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Vom Rosenstrauss in der Vase zur schwimmende Blüte in der Schale

 

Bei uns in der Wohnung findet sich jederzeit Einiges an frischem Grün; ich bin auf dem, Land aufgewachsen und möchte auch in der Stadt nun nicht auf Pflanzen verzichten, wobei unser Bestand an Topfpflanzen noch ziemlich überschaubar ist. Denn ich mag vor Allem opulente Blumensträusse und ob nun Schreibtisch, Esstosch, Wohnzimmertisch: hier findet sich bei uns eigentlich überall und ständig ein hübsches Bukett, mal grösser, mal kleiner. Neben Tulpen, die in unseren nordwesteuropäischen Breitengraden hauptsächlich während des Frühjahrs zu haben sind, haben ers mir vor Allem Rosen angetan und nun am Valentinstag werden in den Blumenläden sicherlich wieder sehr viele Rosensträusse (oder  auch mit etwas Grün hübsch arrangierte einzelne Rosen) angefragt, welche natürlich nicht gleich nach zwei Tagen ein Fall für den Kompost sein sollen.

Doch wie halte ich meine Rosen in der Wohnung schön?

Ich besitze nur Vasen aus Glas oder Porzellan, mit Vasen aus anderen Materialien habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht: dort schien es, als würden diese irgendwelche Stoffe (wie beispielsweise Metallteilchen) über das Wasser abgeben, so dass die Blumen in diesen Vasen schnell „kränklich“ wirkten.  Aber vor Allem mit Glas-Vasen kann man Rosen wunderbar in Szene setzen:

Das Wasser lässt sich hier nämlich wunderbar (bei transparenten Vasen) mit etwas Lebensmittelfarbe einfärben. Lässt man die Farbe hier erst etwas einwirken und stellt die Rosen erst später ins Wasser, wirkt sich die Lebensmittelfarbe auch nicht weiter auf die Blumen aus. Sonst ist es durchaus möglich, dass der im Wasser befindliche Teil des Stängels etwas Farbe annimmt – ansonsten zeigen sich hier aber keinerlei Effekte, die die blumige Idylle stören würden.
Das Rosen-Wasser wechsele ich alle zwei Tage und gebe immer etwas Blumenfrisch hinzu, wie man es beim Blumenkauf vom Floristen auch oft als Beigabe mitbekommt. Die Rosen werden, daheim bei mir angekommen, auch nicht gleich erschreckt, indem ich sie in kaltes Wasser stelle:  denn das Wasser in der Vase ist prinzipiell heiss, nicht kochend heiss, aber auch nicht nur warm, sondern sozusagen spülwasserheiss. Das Wasser kühlt natürlich ab, ich bemühe mich nicht um eine ständige Temperierung des Wassers, aber wenn es nach zwei Tagen ausgewechselt wird, tausche ich nicht nur abgestandenes gegen frisches Wasser, sondern auch kaltes gegen heisses Wasser.

Die Vase ist jeweils so gefüllt, dass nur das untere Drittel des Stängels von Wasser bedeckt wird; nach mehr Wasser haben Rosen in meiner Wohnung noch nie gegiert. Für Rosen wähle ich prinzipiell einen hellen, aber eher kühlen Standort; sprich: nicht in der prallen Sonne vor dem Fenster, sondern eher neben dem Fenster.

Auch die Rosen werden daheim von mir direkt angeschnitten: am unteren Ende des Stiels leicht schräg nach oben und unterhalb der Blüte, direkt ganz oben am Stängel, ritze ich jede einzelne Rose mit einer Nadel längst über wenige Milimeter leicht ein. Alle zwei Tage, wenn das Wasser gewechselt wird, wiederhole ich die Prozedur des unten leicht Anschneidens.
Selbstverständlich sollten auch keine Blätter oder Dornen ins Wasser reichen, so dass diese von vornherein auch entfernt werden und die Rosen nur noch über den „nackten“ Stiel verfügen.
Die Rosen halten sich so sehr lange, bis ich mit dem zweitäglichen Anschneiden direkt unterhalb der Blüte angekommen bin. Da die Rosen so ständig kürzer werden, bedeutet dies natürlich, dass man immer kürzere Gefässe für ihre Aufbewahrung benötigt. Man sollte also ein Repertoire verschiedener Vasen-Grössen im Schrank bevorraten.

Einzelne Rosen lassen sich auch sehr schön in Reagenzgläsern präsentieren: hier kann man den Boden auch mit (farbigen) Deko-Kieseln bedecken, aus welchen die Rosen herauszuwachsen scheinen.

Sind die Rosen nur noch mit einem kurzen Stiel versehen, lassen sie sich prima in kleinen Schnapsgläsern drapieren – keine Bange: werden diese später gründlich ausgespült, kann man aus ihnen auch problemlos wieder trinken ohne dass der Sxhnaps plötzlich blumig schmecken würde.

Sind schlussendlich nur noch die vollen Blüten vorhanden, werfe ich die nun deutlich minimierten Rosen immer noch nicht fort, sondern drapiere sie in einer grossen wassergefüllten Glas-Schale und ergänze sie häufig zusätzlich um einige Schwimmkerzen. So entsteht eine besonders hübsche Tisch-Dekoration, die daheim auch ein romantisches Essen optisch ergänzen kann. Natürlich kann man auch hier wieder mit Lebensmittelfarbe arbeiten und sich so zum Beispiel einen klaren, blauen Ozean imitieren. Nicht mehr ganz so hübsche Blüten hingegen zerpflücke ich dann aber auch und garniere mit ihnen als Streu-Deko den Tisch um die „schwimmende Vase“ herum, was dem Ganzen meiner Meinung nach einen noch hübscheren Touch verleiht. Aber ganz ehrlich: zumeist sind die Rosenblüten zu diesem Zeitpunkt immer noch sehr schön, dass ich dann schweren Herzens eine doch noch gute Blüte aussuchen muss, um sie zu „Tisch-Konfetti“ zu zerbröseln.

Somit ist die Frage bei mir nicht „Strauss oder nicht Strauss“, sondern „Vase – wenn ja welche; oder doch ein anderes Behältnis“ und derselbe Strauss findet sich letztlich in vielen verschiedenen Arrangements in der Wohnung und bisher hat noch niemand eine Verbindung zwischen der Schale mit den schwimmenden Rosenblüten und dem opulenten  Strauss, der kürzlich noch im Wohnzimmer stand, hergestellt.  



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Badeentchen

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Aufgenommen:Aug 7, 2010

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