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Betagte Ego-Shooter mit Atmosphäre und Gänsehautgarantie!

 

Ego-Shooter? Sind das nicht diese brutalen Killerspiele?
Nunja, das ist reine Definitionssache.
Natürlich sind Ego-Shooter brutal und es wird auch getötet.
Allerdings lautet die Prämisse stets "Gut gegen Böse".
Mal bekämpft man eine dämonisierte Armee und Geistererscheinungen, mal korrupte Regierungssoldaten und feindliche Gesellen im verstrahlten Gebiet rund um Chernobyl, oder man rebelliert gegen einen kriminellen Unterdrückungsstaat. In einem Spiel hat man es sogar ausschliesslich mit nicht menrschlichen Kreaturen zu tun (bzw. auch solchen, die früher mal Menschen waren).

Ego-Shooter mussten in den letzten Jahren aufgrund unschöner Vorfälle leider zumeist als Sündenböcke herhalten, wenn die wahren Ursachen nicht gefunden werden konnten oder man sie nicht finden wollte. Oder auch einfach nur, weil sich brutale Videos und Spiele als auch bestimmte Musik besser als Sündenbock eignen denn ein schlechtes soziales Umfeld, Ausgrenzung oder Unterdrückung.

Die meisten Ego-Shooter sind alles andere als stupide Ballerspiele für einfältige Gewaltfanatiker.
In diesen Spielen geht es nicht um reines Morden des Mordens Willen. Es geht um ausgeklügelte Taktiken, um sowohl intellektuelle als auch feinmotorische Geschicklichkeit, um ein gutes Reaktionsvermögen und um Agieren im Team.
Um Gut gegen Böse.

Ich stelle nun vier leicht betagte aber grandiose Ego-Shooter mit ausgeprägtem Singleplayer-Modus und reichlich Gruselfaktor vor:

Ego-Shooter mit Gänsehaut-Atmosphäre

Ich-Perspektive

DooM III

DooM III

Bei "Ego-Shootern" handelt es sich um Spiele, in denen man aus der Ego-, sprich: aus der ICH-Perspektive agiert.
Man blickt also aus den Augen des Protagonisten.
Das Bild links aus DooM III verdeutlicht die Ansicht.

Durch den Blick aus den Augen des Spielhelden erlebt man ein besonders realistisches Spielgefühl.
Es wird der Eindruck vermittelt, man wandele höchstpersönlich durch die atemberaubende virtuelle Spielwelt.

Gesteigert wird dieses Erlebnis durch die fesselnde Atmosphäre der Spiele.

Das meiner Ansicht nach atmosphärischste unter ihnen und gleichzeitig auch das gruseligste aufgrund des grandiosen Spannungsaufbaus und der Schockmomente ist:

F.E.A.R. First Encounter Assault Recon

Ich stelle hier "F.E.A.R. - First Encounter Assault Recon" in Form der "F.E.A.R. ~ Gold Edition" für unglaublich günstige 9,19€ vor.

Diese preislich gesehen fast geschenkte Edition beinhaltet sowohl das Originalspiel F.E.A.R. als auch zwei Erweiterungen:
  1. F.E.A.R. - First Encounter Assault Recon
  2. F.E.A.R. - Extraction Point
  3. F.E.A.R. - Perseus Mandate
Drei phantastische Spiele für (ich unterstreiche es gerne nochmal) unglaublich günstige 9,19€ (etwaige Versandkosten nicht berücksichtigt)!

Die Handlung:

Terroristen kaperten ein höchst geheimes Gebäude im Raumfahrt-Komplex. Die Regierung entsendet ein Sondereinsatz-Kommando. Doch ein sonderbares Funksignal durchdringt den Äther und kappt den Kontakt. Die letzten Bilder einer Überwachungskamera zeigen ein Bild des Grauens: Die Einheit ist buchstäblich zerfetzt worden. Was ist geschehen?

