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Hilfreiche Produktbewertung
Vergleich kompakter MP4 Playern mit 2,4 Zoll Display!
Testbericht MP4-Player:
Philips GoGear Ariaz 16GB
Sandisk Sansa Fuze+
Creative Zen XiFi Style
Die Vergleichskandidaten
Anforderungen
Ich habe nach einem MP4 Player gesucht der kompakt ist, eine gute Musikwiedergabe bietet und auf dem man auch gelegentlich Videopodcasts oder Musikvideos betrachten kann.
Da sind mir der Philips GoGear Ariaz, der SanDisk Sansa Fuze Plus und der Creative Xifi Style mit ihren etwas größeren 2,4 Zoll LCD Bildschirmen positiv auf gefallen.
Ich habe alle drei in der mit 16GB Variante getestet.
Der Apple iPod touch und der Sony NWZ-A845 kamen für mich aufgrund des doch erheblichen Preisunterschiedes nicht in Frage. Durch die nicht all zu häufige Nutzung sollte das Gerät bei mir den Preisrahmen bis ca. 100 Euro nicht übersteigen. Ich habe mir dann diese Player bestellt und dazu noch ein paar hochwertige Inear Kopfhörer von Sennheiser, da die mitgelieferten Kopfhörer bei MP3 Playern in der Regel hinter den Wiedergabemöglichkeiten der Geräte zurückbleiben.
Design/Verarbeitung
Die Metallausführung des Philips versprach ein hochwertiges Äußeres und an der Verarbeitung gab es zunächst auch nicht viel zu bemängeln. Als ich das Gerät erhalten habe, bekam meine Freude über die Optik des Gerätes jedoch einen ersten Dämpfer. Was auf Produktbildern wie ein Gehäuse aus einem Guß erschien, sieht in der Realität leider anders aus. Die Seiten und das Rückteil bestehen auch aus Metall, die Vorderseite ist jedoch anders abgesetzt und in Grau gehalten. Die Vorderseite besteht wohl entweder aus einer Art lackiertem Kunststoff oder dünnem Blech und läßt das Gerät deutlich minderwertiger aussehen, als eine Ausführung aus dem gleichen Material von der Rückseite.
Der Sansa Fuze+ ist der etwas größere Nachfolger des bisherigen Fuze mit Drehrad. Dieses wurde nun durch ein Sensor Kreuz ersetzt. Insgesamt ist das Design in Hochglanz Ausführung etwas gefälliger geworden. Auch die Grafik des Players sieht moderner und hochwertiger aus. Die Hochglanz Optik könnte natürlich etwas Kratzanfälliger als bei den anderen Modellen sein, wobei mir dies bei der ersten Nutzung nicht negativ aufgefallen war. Als Vorteil war der Player durch die Hochglanzverarbeitung leichter zu reinigen. Insgesamt ist der Fuze+ trotz Kunstoffgehäuse ein gut verarbeiteter Player.
Der Creative Zen Xifi ist ebenfalls aus Kunststoff, machte auf mich aber nicht so einen guten Eindruck. Dabei war die Verarbeitung an sich eigentlich gut, aber die verwendeten Materialien wirkten billiger als die der Konkurenz. Auch das verwendete LCD Display hinterließ einen schlechteren Eindruck in der Bildqualität.
Bedienung/Menü
In dieser Kategorie taten sich deutliche Unterschiede bei den Geräten auf.
Beim Ariaz von Philips mußten die angedeuteten Tasten teilweise kräftig durch das „Blech“ gedrückt werden, was einerseits mühsam war und anderseits gelegentlich zur Fehlbedienung führt.
Mir ist es mehrfach passiert das der eingegebene Befehl nicht ausgeführt wurde oder das Gerät einen Menüeintrag übersprungen hat. Das Menü selbst war graphisch sowie vom Bedienkomfort vorbildlich einfach gestaltet. Ich habe mich damit sofort ohne Anleitung zurecht gefunden. Der eigentliche Haken bei diesem Gerät ist jedoch die Software Songbird die zum für Updates oder Videos konvertieren benötigt wird.
Mit Songbird kam es trotz vorherigem Update zu einigen Programmabstürzen, der Player reagierte dann gar nicht mehr und mußte durch die Nutzung der Reset Taste wiederbelebt werden.
Die aufgespielte Musik bzw. Videodaten waren anschließend jedoch sowohl unter Songbird, wie auch auf dem Gerät selbst verschwunden. Insgesamt ist die Nutzung von Sonbird eine sehr unbefriedigende Angelegnheit gewesen und für meine tägliche Nutzung einfach nicht geeignet. Ich empfehle daher den Player nur per Drag and Drop Verfahren mit Musik zu befüllen.
