicherkapazität bietet und mit einem Preis aufwartet, bei dem man kaum noch widerstehen kann.
Der günstige Preis kann allerdings durch den hohen Stromverbrauch nicht unbedingt gut genug als Argument her halten. Auch die enorme Hitzeentwicklung lässt rege Bedenken aufkommen.
Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, dürfte mit dieser Festplatte, am besten geeignet als zusätzliches Datenlager oder für eher sporadisch genutzte Programme, recht gut bedient sein.
Ausser der 3,5 Zoll Festplatte mit SATA 2 Schnittstelle selbst ist nichts weiter im Lieferumfang enthalten.

Für einen angenehmen Preis ab 86,43,-€ zuzüglich etwaiger Versandkosten (Preis kann im Laufe der Zeit variieren), verschaffen wir uns eine Menge zusätzlichen Platz für unsere Daten und Programme.



Hitachi Deskstar 7K1000.C 1 TB Festplatte

Wo die grosse Schwester gerade noch mit bedenklichen Werten ein negatives Licht auf sich selbst richtete, bügelt die kleinere "Hitachi Deskstar 7K1000.C 1 TB" all diese Mankos spielend leicht aus und präsentiert sich im Glanze der festplattentechnischen Unbekümmertheit.
Rein technisch gesehen liegt sie mit ihrer grossen Schwester auf einer Wellenlänge.
Die Vorzüge ergeben sich natürlich in den Details.
Die ebenfalls 3,5 Zoll messende und mit einer SATA 2 Schnittstelle versehene Festplatte aus dem Hause Hitachi wartet mit einer Speicherkapazität auf, die zwar nur halb so voluminös wie die ihrer vorherig vorgestellten Verwandten ist, doch auch 1 TB (1000 GB) sind noch eine Menge Holz, das man erst einmal verfeuern muss.
Dafür bietet dieses kleine Schmuckstück in allen anderen Bereichen nichts als Vorzüge gegenüber der 7K2000 und vollzieht im Endeffekt ein kaum zu schlagendes Preis- und Leistungsverhältnis, indem sie neben dem grossen Speicherplatz mit hohen Datenraten und recht guten Zugriffszeiten zu einem unfassbar niedrigen Preis glänzen kann.
Beim Lesen und Kopieren von grossen Dateien und grossen Mengen an Daten erreicht sie in etwa fast die gleichen Zeiten (unter einer Minute und weit unter 2 Minuten) wie ihr Schwesterchen, allerdings ein wenig schneller.
Ihre Transferraten überzeugen auf Anhieb. Mit durchschnittlichen 105 MB pro Sekunde und maximalen 140 MB pro Sekunde an Datendurchsatz ist sie ihrer Verwandten ebenfalls überlegen und auch im Allgemeinen eine sehr schnelle Festplatte.
Mit einer Zugriffszeit von 14 ms ist sie zwar auch nicht unbedingt das Maß der Dinge, aber auch hier ihrer Schwester um einige Längen voraus.
Was sie ebenfalls besonders auszeichnet, sind ihre besondere Laufruhe und ihre etwas geringere Wärmeentwicklung (die Wärmeentwicklung im Vergleich zum vorherig vorgestellten Modell) von immernoch leicht bedenklichen um die 50 Grad Celsius bei Last.
Ganz anders als das Modell mit 2 TB überzeugt die Hitachi Deskstar 7K1000.C in ganzer Linie, wenn es um den Verbrauch und die Lautstärke geht. Mit gerade einmal 6 Watt unter Last und 3,6 Watt im Leerlauf liegt sie trotz ihrer starken Leistungen und ihren 7200 Umdrehungen pro Minute auf dem Effizienzniveau von den ökonomischen "grünen" Festplatten, jagt diesen jedoch in Sachen Geschwindigkeit davon und liegt im Vergleich auch preislich mitunter noch weit vorne.
Ihre Leistungsstärke stellt sie im Dauerbetrieb auch noch flüsterleise unter Beweis. Man kann diese Festplatte kaum wahr nehmen.
Alles in allem bietet sich uns mit der "Deskstar 7K1000.C 1 TB" aus dem Hause Hitachi eine qualitativ hochwertige, leistungsstarke Festplatte mit sehr guten Transferraten, geringem Stromverbrauch und flüsterleisem Betrieb an, die mit einem Preis- und Leistungsverhältnis aufwarten kann, das seinesgleichen sucht.