Dieser Frage geht der Protagonist des Spiels nach. Als Mitglied der Eliteeinheit "First Encounter Assault Recon" (F.E.A.R.) ist er ein lebendiger Hightech-Krieger, ausgestattet mit überirdischen Reflexen und leistungsfähigen Schusswaffen. Schon bald steht er zahlreichen modernen Soldaten gegenüber. Diese greifen frontal als auch im Verborgenen an, bilden Rudel, nutzen Schatten, Nischen und Gegenstände als Tarnung und agieren auch sonst allgemein höchst intelligent.

Mit modernster militärischer Ausstattung, meisterhafter körperlicher Kampfkunst und seiner überragenden Intelligenz macht sich der Spieler auf in den Kampf, immer wieder heimgesucht von schockierenden geisterhaften Visionen und übersinnlichen Funksignalen.

Und dann dieses kleine Mädchen...



F.E.A.R. ist einfach brillant!
Die einzigartige Gruselatmosphäre zieht den Spieler in ihren Bann, die beklemmende Musik von Nathan Grigg setzt dem psychischen Horror noch die goldene Krone auf.
man erschreckt sich in diesem Spiel an allen Ecken und Enden.
Oft weiss man nichtmal, warum eigentlich...
...oder man möchte es nicht wissen.

Der meiner Meinung nach beste Grusel-Shooter überhaupt!

S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl - C.E.

Auf "S.T.A.L.K.E.R." freute ich mich wie ein kleines Kind auf die weihnachtliche Bescherung, als das Spiel im Vorfeld angekündigt wurde.
Seit Half-Life 1 gehören toxische Umgebungen für mich einfach bei Ego-Shootern dazu.
Was also könnte toxischer sein, als das Gebiet rund um und direkt in Chernobyl?

Doch die Ernüchterung kam, als "S.T.A.L.K.E.R." 2006 erschien:
Es war nur auf den kräftigsten PCs spielbar, für die meisten Zocker zu der Zeit also viel zu anspruchsvoll.
Nichts für meine damals mittelmässige Maschine.
Also wurde erstmal nichts aus dem Spiel.

Doch drei Jahre später, im Herbst 2009, war es dann endlich soweit:
Ich kaufte mir "S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl".
Und das Warten hat sich gelohnt!

Handlung:

Wir bewegen uns in einem realistischen postatomaren Szenario in der (aus heutiger Sicht) Zukunft, weit nach der Reaktorkatastrophe in Chernobyl im Jahre 1986 und auch lange Zeit, nachdem es 20 Jahre nach der ersten Katastrophe eine zweite Explosion gab, deren wahre Ursachen allerdings im Dunkeln bleiben.

Seit dieser Zeit werden ansteigende Energiestörungen beobachtet, die lokale tödliche Anomalien verursachen, gegen die selbst die beste Schutzkleidung wirkungslos ist.
Im Jahre 2012 gelingt es ersten Expeditionen unter Missachtung der geltenden Gesetze, die Region zu erkunden, die nun als "die Zone" bezeichnet wird. Unter jenen, die sich hineinwagen, befinden sich Glücksritter und Plünderer - bekannt geworden als "S.T.A.L.K.E.R." (Scavenger, Trespasser, Adventurer, Loner, Killer, Explorer und Robber / Aasgeier, Landstreicher, Abenteurer, Einzelgänger, Mörder, Forscher und Räuber). Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, um verstrahlte Artefakte in der Zone zu erlangen, die hohe Preise auf dem Schwarzmarkt versprechen. Doch sie sind nicht allein. Das ukrainische Militär ständig auf den Fersen, müssen die S.T.A.L.K.E.R. sich gegen wilde mutierte Kreaturen zur Wehr setzen, die in der Region leben, und zugleich ihre Konkurrenten bei der Jagd nach wertvollen Artefakten abhängen.

Als wohl wagemutigster aller S.T.A.L.K.E.R. dringen wir noch tiefer in das Herz von Chernobyl (deutsch: Tschernobyl) vor, um die wahre Vergangenheit der Zone und eine noch dunklere Zukunft zu enthüllen.



