Ratgeber Zelt
Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine riesengroße Auswahl von Zelten – das macht die Wahl des passenden nicht gerade leichter. Daher seien im Folgenden einige wichtige Aspekte vorgestellt, die die Entscheidung erleichtern können.
Zu Beginn sollte die Frage stehen, für welche Zweck das Zelt genutzt werden soll. Campen Sie regelmäßig und suchen ein Zelt, welches auch in fünf Jahren und unzähligem Auf- und Abbau noch nicht an Komfort eingebüßt hat? – Oder wird das Zelt eher für den „Notfall“ gebraucht? Vielleicht sind Sie generell auch eher der Typ für „feste Bauten“ und übernachten eigentlich immer in Hotels oder Pensionen – sind nun aber von Freunden von einem Campingurlaub überzeugt worden? In diesem Fall muss es nicht gleich das teuerste sein, da Sie ja erst einmal „austesten“ möchten. Daneben spielt natürlich auch der Preis eine Rolle. Die Preisspanne reicht hier von 15 Euro bis hin zu mehreren Tausenden. Doch worin unterscheiden sich die Zelte überhaupt?
Zunächst lassen sich verschiedene Bauformen von Zelten festhalten. Generell wird zwischen Kuppel- und Tunnelzelt unterschieden. Ersteres ist das klassische Igluzelt und begegnet einem wohl am häufigsten. Die geodätische Zeltform ist eine Weiterentwicklung des Igluzeltes und zeichnet sich durch zusätzliches Gestänge aus, welches sie stabiler als ihre „Vorgänger“ macht. Generell sind Kuppelzelte stabiler gegen Wind und andere Einflüsse als die Tunnelzelte, die mit mehreren gebogenen und parallel angeordneten Stangen ausgestattet sind. Gegenüber den Kuppelzelten zeichnen sich Tunnelzelte aber durch eine bessere Raumnutzung aus, da die Wände steil hochlaufen. Firstzelte, die wie der Giebel eines Hauses geformt sind (daher auch „Hauszelt“), findet man heute eher weniger. Die Nutzung des Innenraumes ist hier eher schlecht, da das Zeltdach im 45Grad-Winkel vom Boden wegführt. Außerdem ist die Bauform gegenüber anderen weniger windstabil.
Weiter unterscheiden sich die Zelte natürlich in ihrer Größe. Überwiegend wird diese anhand der Personenanzahl angegeben, einige Hersteller geben aber auch nur die Breite und Innenzeltlänge an. Diese kann man ggf. durch die Personen teilen, die im Zelt Platz finden sollen, um herauszufinden, wieviel Platz jedem „zusteht“. Die Personenangaben der Hersteller gehen meist von etwas 55 bis 60cm pro Person aus, der Breite einer Isomatte. Soll daneben aber auch Gepäck im Zelt untergebracht werden, empfiehlt es sich, Zelte für eine höhere Personenanzahl zu nehmen. Teils bieten dafür aber auch die Apsiden, also die Vorzelte, Platz.
Ein größeres Zelt wiegt jedoch auch meist mehr und ist weniger kompakt. Hier ist es wichtig, zu fragen, ob das Zelt vorwiegend zu Fuß transportiert werden muss oder ob man mit dem Auto unterwegs ist. Bei ersterem Fall kann es durchaus ratsam sein, statt eines großen Zeltes zwei kleinere Zelte mitzunehmen. Eines dient als Schlafstätte und in dem anderen kann das Gepäck untergebracht werden.
- Wassersäule: Diese gibt an, welchem Wasserdruck ein Zelt maximal standhalten kann. 3000mm gelten hier als Minimum für den Dachbereich, wobei ein Zelt bereits ab 1500mm als wasserdicht gilt.
- Kombination Innen- und Außenzelt: Zelte, bei denen Innen- und Außenzelt einzeln aufgebaut werden, unterscheiden sich in der Reihenfolge des Aufbaus, also ob zuerst das Innen- oder Außenzelt errichtet wird. Ersteres kann sich nachteilig auswirken, wenn es während des Zeltaufbaus regnet, da dieses nicht gegen Regen geschützt ist und der Aufbau des Außenzeltes durchaus einige Zeit beansprucht. Die Möglichkeit, die Elemente unabhängig voneinander aufzubauen, bietet die Option, z.B. während einer Reisepause nur das Außenzelt als Regenschutz aufzustellen oder in trockenen Campingregionen ganz auf das Außenzelt zu verzichten. Daneben gibt es Zelte, deren Innen- und Außenzelt miteinander verbunden sind. Der Auf- und Abbau ist dementsprechend komfortabler.
- Ist ein Moskitonetz vorhanden, welches unabhängig von der „Tür“ geöffnet und geschlossen werden kann?
- Wieviele Eingänge besitzt das Zelt?
Auch die Wahl der Farbe sollte beim Zeltkauf nicht vernachlässigt werden. Dies ist einerseits natürlich Geschmackssache, andererseits ist es aber hilfreich zu wissen, dass sich dunkle Farben schneller aufheizen als hellere.
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