In der Wildnis kann es jeden Outdoorsportler jederzeit erwischen: Ein starker Regen zieht auf und man wird klatschnass. Wenn ich nicht richtig auf solch ein Ereignis vorbereitet bin, kann mir ein Regenschauer den ganzen Spaß auf der Tour verleiden. Mit der richtigen Kleidung und der richtigen Ausrüstung allerdings ist ein Regenschauer kein Problem und die persönlichen Erfahrung erweitern sich stark, da man auch in der Lage ist, bei schlechtem Wetter Zeit draußen zu verbringen. Dieser Ratgeber soll einen Überblick über die Möglichkeiten schaffen, wie man sich vor Regen in freier Natur schützen kann.
Der wichtigste Aspekt des Regenschutzes ist sicherlich die Kleidung. Eine gute Regenhose und eine gute Regenjacke schützen den Körper vor Nässe. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Materialien atmungsaktiv sind. Insbesondere ältere Materialien sind kaum atmungsaktiv und führen schnell zu einem schweißtreibenden Klima auf der Haut. Modernen Materialien lassen den Körper hingegen atmen. Sie lassen Feuchtigkeit von innen nach außen aber nicht von außen nach innen. Der Körper bleibt trocken! Gut sind Regenjacken und Regenhosen welche sich auf kleines Maß zusammen rollen lassen und im Rucksack verstaut und erst bei Bedarf angezogen werden können.
Wenn es richtig nass wird draußen, dann müssen auch spezielle Schuhe her. Am besten eignen sich sicherlich Gummistiefel. Gummistiefel bestehen, wie der Name schon sagt, komplett aus Gummi und lassen überhaupt keine Feuchtigkeit durch. Das Problem ist, dass die meisten Gummistiefel auch relativ wenig atmungsaktiv sind. Allerdings lässt sich dies verschmerzen. Gummistiefel sollten hoch genug sein, so dass die Füße auch bei einer Wanderung durch Pfützen trocken bleiben. Wichtig ist ebenfalls eine griffige Sohle, da auf dem nassen Waldboden ein Ausrutschen so verhindert wird. Wenn es richtig nass wird, muss möglicherweise sogar eine Latzhose (eine so genannte Watlatzhose) angezogen werden. Diese Hose schützt den Körper bis zur Gürtellinie vor Nässe.
Der Kopf wird hingegen am besten durch einen Regenhut vor Nässe geschützt. Ein Regenhut besteht aus wasserdichtem bzw. wasserabweisendem Material. Er sollte eine möglichst breite Krempe haben um den Regen gut fernzuhalten.
Manch einer wird auch einen Regenschirm benutzen wollen. Der Nachteil an einem Regenschirm ist, dass man ständig eine Hand braucht, um ihn zu halten. Insbesondere beim Klettern oder Wandern kann dies störend wirken. Es gibt gleichwohl Regenschirme, die an den Trägern des Rucksacks befestigt werden. Auf diese Weise hat der Benutzer beide Hände frei. Sollte man sich dennoch für einen Regenschirm für den Outdoorgebrauch entscheiden, so sollte man ein Modell wählen, welches leicht ist und sich klein zusammenfalten lässt. Auch ein Trageriemen erleichtert den Transport ungemein.
Schließlich gilt es zu bedenken, dass auch die Ausrüstung vor Nässe geschützt werden muss. Für Rucksäcke gibt es dazu spezielle Regenhüllen, die einfach über den Rucksack gespannt werden und den Rucksack sowie dessen Inhalt vor Regen und Nässe schützen. Dies kann insbesondere sinnvoll sein, wenn man empfindliche Ausrüstung, wie beispielsweise einen Fotoapparat oder einen Laptop im Rucksack transportiert.
Wie man sieht, gibt es vielfältige Möglichkeiten, auch bei schlechtem Wetter Zeit in der freien Natur zu verbringen. Die Ausrede, dass Wetter sei zu schlecht, kann so nicht mehr gelten. Wie die Hamburger zu sagen pflegen: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung!“