Für einen Preis ab sehr günstige 41,30,-€ zuzüglich etwaiger Versandkosten (Preis kann im Laufe der Zeit variieren) bekommen wir eine sehr hochwertige Festplatte aus Fernost.




Dieser Ratgeber stand nun ausnahmsweise einmal ganz im Zeichen der Marke Hitachi.
Mit diesen beiden Exemplaren haben wir nun zwei weitere aus der Gattung der Festplatten kennen gelernt. Möglicherweise hat der eine oder andere inzwischen die Platte seines Herzens ergattern können. Ist dem nicht so, geht es an dieser Stelle mit den internen mechanischen Festplatten weiter.
Falls kein Interesse mehr an Festplatten bestehen sollte, kann man sich allerdings auch im nachstehenden adelheitschen Inhaltsverzeichnis umsehen, das durch meine Ratgeberreihe "Empfehlenswerte Hardware für High End PCs" führt und mit Sicherheit weitere Interessen auf ähnlichen Sektoren wecken kann:



Empfehlenswerte Hardware für High End PCs:

Teil I     - Gehäuse
Teil II    - Gehäuse II
Teil III   - Case Modding
Teil IV   - Motherboards (6 Teile)
Teil V    - Prozessorlüfter
Teil VI   - Prozessoren (5 Teile)
Teil VII  - Arbeitsspeicher (2 Teile)
Teil VIII - Netzteile (10 Teile)
Teil IX   - Grafikkarten
Teil X    - Grafikkartenlüfter

Teil XI   - Festplatten
           a1 - SSD I: OCZ Vertex 2 E, Transcend
             
a2 - SSD II: Mach Extreme Starter Series 32 GB, Team Group Xtreem 120 GB
           a3 - SSD III: ADATA S599 Series 64GB+40GB/128GB/256GB, Samsung 470 Series 64GB+128GB/256GB
           a4 - SSD IV: G.Skill Phoenix Pro 60GB+80GB/120GB/160GB/240GB, Mach Xtreme 60GB+50GB/120GB/240GB
           a5 - SSD V: OCZ Vertex 3 480GB+120GB/240GB, Plextor PX M2S 256GB+64GB/128GB

           b1 - HHD I: Western Digital Caviar Green 500 GB, Seagate Barracuda 750 GB
           b2 - HDD II: Samsung Spinpoint F4 Ecogreen 2 TB, Seagate Barracuda Green 2 TB
           b3 - HDD III: Hitachi Deskstar 7K2000 2 TB, Hitachi Deskstar 7K1000.C 1 TB
           b4 - HDD IV: Samsung Spinpoint F3 1TB, Western Digital Black Caviar 1 TB
           b5 - HDD V: Western Digital VelociRaptor 600 GB, Toshiba MK1059GSM 1 TB

           c1 - Extern I: Fantec DB ALU3 1 TB, Verbatim Desktop Harddrive 1 TB
           c2 - Extern II: Western Digital MyBook 3.0 1 TB, Samsung Story Station 3.0 2 TB
           c3 - Extern III: CnMemory Airy 3.0 1 TB, Buffalo Drivestation 3.0 1 TB
           c4 - Extern IV: One Technologies AluDisc 3.0 Desktop Edition 1 TB, Iomega eGo USB 3.0 2 TB
           c5 - Extern V: Transcend Store Jet 25D3 USB 3.0 500 GB, LaCie Rugged USB 3.0 500 GB
           c6 - Extern VI: A-Data Technology Nobility NH01 USB 3.0 500 GB, Verbatim Store 'n' Go USB 3.0 1 TB
           c7 - Extern VII: LaCie Hard Disk USB 2.0 1 TB - Design by Neil Porton, Seagate Free Agent 1,5 TB
           c8 - Extern VIII: Verbatim Quad Interface USB 2.0+eSATA+FireWire 1 TB, IOCell Net Disk 351UNE USB 2.0+eSATA+Gigabit Ethernet 1 TB
           c9 - Extern IX: Sharkoon Rapid Case USB 2.0 500 GB, Digittrade High Security Festplatte HS 128500 500 GB
           c10 - Extern X: Hitachi Rugged Portable USB 2.0 500 GB, Digittrade RS64 RFID Security Festplatte USB 2.0 500 GB



Es grüsst und erreicht ein enorme Hitzeentwicklung,
adelheit.


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adelheit

187

Aufgenommen:Nov 24, 2010

Ratgeber von adelheit

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Seit jeher geniessen Ravioli aus der Dose einen schlechten...
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Willkommen in meiner kleinen Serie von Ratgebern, in der...
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