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Konversions- und Korrekturfilter in der Digitalfotografie

 

In Zeiten digitaler Bildbearbeitung haben viele optische Filter an Bedeutung verloren. Die Wirkung einiger, weniger Filter lässt sich jedoch nach wie vor nicht nachträglich am PC simulieren.

Dieser Ratgeber bietet einen kurzen Überblick über die beiden wichtigsten Konversions- und Korrekturfilter in der Digitalfotografie.

Beispielfilter der Marke Hoya

I. Allgemein

  1. Bei den Beispielsfiltern handelt es sich ausschließlich um Filter der Marke Hoya. Hoya ist einer der weltweit führenden Entwickler und Produzenten hochwertiger fotografischer Filter.  Das Herstellersortiment ist dementsprechend umfangreich, die Preise sind moderat.
  2. Anmerkung Neben Hoya genießt insbesondere die Firma Schneider (B+W-Filter) aus Bad Kreuznach einen sehr guten Ruf in der Filterbranche.

  3. Beide Beispielsfilter haben einen Durchmesser von 52mm. Dieses Schraubgewinde ist unter anderem passend für die meisten 18-55mm Objektive der führenden Kamerahersteller, also dem typischen Objektiv aus Einsteiger-Kits.
  4. Anmerkung Die passende individuelle Filtergröße ist jeweils auf der Unterseite des betreffenden Objektivs vermerkt.

  5. Bei allen Hoya-Filtern ist die Fassung schwarz eingefärbt und die Oberfläche gerändelt. So  werden zum einen Reflexionen reduziert und zum anderen wird ein rutschfestes Einschrauben und Lösen von Filter und Objektivgewinde sichergestellt.
  6. Darüber hinaus sind in diesem Ratgeber nur sog. HMC-Filter aufgeführt. HMC ist die Abkürzung von Hoya Multi Coated und weist auf die Mehrschichtvergütung der Filter hin. Streulicht und Geisterbilder werden dadurch unterdrückt, hohe Brillanz und ausgewogene Farbneutralität gewährleistet.


II. Polfilter

Beispiel 1: Hoya Lens Pol circular HMC 52

Trifft Licht auf nichtmetallische Oberflächen, so werden die reflektierten Lichtstrahlen polarisiert. Der Einsatz eines des Polfilters eröffnet der Fotografin/ dem Fotografen die Möglichkeit, durch Drehen des Filters individuell zu bestimmen, welche Reflexe  auf die Kameralinse eintreffen.

Unerwünschte Reflexionen von  Oberflächen, wie z. B. Wasser oder Glas, können somit hervorragend unterdrückt werden. Typische Einsatzzwecke sind beispielsweise Fotografieren durch Fensterscheiben oder Aufnahmen von Fischen an der Wasseroberfläche.

Beste Ergebnisse erzielt man im Übrigen, wenn der Filter im 90 Grad Winkel zur Sonne ausgerichtet wird. Befindet sich die Sonne vor oder hinter der Fotografin/ dem Fotografen, so kommt die Wirkung nicht voll zur Geltung.

Anmerkung Die Verbindung Polfilter – Weitwinkelobjektiv führt häufig zu Randvignettierungen und ist daher nicht zu empfehlen.


III. Graufilter

Beispiel 2: Hoya HMC Graufilter NDX8 52mm

Das „ND“ in der Artikelbezeichnung  steht für neutrale Dichte. Deshalb wird der Filter auch als Neutraldichtefilter bezeichnet. Der Einsatz des Filters ermöglicht längere Belichtungszeiten oder größere Blenden, da die Menge an Licht, die auf das Objektiv trifft, durch den vorgeschraubten Filter reduziert wird. „X8“ deutet die Stärke des Filters an. Die Belichtungszeit wird durch den Einsatz des Filters um drei Blenden verlängert (Berechnung: 2 hoch 3 = 8).

Der Filter ist hervorragend dafür geeignet, eine klare Trennung von Hauptmotiv und Hintergrund durch Verringerung der Schärfentiefe zu schaffen. Die fließende Darstellung von Wasserfällen kann ebenfalls mit Hilfe des Graufilters erreicht werden.

Soll die Wirkung verstärkt werden, so stehen der Fotografin/ dem Fotografen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Zum einen die Verwendung eines Filters mit größerer Stärke (z. B. ND 4.0 = 10.000-fach) oder, zum anderen, die Verwendung mehrerer, hintereinandergeschalteter Filter.

Anmerkung Hier kann sogar die Kombination Graufilter – Polfilter gewählt werden, da schließlich jeder Filter die auf das Objektiv treffende Lichtmenge minimiert.

 

IV. Fazit

Obgleich in der Digitalfotografie der Einsatz vieler Filter überflüssig erscheint, können sowohl Pol- als auch Graufilter durch Nachbearbeitung am PC nicht adäquat ersetzt werden. Entscheidend hierfür ist, dass bei beiden Filtern die unmittelbare Verbesserung der Rohdaten im Vordergrund steht.



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STZ1989

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Aufgenommen:Mrz 13, 2011

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