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Schutztaschen für DSLR-Ausrüstungen

 

Für den mobilen Einsatz einer DSLR-Ausrüstung unabdingbar ist eine passende Schutztasche. Dieser Ratgeber stellt verschiedene Taschensysteme mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen gegenüber.

Vorwort

In diesem Ratgeber werden ausschließlich Taschen der Marke Lowepro als Beispiele vorgestellt. Die 1967 gegründete Firma mit dem Werbe-Slogan „Das Original, auf das Sie sich verlassen können“, gilt als Marktführer unter den Anbietern von Schutztaschen für Kameraausrüstungen. Professionelle Fotografen, wie z. B. Richard E. Aaron, vertrauen seit vielen Jahren auf Produkte von Lowepro.

 

1.       Rucksäcke

Rucksäcke sind sowohl im Alltag als auch auf Reisen äußerst beliebte Transporthilfen. Zwei Schultergurte sorgen für eine optimale Gewichtsverteilung. Reißverschlüsse ermöglichen ein schnelles Öffnen und Schließen. Ein weiterer Vorteil ist die Unauffälligkeit eines Rucksacks. Viele Modelle lassen auf den ersten Blick nicht erkennen, dass sich darin ein hochwertiges DSLR-Equipment befinden könnte.

Das Beispielmodell, ein Flipside 400 AW, macht insbesondere mit einem durchdachtem Zugriffsystem auf sich Aufmerksam.* Eine Stativhalterung, ein Regencover sowie ein eingegliedertes System, mithilfe dessen der Stauraum relativ einfach, durch „Einhaken“ zusätzlicher Außentaschen, vergrößert werden kann, sind drei weitere, praktische Vorzüge dieses Modells.

Ferner sind einige (vor allem teurere) Modelle zusätzlich mit einem Notebook-Fach ausgestattet.

 

*Exkurs: Flipside Zugriffssytem

Der Eingriff erfolgt bei sämtlichen Flipside-Rucksäcken rückseitig. Das bedeutet, dass -in Kombination mit dem Hüftgürtel- ein Abnehmen des Rucksacks zum Öffnen des Hauptfachs, nicht notwendig ist. Aufschließen des Brustgurts, Drehen des Rucksacks von Rücken Richtung Hüfte und anschließendes Öffnen des Reißverschlusses. Dieser 3er-Schritt ermöglicht es dem Benutzer, sogar während des Gehens, auf die Ausrüstung zugreifen zu können.

 

2.       Sling-Taschen

Eine weitere, vor allem bei Fotojournalisten sehr beliebte, Schutztaschenart sind Sling-Taschen. Der Hauptunterschied zum Rucksack besteht darin, dass hier nur ein Schultergurt, der diagonal über die Körpervorderseite verlaufend getragen wird, vorhanden ist. Zudem ist der Stauraum von Sling-Taschen in der Regel kleiner. Der Zugriff erfolgt seitlich, wobei auch hier ein Drehen der Tasche erforderlich ist.

Die Beispiel Sling-Tasche, ein Classifield Sling 220 AW, zeichnet sich durch ein flaches Profil aus, das optimale Flexibilität garantiert und die Gefahr, bei Körperdrehungen mit angelegter Tasche ungewollte Berührungen einzugehen, dämmt. Ein integriertes Notebook-Fach ist obendrauf vorhanden.

 

3.       Rollkoffer

Für größere bzw. schwerere Ausrüstungen bietet sich der Einsatz eines Rollkoffers an. Die Vorteile sind offensichtlich. Das Gewicht muss nicht auf dem Rücken getragen werden, da der Benutzer den Koffer, dank der integrierten Rollen, bequem über den ausfahrbaren Teleskopgriff hinter sich herziehen kann. Darüber hinaus ist auch hier Unauffälligkeit garantiert. Schließlich unterscheiden sich die meisten Foto-Rollkoffer optisch nicht von „normalen“ Bekleidungskoffern.

Das Produktbeispiel der Lowepro Pro Roller x-Series verfügt zusätzlich über zwei weitere, hilfreiche Ausstattungsmerkmale. Zum einen können die Räder beliebig eingestellt werden und zum anderen ist ein 3-Ziffern-Kombinationsschloss, zum sicheren Verschließen des Gepäcks, in das Koffersystem eingearbeitet.

 

4.       Schultertaschen

Schultertaschen sind lediglich für kleinere bzw. leichtere Kameraausrüstungen zu empfehlen. Zwar garantiert eine Tasche, die um die Schulter gehängt getragen wird, stets einen schnellen Zugriff und Wendigkeit in hektischen und beengten Situationen (z. B. in Bussen oder U-Bahnen), allerdings führt die einseitige Trageweise schnell dazu, dass man die Tasche kontinuierlich von der einen auf die andere Schulter wechselt um eine gleichmäßige Belastung beider Körperhälften zu erreichen.

Dennoch bietet Lowepro mit der Magnum AW-Serie sogar Schultertaschen mit Notebook-Fach und ausreichend Platz für mehrere Kamera-Bodys, Objektive etc. an.

 

Fazit

Die eine, optimale Lösung gibt es bei Schutztaschen sicherlich nicht. Vielmehr sind die individuellen Bedürfnisse des Benutzers, die sich im Wesentlichen aus der Größe sowie dem Gewicht der Ausrüstung ergeben, zu berücksichtigen.


Mitgliedsdetails

STZ1989

10

Aufgenommen:Mrz 13, 2011

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