Der Sansa Fuze Plus kennt diese Art der Software Probleme nicht. befüllt wird der Player ebenfalls per Drag und Drop. Er wird vom PC als normaler Datenspeicher erkannt und die mitgelieferte Software dient eigentlich nur zum Updaten der Firmware (was allerdings unbedingt sofort vor Inbetriebnahme erfolgen sollte).
Bei der neusten Firmware wurden einige Fehler der Software behoben und die Bedienung des Sensorfeldes etwas verbessert. Damit kommen ich auch zu dem einzigen größeren Schwachpunkt den ich bei diesem Gerät gefunden habe. Die Bedienung des Players über das Sensorfeld geht nämlich nicht sehr flüssig von statten und ist zumindest stark gewöhnungsbedürftig. Das noch beim Vorgänger geniale mechanische Drehrad wurde leider dem modernen Design zuliebe geopfert. Das macht die Bedienung teilweise umständlicher als sie sein müßte. Das Menü selbst ist aber weitgehend intuitiv bedienbar und auch optisch schön aufgebaut.
Der Creative Xifi ist nur waagerecht zu benutzten und vergibt damit leider die Möglichkeit das Gerät mit beiden Händen zu bedienen. Das ist sowohl für Rechtshänder und vor allem für Linkshänder ein Nachteil. Die Knöpfe an sich lasen sich jedoch leicht und zuverlässig bedienen. Das Menü ist allerdings optisch nicht so schön und auch von der Bedienung her komplizierter als bei der Konkurenz. Ich habe mich nach etwas Eingewöhnung zwar damit zurechtgefunden, aber die Bedienung war bei der Konkurenz insgesamt einfacher möglich. Das Update der Firmware war auch leicht und der Player lief in meinem Test zuverlässig.
Sound/Akkulaufzeit
Im Sound waren die Unterschiede geringer als ich dachte. Der Creative und der Philips Player verfügen über Klangverbesserungs Techniken die dafür sorgen sollen die normalerweise aufretenden Qualitätsverluste beim Abspielen von komprimierten MP3 Dateien auszugleichen.
Für mich klang dies beim Philips am besten, danach kam der Sansa Fuze (der ohne diese Technik auskommt) und dann der Creative. Wobei die Unterschiede für mich insgesamt nicht allzu groß waren.
Alle drei würde ich (bei Verwendung eines höherwertigen Kopfhörers als die Serienmodelle) mit Sehr Gut bewerten.
Bei der Akkulaufzeit ergab sich in meinem Test die Reihenfolge Philips / Sansa / Creative. Ich habe die Zeit jedoch nur ungefähr geschätzt und keines der Modelle hielt so lang wie die Herstellerangaben. Dies lag jedoch an meiner Nutzung der Klangverbesserungen, Videowiedergabe und der häufigen Bedienung des Menüs. Der Philips hielt dabei einen Tag länger durch als die beiden anderen Player die relativ dicht beinander lagen.
Fazit:
Den 1.Platz,
bekommt für mich der SanDisk Sansa Fuze da er zuverlässig und günstig ist. Einzig gewöhnungbedürftig ist die Bedienung des Sensorfeldes. Hierbei wird es in Zukunft hoffentlich noch weitere Verbesserungen per Firmware geben.
Das Menü an sich, das LCD Display und der Sound waren sehr gut. Hervorzuheben ist auch noch, das dieses Gerät als einzigstes über die vorbildliche Möglichkeit der Speicherweiterung per Micro SDKarte verfügt.
2.Platz
Der Philips GoGear Ariaz kommt auf den zweiten Platz. Eigentlich ein schöner Player der leider durch die schlechte Software und die etwas hakelige Bedienung nicht ideal ist. Dieser Nachteil kann jedoch beim Nachfolger der ca. in 1-2 Monaten (Mai 2011) erscheint, beseitigt sein. Diese neue Version des Ariaz (Modell: SA3ARA08K/02) verfügt wie auf den ersten Bildern zu sehen ist wieder über konventionelle Bedientasten. Wenn die Software dann noch zuverlässig funktioniert, wäre der Player auch aufgrund seiner für mich bisher schon guten Soundqualität die Nr.1!
3.Platz
Der Creative XiFi Style erreicht den undankbaren dritten Platz. Eigentlich ist auch dieses Gerät geeignet die Anforderungen an einen modernen Medienplayer zu erfüllen. Für mich bot das Gerät jedoch in allen Bereichen nur durchschnittliche Leistungen. Ich hatte mir vielleict etwas zu viel von der Xifi Musikverbesserungstechnik versprochen. Insgesamt kann der Player jedoch, abhängig von den Anforderungen des einzelnen Interessenten, auch eine befriedigende Wahl sein.
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