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Sicherung der eigenen Daten

 

Wenn es passiert, ist es meistens zu spät. Der Computer hat den Geist aufgegeben und die Daten auf der Festplatte sind verloren. Daher empfiehlt es sich, regelmäßig Backups der wichtigsten Daten anzulegen. Dazu gibt es verschiedene Lösungen zur Sicherung („Backup“) der eigenen Daten, die ich an dieser Stelle vorstellen und vergleichen möchte.

Rohlinge

Die erste Möglichkeit des Backups ist die wichtigen Daten auf Rohlinge von CDs, DVDs oder Blu-Rays zu brennen. Diese Speichermedien sind einmal oder mehrfach beschreibbar und bieten verschiedene Kapazitäten. Voraussetzung ist hierfür ein geeigneter Brenner, der die entsprechenden Medien liest und beschreibt. Mittlerweile sind Rohlinge so günstig, dass sich hier eine günstige Form des Backups bietet. Beim Kauf sollte man auf Qualität achten, damit man in einigen Jahren nicht vor einer Überraschung steht, wenn man die alten Urlaubsfotos nochmal aus der digitalen Schublade kramen möchte. Für jemanden, der regelmäßig große Datenmengen sichern möchte, entsteht mit dem erneuten Brennen eines Rohlings ein erheblicher Aufwand, so dass Rohlingen eher als Gelegenheitsbackup genutzt werden können. Darüber hinaus ist die Brenngeschwindigkeit im Vergleich zu Datentransfers mit USB langsamer.


USB-Sticks

Für kleine Datenmengen und unregelmäßie Backups eignen sich zudem auch USB-Sticks. Diese sind schnell an den Computer gesteckt, kopieren die Daten relativ schnell und verschwinden nach dem Backup platzsparend in der Schublade. Hiermit erhält man eine günstige und platzsparende Möglichkeit für schnelle Backups. Die Kapazitäten bewegen sich hierbei allerdings im Gigabyte-Bereich und die Übertragungsgeschwindigkeit reicht nicht an externe Festplatten heran.


Externe Festplatten

Eine weitere Form der Datensicherung kann man auf externen Festplatten durchführen, die per USB an den Computer angeschlossen werden. Man steht hier vor der Wahl zwischen einer etwas größeren Festplatte mit externer Stromversorgung (3,5 Zoll) oder einer kleineren Festplatte (2,5 Zoll) mit einer Stromversorgung über die USB-Schnittstelle des Computers. Ich empfehle hier eher eine 3,5 Zoll-Festplatte, da diese im Vergleich zu 2,5-Zoll-Festplatten mehr Kapazitäten für weniger Geld bietet und als Backupmedium keine besonders große Portabilität braucht. Mittlerweile sind externe Festplatten mit einer Kapazität von 2 Terrabyte verfügbar, also genug Platz für das Backup aller Fotos, Filme, Dokumente, Musik, usw. Neuerdings sind auch Festplatten mit dem neuen schnellen USB 3.0-Standard verfügbar und mit Intels Thunderbolt gibt es bald eine Technologie mit Übertragungsraten von 10 Gigabit/s, die so gut wie keine Wartezeiten beim Backup ermöglichen.  


NAS

Wer seinen Backupprozess automatisieren will und seinen Schreibtisch nicht unnötig mit Festplatten vollstellen möchte, dem empfehle ich den Kauf einer Netzwerkfestplatte (NAS: Network Attached Storage), quasi eine externe Festplatte mit einem Netzwerkanschluss und per Internetbrowser ansteuerbarer Bedienoberfläche. Diese Festplatte läuft permanent, verbraucht aber weitaus weniger Strom als ein kleiner Backupserver. Sie kann per schnellem Gigabit-Netzwerk an das heimische Netzwerk angeschlossen werden und synchronisiert per eingerichtetem Backup zu festen Zeiten ausgewählte Ordner auf dem Computer. Ein NAS ist auch mit größeren Kapazitäten im Terrabyte-Bereich erhältlich.  


NAS-Raid

Eine erweitere und zusätzliche Sicherheit versprechende NAS-Form sind Raid Server. Diese Netzwerkfestplatten verfügen über zwei oder mehr Festplatten, die den Inhalt regelmäßig spiegeln. Das heißt, dass beispielsweise bei zwei Festplatten im NAS, der Inhalt auf beiden identisch ist. Sollte eine Festplatte einmal defekt sein, ist der Inhalt auf der anderen noch vorhanden und die wichtigen Daten sind verfügbar. Die Spiegelung geschieht vollautomatisch, so dass man sich nur noch um die Auswahl der zu sichernden Dateien oder Ordner kümmern muss. Diese Raid Server-NAS lassen sich mit 3,5-Zoll-Festplatten mit großen Kapazitäten im Terrabyte-Bereich bestücken.

 

 

Weiterhin kann man seine Daten auch bei Speicherdiensten online sichern (also quasi in der „Cloud“). Hierbei überwiegt der Vorteil der wegfallenden lokalen Bindung, da man an seine Daten von jedem Computer oder Smartphone mit Internetverbindung herankommt. Hierbei werden regelmäßig Ordner oder Dateien mit dem eigenen Onlinespeicher synchronisiert. Diese Dienste kosten meistens einen monatlichen Nutzungsbeitrag oder einen Beitrag für bestimmte Kapazitäten. Über einen erhöhten Aufwand kann man sich aber in Verfahren einarbeiten, mit denen man die eigene NAS als Datenspeicher von externen Computern oder Smartphones abrufen kann.

 

Für eine höhere Sicherheit vor Datenlust empfehle ich entweder ein NAS mit Spiegelung der zweier oder mehr Festplatten oder Onlinespeicherdienste. Denn wer einmal wichtige persönliche Daten verloren hat, weiß wie schmerzhaft dies ist.



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Aufgenommen:Aug 6, 2010

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