Eines sei gleich vorweg gesagt: Auch für heutige Verhältnisse ist "S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl" noch wahnsinnig anspruchsvoll.
Wer also einen eher mittelmässigen 0815-PC sein Eigen nennt, der sollte entweder mit dem Erwerb dieses Spiels noch warten, oder in den Spiel-Einstellungen die einzelnen grafischen Faktoren (wie z.B. dynamisches Licht) herunterregeln oder gar ganz ausschalten.
Das verschandelt allerdings auch die unglaublich detailgetreue riesige Spielwelt und raubt dem Spiel damit auch einen sehr grossen Anteil seines Charmes.

Ganz sicher ist: Es gibt kein zweites Spiel wie S.T.A.L.K.E.R.!
Die Geschichte selbst als auch die uneingeschränkt begehbare Spielwelt, in der man sich völlig frei bewegen kann, ohne einem vorgegebenen Weg folgen zu müssen und nicht zuletzt die grafischen Raffinessen, die detailgetreuen Landschaftsdarstellungen mit ca. 60 % Original-Bildmaterial aus Tschernobyl in atemberaubender Hi-End-Grafik machen dieses Spiel einzigartig.

Man beginnt als kleiner Vagabund mit minderwertiger Ausstattung und kaum gegen Strahlung schützender Kleidung und muss sich mit Aufträgen und Missionen, die einen ständig durch das Spiel hetzen, Geld und damit auch bei den neutralen Händlern bessere Ausrüstung verschaffen, um in dieser unwirtlichen gefährlichen Gegend überleben zu können.
Dabei helfen zahllose Artefakte, die einem teils übersinnliche Fähigkeiten verschaffen, aber auch viel Geld einbringen können.

Man kann nahezu alles zu Geld machen, sogar gefundene oder abgenutzte Waffen.
Ja, die Waffen halten nicht ewig. Sie nutzen sich ab.
Es ist also ganz und garnicht einfach, in S.T.A.L.K.E.R. zu bestehen.
Nichts für Memmen. :)

Hervorzuheben sind auch die Charaktere des Spiels, die anderen S.T.A.L.K.E.R. z.B.
Entweder sind sie neutral, Freunde oder Feinde.
Freunde muss man sich erarbeiten, das steigert auch das eigene Ansehen.
Allerdings kann ein Freund schnell zum Feind werden, wenn man ihn angreift.


In S.T.A.L.K.E.R. fühlt man sich wohl, obwohl es eine feindselige Welt ist.
Ich habe oft lange Zeit mit meinen S.T.A.L.K.E.R.-Freunden am Lagerfeuer gesessen, Gitarre gespielt und russische Lieder gesungen, während Blitz und Donner über das Land fegten und der Regen auf uns nieder prasselte. :)

Einziger Wehrmutstropfen:

Es gibt leider, trotz einiger Patches, immernoch teils sehr gravierende Bugs.

Half Life und Half Life 2

Half-Life ist inzwischen viel zu ausgedehnt, als dass man es in wenigen Worten zusammenfassen könnte.

1997 veröffentlichte Valve mit Half Life ihr beeindruckendes Debüt, das sich mit über 50 "Spiel des Jahres"-Auszeichnungen brüsten kann.

Handlung Half Life 1:

Als Wissenschaftler Gordon Freeman nehmen wir an einem Teleporter-Experiment teil, das tragisch endet.
Nach einer Explosion im Black Mesa-Komplex öffnen sich immer wieder Portale, aus der grauenhafte Wesen aus der Xen-Welt auf die Erde teleportiert werden und Tod und Zerstörung bringen.
Und auch das Militär ist uns alles andere als wohlgesonnen.

Gordon Freeman schlägt sich mit zahlreichen Waffen, die er unterwegs findet, durch den Black Mesa-Komplex, um sich letztendlich von Wissenschaftlern in die Xen-Welt teleportieren zu lassen.
Nur dort kann er dem Grauen ein Ende setzen, indem er es an seinem Ursprung bekämpft.


Handlung Half Life 2:

Gordon Freeman ist zurück!
Als neuer Bürger der Stadt "City 17" begegnet er nur Ungerechtigkeit und Unterdrückung.
Die korrupte diktatorische Regierung, an deren Spitze der ehemalige Black Mesa-Wissenschaftler Dr.Breen steht, unterdrückt und beschneidet die Bevölkerung mit allen Mitteln.
Gordon Freeman macht sich zunächst alleine und später mit Einheiten des Widerstands auf, dem ein Ende zu setzen.

