Die Bond Filme mit Pierce Brosnan
Vier Bond Filme wurden mit Pierce Brosnan von 1995 bis 2002 gedreht bevor es nach einer Pause den Wechsel zu Daniel Craig gab. Ich fasse sie zusammen und bewerte sie.
Den Anfang machte 1995 ‚Goldeneye’, der in meinen Augen sogleich den besten Eintrag mit Pierce Brosnan in der Bond Historie darstellt und auch insgesamt zum besten Viertel der Bondfilme generell zählt. Schon der von Tina Turner gesungene Titelsong weckt Freude auf den Film. Der Song steht in der klassischen Tradition der Bondtitelsongs, während die folgenden Filme deutlich experimentierfreudigere Titellieder bekamen und schließlich mit dem Madonnasong in ‚Stirb an einem anderen Tag’ den Tiefpunkt erreichten.
Martin Campbell inszenierte den Film, der auch später für den ersten Bondfilm mit Daniel Craig verantwortlich sein sollte. Goldeneye ist ein Waffensystem, das in die Hände einer Terrororganisation gerät. Bondgirl ist Izabella Scorupco als Natayla Simonova, die James Bond dabei hilft, gegen den Terror zu kämpfen. In meinen Augen war der erste Bond mit Pierce Brosnan auch gleich der beste. Er bietet alles was man von einem Bondfilm erwartet. Viel Action, eine spannende Story, ein hübsches Bondgirl und einen fiesen Bösewicht.
Beim zweiten Teil ‚Der Morgen stirbt nie’ führte 1997 Roger Spottiswoode Regie. Man sprang auf ein politisch aktuelles Thema auf und der Bösewicht war ein Medienmogul, der durch gezielte Desinformation den Dritten Weltkrieg auslösen wollte, um dabei seine eigene Popularität als Berichterstatter zu steigern. Für mich wirkte das Thema etwas zu aufgesetzt, aber die Inszenierung war dennoch spannend und ich halte den Film für den zweitbesten Bondfilm mit Pierce Brosnan. Das liegt vor allem auch an Michelle Yeoh als chinesische Außenagentin, die nicht nur als hübsches Bondgirl, sondern vor allem in den Actionszenen überzeugt und eine sehr emanzipierte Rolle spielt. Teri Hatcher geht eher etwas unter.
‚Die Welt ist nicht’ genug hat auch zwei sehr hübsche Bondgirls zu bieten mit Sophie Marceau und Denise Richards, aber beide bleiben in ihren Rollen etwas blass. Sophie Marceau spielt die Erbin eines Öl-Multis, der bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt. Die Action wird mit jedem Bondfilm unter Brosnan unrealistischer, was den Filmen nicht wirklich hilft. Aber scheinbar hatte man das Gefühl jeden vorangegangenen Film übertreffen zu müssen. ‚Die Welt ist nicht genug’ zählt insgesamt schon zu den schwächeren Bondfilmen, sollte aber vom letzten Bond unter Pierce Brosnan noch unterboten werden.
‚Stirb an einem anderen Tag’ wartet mit dem schlechtesten Bondtitelsong auf, den es je gab. Madonna zeichnet sich dafür verantwortlich. Die Story, in der es Bond mit einem Diamantenmogul zu tun bekommt, ist nun völlig abstrus. Wenn sich Autos unsichtbar machen können geht das auch für einen Bondfilm zu weit. Überzeugen kann immerhin die Action und die Bondgirls. Vor allem Halle Berry, die an Ursula Andress erinnert, als sie aus dem Wasser stieg. Zum Glück nahm man sich nach diesem Bondabenteuer erst mal eine kreative Pause.
Auf der eignen Leinwand machen die Bondfilme aber alle Spaß, da sie sehr gute Bild- und Tonqualität bieten und die DVDs mit sehr vielen Extras ausgestattet sind.
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