Backpacker-Reiseausstattung
Wenn einer eine Reise tut... dann benötigt er natürlich andere Dinge, als er es im heimischen Balkonien täte. Gut, von all-inklusive im 5-Sternehotel mal abgesehen, natürlich. Jedenfalls richtet sich dieser Ratgeber an alle, die eine Reise fernab von Nobelhotels planen: hauptsächlich natürlich an die Backpacker. Was also benötige ich, um als Backpacker nicht ganz ins kalte Wasser zu fallen?Die Produkte sind natürlich nur symbolisch zu verstehen ;)
Der Reiseführer
Den Reiseführer sollte man sich schon im Vorfeld der Reise bei der Planung zulegen: sowohl beim Finden der Route, als auch beim Umgang mit landestypischen Sitten kann dieses meist nicht sehr große Buch unschlagbare Dienste leisten. Auch auf die Reise selbst sollte er natürlich mitkommen. Meist beinhalten Reiseführer auch ein bis zwei Seiten mit den wichtigsten Sätzen, was als erste Einstimmung nicht verkehrt ist.
Der Sprachführer
Gut, sollte man in ein Land reisen, dessen Sprache man beherrscht, so ist der Sprachführer natürlich entbehrlich. Wer sich allerdings in fremdere Länder ohne vorherige Sprachkenntnisse wagt, sollte sich nicht immer auf sein Englisch verlassen: nicht überall spricht man diese "Weltsprache". Ein Sprachführer kann einem helfen, Kommunikationsschwierigkeiten zumindest ansatzweise zu überbrücken und ermöglicht somit zumindest die grundlegendste Verständigung. Gut - über die aktuellsten Filme kann man natürlich noch nicht diskutieren, aber dafür zum Beispiel eine Unterkunft finden oder dem Taxifahrer zeigen, was man möchte. (Ja, zeigen - sollte es mit der Aussprache problematisch sein, haben diese tollen Dinger -zumindest die von Langenscheidt- auch die landestypische Schrift. Und die können die Landsleute natürlich eher verstehen.
Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass der Sprachführer die wichtigsten Reisesituationen abdeckt und im Idealfall auch über die landestypische Schrift verfügt.
Der Rucksack
Wer eine "klassische" Reise plant, kann diesen Teil ruhig überlesen, denn ein richtiger Backpacker benötigt -genau- einen Rucksack, in welchem er die nötigsten Dinge unterbringen kann um auf der Wanderschaft alles bei sich zu haben. Der Rucksack sollte also nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein, angenehm sitzen und möglichst auch um die Taille nochmal fixierbar sein, damit das Gewicht nicht auf den Schultern, sondern auf der Hüfte lastet. Dass er wetterfest sein muss versteht sich von selbst, ebenso, dass er nicht am Rücken kleben sollte, sondern etwas Luft an selbigen kommen kann.
Campingausrüstung -optional-
Der Campingpart ist sehr optional, wer nicht gedenkt außerhalb eines Hotels / Hostels zu übernachten kann einfach weiterlesen. Für alle anderen: natürlich muss man die Ausrüstung den klimatischen Gegebenheiten anpassen. Wer in einem regnerischen Gebiet draussen schlafen möchte, kommt nicht um ein Zelt herum. Wer in einem warmen, regenarmen Land unterwegs ist, dem kann möglicherweise auch einfach nur eine Isomatte und ein Schlafsack reichen. Hierfür muss man sich eingehend damit beschäftigen, WO genau man denn hingeht. Für mehr Tipps in Richtung Camping:
http://www2.de.shopping.com/guides/Kathy-Lee/Festival_Basics_und_Extras/83321215
Generell gilt allerdings: Je weniger unnötiges Gepäck, desto besser. Immerhin muss alles auf dem Rücken durchs Land getragen werden.
Hygiene
Ja, ein wichtiges Thema, besonders bei einfachsten Reisen: die Hygiene. Nicht überall gibt es fliessendes Wasser und Seife, nicht überall wird das europäische Hygieneverlangen zur Genüge gestillt. Nun, Grundausstattung ist daher: Handwaschgel, Papierauflagen für die Toilette (sofern es Toiletten mit Sitz gibt), Desinfektionsspray und die üblichen Utensilien (Zahnbürste etc.). Eigene Handtücher sind von Vorteil, Einmalhandtücher und -waschlappen tun ihren Dienst übrigens ebenso gut wie die "normale" Variante und sind leichter.