 
Half Life ist ein Klassiker und wahrscheinlich der Inbegriff der Ego-Shooter.
1997 setzte Half Life Maßstäbe, 2004 erneut, als mit Half Life 2 ein echter visionärer Kracher den Markt eroberte.

Besonders der Einfallsreichtum und die Vielfalt der Möglichkeiten beeindrucken den Spieler und lassen ihn völlig in der Welt von Half Life versinken.
Ob mit rasantem Luftkissenboot oder per Buggy mit Turbolader, ob mit Gravitationskanone, mit der man selbst Autos durch die Luft schiessen kann (und später auch Körper), ob auf einer riesigen Brücke in schwindelerregender Höhe, ob in einer wahren Horrorstadt bei Nacht und voller Zombies ... in Half Life 2 wird dem Spieler restlos alles geboten.

Und als Sahnehäubchen haben wir hier zwei Pakete mit zahlreichen Spielen aus der Half Life-Reihe:

Das "Half-Life Anthology"-Paket für doch recht überteuerte ca. 50,-€ beinhaltet folgende Spiele:

  1. Half-Life 1
  2. Opposing Force
  3. Blue Shift
  4. Deathmatch
  5. Team Fortress Classic

Desweiteren gibt es im zweiten Paket unverschämt viele Spiele, unverschämt gut, unverschämt günstig!

Die Orange Box für sehr günstige 16,57,-€ enthält ebenfalls 5 Spiele, allerdings neuer und hochwertiger:

  1. Half Life 2
  2. Half Life 2: Episode One
  3. Half Life 2: Episode Two
  4. Portal
  5. Team Fortress Classic
Mir bleibt dazu nurnoch eins zu sagen:

Absolut genial und absolut empfehlenswert!


WICHTIG: Für Half-Life 2 und das damit zusammenhängende Programm Steam benötigt man zwingend eine Internetverbindung!

DooM III

Im 2004 erschienenen "DooM III" tötet man ausschliesslich Monster und Zombies!

Handlung:

Wir befinden uns weit in der Zukunft, die Menschen haben den Mars erobert.
In einer Raumstation gehen unheimliche Dinge vor.
Aliens haben die Station eingenommen und töten die Besatzung.
Gut, dass man uns eingeflogen hat.
Denn wir werden dem ein Ende setzen.
Mit steigender Waffenzahl und PDA ausgestattet finden wir schon bald heraus, dass es sich um mehr als eine Alieninvasion handelt.
Es wurde das Tor zur Hölle aufgestossen. Und wir sind bereits mitten drin!


Auch "DooM III" kann mit einer packenden Atmosphäre aufwarten.
Die Spielwelt auf dem Mars ist mystisch und sakral.
Man erschreckt sich immer wieder vor seinem eigenen Schatten.

Doch ein grosses Manko unterscheidet "DooM III" von den anderen vorgestellten Spiele-Krachern:
Mit zunehmender Spielzeit wird es leider zu monoton.
Die Gänge in der Raumstation sind sich allesamt sehr ähnlich.
Was mir bei einem Spiel auf dem Mars natürlich besonders gefallen würde, wären reichlich Aussenwelten auf dem Mars.
Leider darf man den Mars in "DooM III" nur sehr selten betreten. Und dann muss man sich ungeheuer beeilen, sonst geht einem der Sauerstoff aus.

Trotz dieser Monotonie und den leider nur sehr minimalen Mars-Eindrücken bleibt das Spiel empfehlenswert.
Ein solch höllisches Feeling wie in "DooM III" muss man einfach weiterempfehlen!

Für unheimlich günstige 5,95,-€ (Preisangabe wie immer ohne Beachtung etwaiger Versandkosten).




Es grüsst und wünscht wohl zu gruseln,
adelheit


Mitgliedsdetails

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adelheit

187

Aufgenommen:Nov 24, 2010

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