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Auf Leben und Tod - Monumentale Kriegsfilme

 

Worum geht es in diesem Ratgeber? Blöde Frage eigentlich, der Titel verrät es ja schon: Es geht um Kriegsfilme.
Gute Kriegsfilme gibt es viele, ich wollte aber aus der Masse drei Meisterwerke herausfiltern, die man als Fan des Genres einfach gesehen haben muss.  
Auch war mir wichtig das nicht die reine Phantasie Pate stand: Zwar hat die Handlung von Full Metall Jacket so nicht statt gefunden, es hätte aber tatsächlich so gewesen sein können.
Die anderen beiden beruhen tatsächlich auf Fakten und nicht auf Fiktion.

Beginnen möchte ich mit einem Film, wo der Name Programm ist: Patton.

General Patton war mit Sicherheit einer der bedeutendsten Generale des zweiten Weltkrieges.
Der Film zeichnet den Weg dieses Amerikanischen Offiziers von seinen Gefechten in Afrika, Italien bis schließlich in Frankreich nach.
Pattons größte Gegner waren wahrscheinlich nicht irgendwelche Deutschen sondern der (ebenfalls sehr bekannte) Britische Feldmarschall Montgomery und – er selber.
Der Film zeichnet in meinen Augen sehr gut seine große Rivalität zum eigentlichen Verbündeten Montgomery, der wie Patton selber nach Ruhm und Ehre strebte – sehr gut nach.

Aufbrausend und sehr eigensinnig wurde Patton zweimal seines Kommandos enthoben, einmal weil er einen einfachen Soldaten geschlagen hat und ein weiteres mal (nach Kriegsende) weil er die russischen Verbündeten beleidigt hat.

Dargestellt wird Patton von George C. Scott. Er spielt die Rolle so brillant, das er zu recht mit einem Oskar ausgezeichnet wurde. Interessante Geschichte am Rande: Weil er die  Oskar Verleihungen für Blödsinn hielt, hat er den Oskar nicht in Empfang genommen.

In einer weiteren Rolle sehen wir den bekannten Karl Malden, der wie die anderen Nebendarsteller neben Scott allerdings nicht viel Raum haben.

Ein toller Film, sehr zu empfehlen!!!


Kommen wir zu einem wirklich monumentalen Film über die Landung der Alliierten in der Normandie: Der längste Tag

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Tatsachbericht des Kriegsberichterstatters Cornelius Ryan und zeigt – soweit es mir bekannt ist – ausschließlich Fakten (Die Rolle des Major Pluskat ist wohl ein wenig umstritten).

Produziert wurde der Film von Darryl F. Zanuck, der auch zusammen mit Ken Annakin, Andrew Marton und Bernhard Wicki (Die Brücke) Regie führte.

Die Schauspielernamen lesen sich wie das damalige who is who der Filmkunst und darüber hinaus: Paul Anka, Richard Burton, Sean Connery, Henry Fonda, Gert Fröbe, Curd Jürgens, Robert Mitchum, Rod Steiger, Robert Wagner, Dietmar Schönher, Vicco von Büllow (alias Loriot) und viele, viele mehr.

Richtig gut gefällt mir das die meisten Deutschen Rollen auch mit deutschen besetzt wurden und der Deutsche Berhard Wicki Regie bei den deutschen Szenen führte.

Zum Verlauf des „längsten Tages“ brauche ich hier nicht zu sagen, das kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen.

Auch in Nebenrollen ist der Film toll besetzt die alle auch sehr gut spielen.
"Der längste Tag" wurde damals zum teuersten der Filmgeschichte und brachte das Studio fast an den Rand des Bankrotts. Wenn man sich die Bilder anschaut überrascht das nicht, der Material und Personalaufwand ist tatsächlich enorm.
Allerdings wurde er ein großer Erfolg und brachte die Twentieth Century Fox nach dem Misserfolg von Cleopratra wieder auf Spur.

Wenn für einen Film der Begriff monumental zutrifft, dann auf diesen, man muss ihn wirklich gesehen haben.


Der letzte Film den ich besprechen möchte ist tatsächlich Fiktion, spielt aber vor einem realen Hintergrund, dem Vietnamkrieg.

Es handelt sich hier um ein echtes Meisterwerk von Stanley Kubrik, der es sehr gut schafft erst die Schinderei in der Ausbildung und danach den Schrecken des Krieges in Vietnam rüber zu bringen.

Durchweg mit eigentlich Unbekannten besetzt, hat Kubrik aber bei allen Darstellern ein sehr glückliches Händchen beweisen. Ihr Spiel ist einfach nur gut und auch von enormer Tiefe, es hat dem Film in meinen Augen auch sehr gut getan das kein Star im Vordergrund steht und alles überdeckt.

Ungewöhnlich ist die Teilung der Handlung: Erst die Ausbildung der Marines in Amerika und danach der eigentliche Krieg in Vietnam.

Wer hier allerdings riesige Schlachten erwartet mit Action den ganzen Film lang wird hier enttäuscht werden. Ja, es werden einige Gefechte gezeigt die auch das üble verrecken im Krieg darstellen, die finden aber eher im kleinen Rahmen statt.

Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – ist „Full Metall Jacket“ einer der besten Filme die ich kenne.

Noch eine Kleinigkeit: R. Lee Ermey, der Gunnery Sergeant Hartman spielt, war tatsächlich als Staff Sergant der Marines in Vietnam. 2002 wurde er zum Ehren Gunnery Sergeant ernannt.



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Rensenbrink

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Aufgenommen:Apr 28, 2010

Ich bin leidenschaftlicher Computerspieler und schaue gerne Filme aller Art.

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