Schreibzeug
Blatt und Stift können einen bedeutend weiter bringen. Man kann sich hier Adressen notieren, zum Beispiel die der Unterkunft (in anderen Schriftsystemen: Notieren lassen), man kann sich Pläne zeichnen (lassen) oder - wenn alle Stricke reissen - auszeichne, was man denn möchte. So einfach Block und Stift auch sind: ohne, kann man plötzlich ziemlich aufgeschmissen sein.
Die Kleidung
Die Kleidung sollte natürlich wiederum dem Klima angemessen sein, aber entsprechend auch wieder wetterfest. Festes Schuhwerk ist fürs Wandern Pflicht, eingetragen sollten die Treter allerdings schon vor der Reise sein, sonst findet man sich mit unangenehmen Blasen an den Füßen wieder. Eine Regenjacke ist Grundausrüstung, egal wie einfach sie ist, selbst ein Regenponcho ist besser als nichts.
Reiseapotheke
Neben einem Erste Hilfe Set ist die Reiseapotheke wieder dem Land und dem Reisenden anzupassen. Grundlegende Medikamente wären Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erkältung, sowie Mückenspray und Salben gegen Sonnenbrand / Stiche. Desinfektionsmittel ist ebenfalls ein Muss und Blasenpflaster sind eine sinnvolle Ergänzung.
- Vor der Abreise, am Besten schon bei der Planung, sollte man sich über wichtige Hinweise bezüglich des Landes informieren. Hierfür besonders geeignet ist natürlich die Seite des Auswärtigen Amtes. Adressen und Nummern von Botschaften sollten unbedingt notiert und mitgenommen werden.
- Eine Backpacker-Reise in fremde Länder sollte man lieber in einer Gruppe von mindestens zwei, noch besser drei Leuten machen. Nicht nur wegen der Unterhaltung, sondern auch im Falle eines Falles, sollte etwas geschehen (Unfall oä), kann einer Hilfe suchen, während ein anderer sich um den Verletzten kümmert. Auch Sicherheit spielt natürlich eine Rolle: wer alleine reist, kann eher Ziel für einen Überfall werden, daran sollte man denken, auch wenn es weit hergeholt klingt. Das gilt natürlich in allen Ländern, je weiter entfernt und fremder sie sind, desto mehr.
- Ein Handy ist ebenfalls eine sinnvolle Anschaffung. Ein einfaches Handy inklusive Ladekabel genügt, eine entsprechende SIM kann man sich meist günstig vor Ort holen, wenn man seine eigene nicht mitnehmen möchte. Die landestypischen Notfallnummern sollte man einspeichern (man findet sie im Reiseführer) und sicherstellen, dass zumindest ein geringes Guthaben vorhanden ist.
- Die Unterkunft sollte, falls möglich, schon im Vorfeld gebucht werden, damit man nicht plötzlich ohne ein Bett dasteht. Natürlich hat eine Übernachtung im Freien ihren Reiz, sicherer ist aber eine Übernachtung im Hostel / Hotel. Zudem findet man hier eine Dusche.
- Das Essen: Hier sollte man sich schlau machen, was denn was ist. In den europäischen Ländern wird man selten größere Probleme mit der Nahrung haben, wer sich jedoch in die Fremde traut, sollte wissen, was man im jeweiligen Land so isst. Nicht immer gibt es Hygienevorschriften, also immer den gesunden Menschenverstand benutzen und im Zweifelsfall lieber eine Mahlzeit auslassen. Wer sich ganz sicher sein möchte, kann sich in größeren Städten sein Essen in den bekannten Fast-Food-Kette holen. Klingt langweilig, bietet aber durch die Richtlinien dieser Ketten die Sicherheit, dass man sich von bekanntem und verträglichem Essen ernährt.
- Reisedokumente sollten mindestens einmal in Kopie vorliegen und getrennt aufbewahrt werden. Wer seine Unterlagen im Geldbeutel trägt, sollte sie einmal noch anderswo haben, zB. im Safe der Unterkunft oder, sollte dies nicht möglich sein, in einer anderen Tasche. Viele dinge kann man auch Zuhause lassen: die örtliche Monatskarte etwa oder die zweite EC-Karte. So wenig wie möglich mitnehmen. Den Perso zB benötigt man im außereuropäischen Raum nicht, hierfür hat man den Reisepass.
- Eine Kamera ist zwar kein Muss, aber ein unbedingtes Kann. Was gibt es schöneres, als nach der Reise den Daheimgebliebenen bei einem gemütlichen Abend mit Bildern von seiner Reise zu erzählen? Nicht verkehrt ist es auch, seine Reise zumindest stichpunktartig in einem Tagebuch festzuhalten.
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