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Pfefferspray - Retter in der Not

 

Dieser Ratgeber befasst sich mit einem Gegenstand, von dem man sich wünscht, man muss ihn nie gebrauchen. Wenn es aber soweit kommt, ist man dankbar, dass man ihn dabei hat.

Die Rede ist vom Pfefferspray. Pfeffersprays sind in Deutschland nur zur Tierabwehr zugelassen, einzig zu diesem Zweck werden sie hier empfohlen.

Pfeffersprays gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungen, je nach Einsatzzweck. Allen gemein ist der Wirkstoff OC (Oleoresin capsicum), dieser wird aus Chillischoten gewonnen, und wirkt direkt auf die Schleimhäute aller Säugetiere.

Das Tier schließt die Augen, kann schwer atmen und verspürt ein Brennen in den Atemwegen. Dieser Effekt ist ungefährlich und klingt nach etwa 30 Minuten wieder ab, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.

Nun gilt es die richtige Größe zu wählen: Pfefferspray gibt es in sehr kleinen Dosen (15 ml) bis hin zu Formaten eines kleinen Feuerlöschers (400 ml). Welche Größe ich wähle, hängt von einigen Faktoren ab. Gegen welche Tiere werden ich mich möglicherweise verteidigen müssen, wie lange werde ich der Gefahr ausgesetzt sein, wieviel bin ich bereit zu tragen usw.


Pfeffersprays

Ein Jogger im Stadtpark will möglichst wenig tragen und wird nach ein Paar Runden wieder zuhause sein. Er braucht ein kleines und leichtes Spray. Er braucht nicht viel Inhalt, ein kurzer Sprühstoß reicht für aggressive Hunde.

Anders derjenige, der eine lange Wanderung in den Bergen Kanadas plant. Er könnte Bären begegnen, für solche Fälle empfiehlt sich ein größeres Spray (ab 200 ml), zum einen weil man mehr von dem Mittel für ein großes Tier braucht, zum anderen weil man mit der großen Menge auch mehrmals Tiere verjagen kann.

Irgendwo dazwischen ist der Radfahrer anzusiedeln. Er kann mehr Gewicht transportieren, wodurch für ihn ein größeres Spray um 50 ml sinnvoll ist. Auch seine größte Gefahr sind aggressive Hunde.

Hat man die passende Größe bestimmt, muss man sich für eine Form des Sprühkopfes entscheiden. Es gibt den Sprühnebel und den Sprühstrahl. Der Sprühstrahl hat zwar etwas mehr Reichweite, dafür ist es schwieriger, damit ein sich schnell bewegendes Tier zu treffen. Der Sprühnebel hat etwas weniger Reichweite, dafür deckt er einen viel größeren Bereich ab, was das Treffen deutlich erleichtert. Der Sprühnebel ist für die Tierabwehr folglich besser geeignet. Auch sollte man auf eine Sicherung des Auslöseknopfes achten, das verhindert Unfälle.

Abschließend folgender Hinweis: Der Einsatz eines Pfeffersprays will wohlüberlegt sein. Er sollte nur im äußersten notfall erfolgen, wenn zuvor alle Versuche, das Tier zu verscheuchen, fehlgeschlagen sind.


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StefanBerlin44

110

Aufgenommen:Aug 25, 2010

Konsumexperte!

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